Frage von Pyramesse27, 54

Kant sagte,Zitat:der Mensch ist frei,das Gute zu wollen und sich für das Gute zu entscheiden.Was sagt ihr dazu?

Wenn dem so wäre,woher kommen dann schlechte oder böse menschliche Interessen ?Das ist ja fern jeder Logik und Kant ein Träumer. Gruß

Antwort
von Ottavio, 14

Sicher gibt es vieler Situationen (wenn es denn ein Maß dafür gäbe, würde ich sagen: die meisten), in denen der Mensch frei ist, das Gute zu wollen und sich dafür zu entscheiden. Aber auch hier steckt der Teufel im Detail, und es bleiben Probleme über, die manchmal sehr erheblich sind. Zum ersten gibt es bei Kant ja nichts ohne Einschränkung (sittlich) Gutes, außer einem guten Willen. Der aber ist bereits dann gut, wenn er am Kategorischen Imperativ ausgerichtet ist. Jeder Mensch ist als wertsetzendes Wesen autonom darin, zu entscheiden, von welchen Maximen er wollen kann, dass sie allgemeines Sittengesetz seien. Und in dieser Autonomie lassen Menschen sich bewusst oder unbewusst oft ganz erheblich von ihren eigenen Interessen leiten. So kann es leicht dazu kommen, dass dem einen Menschen als böse erscheint, was dem anderen als gut erscheint. Wat dem eenen sien Ul, is dem anneren sien Nachtigall. Zum anderen sind wir natürlich geneigt, nicht auf den Guten Willen, sondern auf das Ergebnis zu schauen. Auch mit viel gutem Willen kann ich anderen etwas antun, was von diesen im Ergebnis als böse empfunden wird, weil ich die Lage falsch eingeschätzt habe oder meine Fähigkeiten nicht ausgereicht haben. Zum Dritten - und da muss ich Kant widersprechen - ist die Behauptung, der Mensch habe einen "freien Willen", eine fürchterliche Vereinfachung. Die Spielarten zwischen Freiheit und Unfreiheit des Willens sind vielfältig, alle Übergänge sind möglich. Zum Beispiel denke ich, dass der Mensch keinerlei Willensfreiheit hat, etwas zu tun oder nicht, das er schlichtweg nicht kann. Aber auch da sind ja die Übergänge fließend. Hab ich die Freiheit, willentlich zu entscheiden, ob ich als schlechter Schwimmer, der schon nach 50m schlappmacht, einem Ertrinkenden hinterherspringe in einen reißenden Fluss, um ihn zu retten ? Aber dass der Mensch oftmals auch ganz frei sich für das Böse entscheidet, bleibt davon unberührt.

Antwort
von einmensch23, 8

absolut. Es ist genau wie Hanry ford einmal sagte "Egal ob du glaubst etwas zu können oder es nicht zu können du hast in beiden Fällen recht." :D Die meisten Menschen die im glauben sind das sie etwas nicht können, erleben eine Kleinigkeit die ihnen genau das bestätigt und sagen sich "sihst du ich wusste es ich kann das einfach nicht." und geben sofort auf. Das Nennt man auch eine selbsterfüllende Profezeihung. Einer der Wertvollsten Dinge dich ich in meinem Leben einmal von einen Philosophen gehört habe ist "ich habe nicht verloren solange ich nicht gewonnen habe." und als ich das hörte dacht eich nur "WOW" :D und ich verstand, das ich nicht deshalb verloren habe weil ich einen Rückschlag erlebt habe weil meine Theorie noch zu unausgeklügelt war sondern weil ich einen Rückschlag erlebt habe und danach aufgegeben habe. Seid dem ich so denke wurde mir klar wie viel ich eigendlich tatsächlich erreichen kann wenn ich es nur wirklich wollen würde. Ich meine mit diesem Gedanke wird jeder Rückschlag nichts weiter als ein Temporeres hinfallen auf den Weg zu meinen Zielen und ich finde das ist wirklich pures Gold.

Aber nicht nur der Richtige Gedanke ist wichtig auf den Weg zum Erfolg sondern auch dein Bezug. Fakt ist um gut in etwas zu werden brauchen wir einen Bezug zu etwas. Wenn ich dich z.b. Frage "ist 10€ in der Stunde zu verdienen viel oder wenig ?" dann beginnst du sofort damit zu vergleichen "wie viel habe ich vorher verdient ? Was verdienen meine Kolegen ? Was kann ich mir damit holen ? usw." :D aber was ist 10€ ohne Bezug ? Es ist garnichts... es ist relativ. Mit unseren Zielen ist es das selbe. Problematisch wird es wenn wir die falschen Bezüge zu uns selber aufstellen. Wenn wir z.b. jemanden nehmen der besser ist in etwas als wir fangen wir oft an zu vergleichen wo wir im Moment stehen und wo er im Moment steht und denken uns "omg ich bin so klein gegen den!" das raubt uns oft jegliche Motivation vor allem wenn wir mal einen Rückschlag erleiden weil wir dan glauben "da komme ich niemals hin." wenn wir aber zu jemanden ein Bezug aufstellen der schlechter ist als wir und kleiner in etwas ist als wir, beginnen wir oft damit arogant zu werden und zu denken "ach ich bin schon gut. Das reicht." :D und beginnen damit Faul zu werden und uns aus zu ruhen und was man hier oft vergisst, das das leben nichts Statisches ist. Die Dinge die dich ausmachen stehen nicht fest, alles im Leben ist ständig im Fluss. Was nicht wächst das stibt. Beobachte mal ein Baum oder eine Blume. Entweder die Blume oder der Baum wächst oder er stibt. Immer eines von beiden aber bleibt niemals stehen. Mit deinen Verstand und mit deinen Fähigkeiten ist es das selbe. Was nicht wächst das stirbt. Deshalb kann es z.b. schnell passieren das du bestimmte Dinge irgenwann verlernst wenn du sie eine Zeit lang nicht machst. Das heißt du brauchst ein Konzept, ein Bezug mit dem du ständig im Fluss bist und du ständig an dir arbeiten und zwar schon fast auf Autopilot. Aber woher den Bezug nehmen ? Um gut in etwas zu werden brauchen wir einen Bezug. Der Bezug bist du selbst! Versuche jeden Tag an dir zu arbeiten und jeden Tag eine bessere Version von dir selbst zu werden als du es gestern warst. So hörst du niemals auf an dir zu arbeiten egal was ist und wächst mit deinen Verstand und deinen Fähigkeiten immer weiter :)

Antwort
von Wolfnight, 3

Jeder Mensch auf diesem Planeten hat eine eigene Ansicht dazu, was "Gut" und was "Böse" ist. Es gibt sehr viele, die schlechte Dinge tun, andere verletzen. Weil es für sie einfacher ist oder weil sie davon  profitieren. Die wenigsten würden von sich selbst sagen, dass sie böse sind, deshalb erweitern sie den Begriff "Gut" für sich. Es ist nicht schwierig, seine eigenen Taten vor sich zu rechtfertigen, damit man sich nicht schuldig fühlen muss. Beispiel: "Es war okay, den Mitschüler damals zu mobben, er hat es verdient, weil er sich nicht gewehrt hat."

Ich interpretiere das Zitat so, dass man sich dazu entscheiden kann, den schwierigen Weg zu gehen. Den, auf dem ich mich um andere kümmere, statt
sie für meine Zwecke auszunutzen. Aber dazu gehört Mut. Weil ich mir selbst eingestehen muss, wenn ich etwas Falsches getan habe und mit meinem schlechten Gewissen leben muss.

Antwort
von Shiftclick, 26

Dir mangelt es wohl etwas an Fantasie. Falls Kant Recht hat, dann hat der Mensch einen Willen, mit dem er sich prinziell für das Gute entscheiden könnte. Kant sagt (in diesem Zitat) nicht, dass es keine gegenläufigen Interessen geben könnte. Er sagt auch nichts über die Wahrscheinlichkeit, dass man sich für das Gute entscheidet.

Kommentar von Pyramesse27 ,

Was verstehst denn Du unter ,,Wollen oder Wille ´´? Stecken dahinter nicht beeinflussende persönliche Interessen ? Also ich hantiere mit Logik und Objektivität und nicht mit Fantasie.Kant stellte die Existenz der sogenannten Willensfreiheit als Vorbedingung dar zum ,,kategorischen Imperativ´´ dar,also das heißt dieses Kategorisch(ohne jede Vorbedingung) ist schon mal hinfällig. Schopenhauer widerlegte die Willensfreiheit anhand des Kausalitätsgesetzes und Nietzsche meinte Unbedingtheiten gehören in die Pathologie. Gruß

Antwort
von nightSky23, 25

Das Zitat sagt ja bloss aus, dass jeder mensch die freie Wahl hat, sich für das "Gute" oder das "Böse" zu entscheiden. Nicht, dass der Mensch sich stets für den besseren/guten Weg entscheiden würde. Also widerspricht dieses Zitat nicht der Existenz von "bösen menschlichen Interessen".

Zudem würde ich ihm Zustimmen, es ist die Wahl jedes Menschen selbst. Jedoch kann es wohl vorkommen, dass die eigene Wahrnehmung durch äussere Einflüsse etwas "verschleiert" wird, sodass eine freie/unabhängige Entscheidung erschwert wird.

Kommentar von Pyramesse27 ,

Warum sollte ein Mensch das denn tun, sich für das Böse entscheiden,vielleicht um sich selbst das Leben zu erschweren ? Das ist schon wieder fern jeder Logik. Gruß

Kommentar von nightSky23 ,

Ich sagte nichts über die Wahrscheinlichkeit aus, mit welcher sich ein Mensch für das "Gute" oder "Böse" entscheiden würde, bloss dass ihm die Wahl offen steht.

Jedoch gibt es genügend Beispiele dafür, dass sich Menschen auch für weniger "gute" Wege entscheiden, da musst du dir leider nur mal die Zeitung ansehen.

Wieso Menschen das tun? Das kann ich dir auch nicht sagen. Aber, neben weiteren Faktoren, könnte hier wohl die angesprochene "Verschleierung" der Wahrnehmung durch äussere Einflüsse zu Zuge kommen.

Aber auch schon im alltäglichen Leben triffst du auf Situationen, in welchen dir die Entscheidung zwischen "Gut" und "Böse" offen steht.

Wenn dich beispielsweise jemand anschreit, weshalb auch immer, steht dir die Wahl offen zwischen zurück schreien, oder ruhig bleiben und versuchen, die Sache zu schlichten. Hier würde ich mal sagen, kommt es auf die Situation, den Charakter der Person und auf ihre momentane Gemütslage an, wie sie reagieren wird.

Und Menschen handeln nicht stets "logisch"...

Antwort
von Perdous,

Es gibt schlechte und böse Ideen, weil jeder denkt das er was gutes macht. Im Endeffekt sagt niemand etwas Gutes, denn es gibt immer jemanden der es nicht der Ansicht ist das er gut ist.

Antwort
von Zumverzweifeln, 22

Wieso? Natürlich kann sich ein Mensch jederzeit für das Gute entscheiden!

Überleg dir mal, dass zB ein Bankräuber ja auch für sich etwas Gutes will!

Kommentar von Pyramesse27 ,

Also wenn Gut und Böse zur subjektiven Ansichtssache verkommen sind ist das Sophismus ohne ein Quantum an Objektivität. Gruß

Antwort
von Askomat, 17

Man kann sich für das Gute entscheiden, man muss nicht.

Antwort
von FLUPSCHI, 23

Ganz einfach Menschliche Erfindung alles was menschen sagen bleibt auch bei den Menschen

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