Frage von DarkmalvetUsermod Junior, 152

Kann Wissen (Biologie, Medizin) ein Fluch sein?

Ich meine, ich weiß ziehmlich viel über Biologie, Anatomie und einiges (viele) Medizinische Fakten. Ab und zu mache ich mir, und habe mir besonderst als Kind und Jugendlicher eine Menge sorgen gemacht, ich könnte irgendwelche Krankheiten haben (obwohl ich komplett gesund bin) oder aber bekommen wenn ich etwas falschen mache oder esse.

Wenn einer in der Umgebung (draußen) hustet, auch wenn 10 Meter weg, dann halte ich erstmal die Luft an, sicherheitshalber, und vor ein paar Jahren, bin ich auch Vegetarier geworden, weil mir das Ganze mit der Massentierhaltung einfach zu heikel ist. Ich meine heute ist das jetzt nicht mehr schlimm, aber früher wars manchmal echt nicht schön

Ist das ganze jetzt so gekommen, weil ich als 10 Jähriger anfangen habe aus Interesse Medizin und (höhere) Biologie Bücher zu lesen und das besser einfach nicht hätte machen sollen, also sprich kann es sein, das Wissen schlecht sein kann ?

Antwort
von ASRvw, 16

Moin.

Zu viel kann man wissen - genug NIE!

Und Du weißt offensichtlich noch nicht genug, um das viele Wissen, das Du hast, sinnvoll einsetzen zu können.

Allem Anschein nach liest Du zudem die falschen (höheren) Bücher, wenn Du die Luft anhältst, nur weil jemand hustet. Alle Ärzte wären totkrank, wenn man so einfach krank werden könnte.

ASRvw de André

Kommentar von Darkmalvet ,

Naja, das war mit 10-12 wohl sicherlich der Fall, als ich das gelesen habe.

Aber naja, das mit dem Luft anhalten und den Mund zumachen ist zumindest wenn jemand erkältet wirkt schon sinnvoll denn man muss die Keime ja nicht unbedingt einatmen

Wenn jemand der gesund wirkt und nicht gerade von seinem Erscheinungbild her ekelig ist niest, dann stört mich das auch nicht

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Wenn jemand hustet, halten sich die Keime in der Regel länger in der Luft, als Du selbige anhalten kannst. Sie können zudem in Kontakt mit Deiner freien Haut und mit Deiner Kleidung kommen und von dort, bei entsprechender Berührung, über die Hände in Mund und Nase kommen.

Wenn Du das effektiv verhindern willst, musst Du Dir nach jeder Begegnung mit einem anderen Menschen die Hände desinfizieren. Da steht dann nur beim Risiko, maximal eine Erkältung davon zu tragen, auf die Dauer der Nutzen in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand.

Und das Du Dich mit potentiellen Ebola-Trägern in der Stadt trifft, nehme ich ja mal eher nicht an :)

ASRvw de André

Antwort
von Schuhu, 53

Halbwissen ist schlimm. Du weißt, wie Krankheiten (dein Beispiel: Husten) entstehen, und denkst du verhinderst sie mit ungeeigneten Mitteln (hier. Luftanhalten), du weißt, wie Massentierhaltung funktioniert, und statt artgerecht gehaltene Tiere zu bevorzugen, verzichtest du ganz. Du solltest weniger über Probleme nachdenken, dafür mehr über Lösungen. dann wird das schon.

Kommentar von Darkmalvet ,

Naja, ich werd jetzt nich grad häufig krank.

Außerdem ist die vorstellung eine Virenwolke auch noch einzuatmen schon ziemlich ekelhaft.

Und irgendwie scheint es mir ja auch was gebracht zu haben, ich hatte noch nie eine Grippe, obwohl ich noch nie geimpft war gegen Grippe (weil ich es nicht besonderst toll finde mit Queckssilber spritzen zu lassen), sondern halt nur gegen das übliche, Kinderkrankheiten, Hepatitis B, und Tetanus

Antwort
von HiFiech, 6

Ich hatte früher als Kind eine Woche lang alle Symptome einer "Speiseröhrenaussackung", weil ich das im "Großen Gesundheitsbuch" gelesen hatte, welches bei meinen Eltern im Wohnzimmerregal stand.

Und bei einem Schluckauf dachte ich mal, mein Ende wäre gekommen.

Es ist aus meiner Sicht normal, dass man sich irgendwann als Kind / Jugendlicher mit dem eigenen Körper auseinandersetzt und beunruhigende (weil noch unbekannte) Beobachtungen macht, und dabei natürlich nicht automatisch an das Naheliegendste denkt, sondern auch schon mal Panik schiebt.

Ruhig bleiben kannste erst, wenn Du die Situation schon einige Male hattest oder den Namen für das Symptom weißt (dann weißt du nämlich, dass Andere das auch haben).

Ich lerne heute noch bei Sachen dazu, von denen ich dachte, ich kenn mich allmählich damit aus...

Kopf hoch!

Antwort
von ahigakun, 81

nein lieber viel wissen jetzt bist du dir über mögliche gefahren im klaren und gehst dennen gezielt aus dem das ist gut so und wenn du diese dinge nicht wissen würdest wäre alles viel unbekümmerter klar aber das leben ist auch so gefärhlich du könntest dir andauernd über irgwelche sachen sorgen machen nimm dein wissen geh damit hinaus und pass auf aber dreh nicht durch, einfach cool bleiben

Kommentar von Darkmalvet ,

Danke :)

Antwort
von FloTheBrain, 28

Je mehr man weiß, desto geringer die Angst. Patienten von ernsthaften Krankheiten wollen diese meist ganz genau verstehen und alles darüber wissen. So reduziert sich die Angst.

Hat man unbegründete Ängste, liegen die Ursachen oft ganz woanders. Eine Angststörung kann sich in völlig unterschiedlicher Art und Weise äußern.

Antwort
von Neugiersnase007, 55

Nein, Wissen/Bildung schadet grundsätzlich nie. Du scheinst halt ein bisschen ein Hypochonder zu sein - aber das hat mit Wissen nichts zu tun.

Kommentar von Darkmalvet ,

Aber könnte es was damit zu tun haben, dass sich diesem Wissen zu früh ausgesetzt war ?

Kommentar von Neugiersnase007 ,

Möglicherweise schon, möglicherweise hattest Du noch nicht genug (Lebens-)Erfahrung gesammelt um die neuen Informationen etwas zu relativieren und Dich nicht allzu sehr davon beeindrucken zu lassen bzw. sie nicht alle auf Dich persönlich zu beziehen. Wahrscheinlich wäre es hilfreich für Dich gewesen, Dich mit einem Erwachsenen, der mit den Themen vertraut war, über das Gelesene zu unterhalten. Nun gut, die Vergangenheit kannst Du nicht mehr ändern - jetzt bist Du ja reifer und kannst besser relativieren als mit 11 Jahren. Versuch einfach mal, Dir nicht allzu viele Sorgen zu machen - ist wohl irgendwie ein Persönlichkeitsmerkmal, diese Neigung zum Grübeln - versuch Dich ein wenig abzulenken - viele "Kleinigkeiten" verschwinden von selbst wieder, bzw. sehen mit etwas Abstand gar nicht mehr so schlimm aus. Sprich mit einem guten Freund/einer guten Freundin wenn Du Dir ernsthaft Sorgen machst - ein Außenstehender kann manche Dinge auch oft besser einordnen und bewerten. Und gelegentliche Besuche beim Arzt sind ja auch OK - man darf sich und seine Gesundheit schon auch wichtig nehmen :-) .

Kommentar von Darkmalvet ,

Ja, das wär wohl ne gute Idee :)

Antwort
von Dickerchen123, 18

Hallo

da gibt es keine Antwort, die immer stimmt. Mich macht Unwissenheit verrückt, ich will alles wissen, auch wenn es schlimm ist. Es gibt aber Menschen, die das lieber nicht wissen möchten und sich auch nicht dafür interessieren bzw. die Aussagen der Ärzte einfach ignorieren, weil u. U. zu schmerzlich ist.

Alles Gute

LG

Antwort
von FeeGoToCof, 49

Naja, ist immer schwierig, ohne Anleitung mit überfordernden Texten und Inhalten konfrontiert zu werden.

Kommentar von Darkmalvet ,

Ja, ich weis noch, dass ich ziehmlich schockiert war, was da alles drinnestand (Lexikon über Krankheiten, damals mit 11), ich dacht mir nur, hoffendlich krieg ich das nicht....

Kommentar von FeeGoToCof ,

Ja, das war sicherlich nicht so förderlich. Aber nun scheinst Du ja genug Abstand zu haben, so dass sich Deine Sichtweise doch relativiert haben dürfte?

Kommentar von Darkmalvet ,

Jap.

Nur Vegatarier bin ich gröstenteils geblieben und von dummen Aktionen halte ich Abstand.

Antwort
von rosepetals, 7

Da die erneute Fragenstellung ein paar Tage schon her ist, lasse ich Mal ein Zitat hier, dass mit der Info des Bio-LKs gekommen ist:

"Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr geistig davon erfasst haben, als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst." (Einstein)

Kommentar von Darkmalvet ,

Genau das denke ich mir bei den ganzen Kriegen in der dritten Welt, oder auch bei diesen ganzen Terrormillizen.

Diese Menschen wissen von ihrem Entwickungsstandart nichtmals, wie ein Waffe technisch Funktioniert und wie man sie baut und entwickelt, aber sie ballern sich gegenseitig und Unschuldige trotzdem mit Kalaschnikows ab ohne das auch nur einer von ihnen mehr weis wie Munition rein und Peng.

Kommentar von rosepetals ,

Das Erschreckende ist, dass man dieses Zitat auf so unglaublich viele (auch Alltags-) Situationen anwenden kann. Da kann man es schon Mal mit der Angst zu tun bekommen, wenn man sieht, wie wenig sich Menschen für die Dinge und wie sie eigentlich funktionieren, interessieren.

Antwort
von Darkdaemon, 45

Jop, merke ich auch bei mir ,finde auch das *dumme* glücklicher sind weil, die so vieles nicht wissen. Aber vielleicht kenn ich auch nur die falschen Leute.

Kommentar von Darkmalvet ,

exakt, so denke ich mir das oft auch.

Als weniger wissende Person geht man zum Beispiel bedenklos her und macht dumme Dinge wie Trainsurfen oder die Cinnamon Challenge.

Wenn man aber weis, dass das auf der Intensivstation oder als Patient beim Pathologen enden kann.....dann lässt man es.

Ich wär auch niemals ohne Helm Fahrrad gefahren (und würde das auch nicht tun) auch wenn anderen das andauernd tun und ich kanns einfach nicht verstehen, wie man es riskieren kann, wegen ein bisschen tollen Fahrtwind im Wachkoma zu landen.....

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