Frage von Einandereralsdu, 81

Kann Sie mir den Hund vorenthalten?

Hey Leute,

ich und meine Freundin wollen uns einen Hund holen für den ich bereits den Kaufvertrag abgeschlossen habe. Angemeldet wird der Hund auch über meinen Namen und im Impfpass wird ebenfalls mein Name stehen. Der Hund wird sich jedoch bei ihr aufhalten, weil wir derzeit in Ihrer Wohnung leben.

Kosten für die Nahrung, sowie Arztkosten etc werden wir teilen, bzw werden die Kosten auch eher auf meine Tasche gehen.

Jetzt das Problem: Sie hat mich sozusagen vor die Wahl gestellt: Wenn wir den Hund holen und uns trennen, bleibt der Hund bei ihr. Ich habe es schweigend hingenommen, damit es keinerlei Streit gibt und ich meine Ruhe habe, außerdem ist eine Trennung ja nie vorhersehbar.

Ist das Rechtens oder hat Sie keinerlei Chancen, wenn ich auf den Hund im Falle einer Trennung bestehe? Da ich ja auf jeglichen Dokumenten stehe.

Muss ich mir in diesem Fall Sorgen machen ??

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 51

Wenn das bei Euch jetzt schon so los geht, würde ich Euch dringend empfehlen, vom Kauf zurückzutreten und Euch keinen Hund zu holen. Ein Hund ist keine Sache, sondern ein Lebewesen.

Laß Deine Freundin den Hund bezahlen, dann ist das ganze klar geregelt.

Oder Du läßt den Hund bei Dir in der Wohnung leben, dann ist es Dein Hund.

Eine Mischform, wie Ihr sie vor habt, wird Mist und geht letztlich zu lasten des Hundes.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 46

Sorry Einandereralsdu, aber das finde ich ein wenig linkisch. Deiner Freundin gegenüber sagst Du nichts, damit Du Ruhe hast und sie den Eindruck, dass sie den Hund im Falle einer Trennung behalten kann und hier willst Du Dich hinter ihrem Rücken absichern, um ihn doch behalten zu können.

Klar geregelt ist bei Euch gar nichts. Du stehst zwar im Kaufvertrag, aber sie trägt die Kosten für den Hund mit und hätte im Fall der Trennung u.U. einen Ausgleichsanspruch i.H. der nicht verjährten Beträge. Zudem hast Du ein Problem, wenn Du vor ihrer Familie oder ihren Freunden ebenfalls zu der Vereinbarung schweigst- das kann Dir nämlich als Duldung ode Schenkung ausgelegt werden.

Klär das Ganze, bevor der Hund einzieht. Dass es im Falle einer Trennung richtig Ärger gibt, der bis hin zu rechtlichen Schritten gehen kann, ist doch jetzt schon absehbar. Gerade bei einem so emotionalen Thema. Ich verstehe nicht, wie man sich sehenden Auges in so eine blöde Situation bringen kann.

Antwort
von Weisefrau, 44

Hallo, ich habe das auch so gemacht und kann es nachvollziehen. Besser jetzt schon die Dinge klären wenn noch alles OK ist und ihr auf Wolke 7 schwebt.

Mit meinem Exfreund habe ich mir Katzen angeschafft und auch im Vorfeld geklärt was bei einer Trennung mit den Tieren passiert.

Wir haben uns nach 10 Jahren getrennt und uns an unseren Plan gehalten. Das hat alles einfacher gemacht. 

Die meisten Tiere landen bei Trennungen einfach im Tierschutz weil keiner einen Plan hat.

Antwort
von Turbomann, 44

@ Einandereralsdu

Wieso sollte sie dir den Hund vorenthalten? Die Papiere laufen auf dich, also ist es auch dein Hund.

Falls ihr euch mal trennen solltet, dann sollte man allerdings zum Wohl des Vierbeiners entscheiden, wer mehr Zeit für den Hund hätte und bei wem er von daher besser aufgehoben wäre. Verträge und Schrifliches kann man ändern.

Muss ich mir in diesem Fall Sorgen machen

Sorgen würde ich mir an deiner Stelle machen, warum du nicht gleich den Mund aufgemacht hast, nur damit du deine Ruhe hast? In einer Beziehung redet man was Sache ist.

Kommentar von Einandereralsdu ,

Sie ist am Anfang definitiv mehr da als ich, der Grund liegt darin das ich arbeiten gehe und Sie derzeit nicht.

Jedoch verdiene ich somit das nötige Geld und in meinem bekannten Kreis sind die Geschwister des kleinen, denke das er es bei mir gut haben würde

Kommentar von Jerne79 ,

Von Geld und Wurfgeschwistern wird ein Hund nicht glücklich.

Ein Hund braucht eine Bezugsperson, und das ist die Person, die ihn
füttert, ihn konsequent erzieht und sich mit ihm beschäftigt. Ein Hund
ist definitiv nicht glücklich, wenn er den ganzen Tag allein daheim
sitzt, deshalb sollten sich auch Vollzeit arbeitende Menschen keinen
Hund anschaffen.

Kommentar von Turbomann ,

@ Einanderalsdu

Wer kümmert sich denn dann mehr um den Hund, wenn sie  wieder arbeitet?

Hier geht es aber doch nicht nur alleine darum, dass du das nötige Geld nachhause bringst. Was bringt dir das, wenn du den ganzen Tag nicht da bist.

In der Zeit hat deine Freundin sich das Vertrauen des Hundes erarbeitet, dann gehört der Hund zwar papiermässig dir, aber er wird mehr zu deiner Freundin hin tendieren.

Hast du in den KV auch reinschreiben lassen, dass der Hund evtl. zurückgegeben werden kann, wenn ihr alle beide dann voll berufstätig seid?  Gute Züchter machen das.

Aber bevor es so weit kommen müsste, dann lieber keinen Hund anschaffen. Hast du auch die Haltegenehmigung von deinem Vermieter, wenn wir gerade bei der Tierhaltung sind?

Habe das schon mehrmals an anderer Stelle erwähnt, dass bei uns im Haus eine ganz tolle,liebe Border-Aussie-Hündin lebt.

Der Halter hat sich von seiner Freundin getrennt, ihm gehört der Hund und sie wollte ihn mitnehmen. Er wollte das aber nicht und hat sich stur gestellt.

Und heute? Wäre die Hündin bei seiner Freundin  ganz sicher besser aufgehoben, denn ihr Halter ist ganztägig berufstätig und abends auch ständig weg und die Arme ist viel zu viel alleine und total überdreht.

Wenn wir sie morgens nicht mitnehmen würden, dann würde sie gar nicht rauskommen.

Also überlege dir gut, ob ihr euch tatsächlich einen Hund anschaffen wollt.

Ich will damit nicht sagen, dass sich berufstätige nicht auch einen Hund anschaffen dürfen, aber dann muss für eine artgerechte Haltung gesorgt werden.

Außerdem muss das nicht immer sein, dass sich Wurfgeschwister nach einiger Zeit noch kennen.




Kommentar von Jerne79 ,

Wer kümmert sich denn dann mehr um den Hund, wenn sie  wieder arbeitet?

Ich würde hier noch weitergehen und fragen: Wer kümmert sich überhaupt um den Hund, wenn sie wieder arbeitet?

Antwort
von brandon, 32

Wenn Du Dir jetzt schon solche Sorgen machst und zu Deiner Freundin Ja sagst damit Du Deine Ruhe hast.

Dann wäre es vielleicht am besten wenn Deine Freundin diese Frage liest, denn ich könnte mir vorstellen das sich Dein Problem dann von selbst löst und Du Dir eine eigene  Wohnung suchen kannst.

Antwort
von Jerne79, 57

Ich habe es schweigend hingenommen, damit es keinerlei Streit gibt und ich meine Ruhe habe,

Mit Verlaub, da hättest du mal A... in der Hose zeigen müssen.

Ihr habt derzeit eine Vereinbarung, nach der der Hund bei ihr bleibt.

Juristisch gesehen gehört der Hund dir.

Wenn du jetzt von vornherein weißt, daß du auf deine gesetzlichen Rechte pochen wirst oder willst im Fall einer Trennung, dann hab doch zumindest den Mumm, das deiner Freundin auch zu sagen.

Unter Umständen erübrigt sich dann entweder der Hund oder gleich die Beziehung, aber jetzt erstmal die Klappe halten und nicken und sich später den Hund unter den Arm klemmen, das ist auch keine Art.

Sorgen machen würde ich mir an deiner Stelle v.a. um eine Beziehung, bei der man nicht den Mund aufmacht und schon während der Beziehung überlegt, wie man nach der Beziehung das abgreifen kann, was man will.

Kommentar von Einandereralsdu ,

Sie kam mir mit diesem Argument, nachdem der Kaufvertrag bereits unterschrieben war.

Auf den Hund verzichten möchte ich auf keinen fall, meine Beziehung aufs Spiel setzen ebenfalls nicht.

Ich hab ihr bereits mitgeteilt, dass wenn Sie den Hund behalten möchte, mir auch den Kaufpreis erstatten müsste.

Kommentar von Jerne79 ,

Ach, der Kaufpreis ist der Dreh- und Angelpunkt?

Ganz ehrlich, wenn ihr euch nicht einig seid, schafft euch gar nicht erst einen Hund an.

Auch wenn sie dir danach erst mit dem Argument kam, hättest auch DU zu diesem Zeitpunkt den Mund aufmachen können. Statt das miteinander zu klären, suchst du jetzt nach Rat im Internet.

Ernsthaft, so wie eure Beziehung offenbar läuft, würde ich da keinen Hund anschaffen.

Kommentar von Einandereralsdu ,

Für mich ist der Kaufpreis nicht der Dreh- und Angelpunkt.

Und ich habe den Mund aufgemacht, habe aber am Ende nachgegeben damit wir uns den holen.

Kommentar von Jerne79 ,

Ja, aber wenn du jetzt nachgibst, mußt du dich auch künftig daran halten, so einfach ist das.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 33

ich finde weder tiere noch kinder sollten im rahmen einer trennung zum streitobjekt werden.

wenn ihr euch jetzt schon auf solche gedankenspiele einstellt, sollltet ihr leiber an eurer beziehung arbeiten und im moment keinen hund holen.

anosnten sollte man immer danach entscheiden, wer dann am besten fuer den hund sorgen koennte -genugend seit hat etc... das finde ich wichtiger ,als wer was bezahlt etc..

Antwort
von marla80, 27

Also ich halte es für keine gute Idee. Ihr solltet euch schon einig sein. Letztendlich ist es aber ausschlaggebend, wer im Kaufvertrag steht und auf wen der Hund angemeldet ist, glaube ich auch.
Mein Mann und ich sind jetzt 7 Jahre zusammen und unsere Hündin ist 3. Wir haben von Anfang an entschieden, dass sie im Falle einer Trennung bei mir bleibt. Da er Vollzeit arbeitet und ich nur 4 Std. täglich und auch nur eine Strasse von unserer Wohnung entfernt, macht es mehr Sinn und der Hund müsste zeitmäßig wenigstens nicht immer der Trennung leiden. Er hätte auch immer die Möglichkeit sie zu besuchen. Wir sind uns beide einig, dass Luna im Falle einer Trennung am meisten leiden würde.
LG

Antwort
von dogmama, 52

Besitzer ist derjenige der den Kaufvertrag unterschrieben hat.

Allerdings bin ich der Meinung, dass sowas im Interesse des Hundes entschieden werden sollte. Der Hund sollte bei seiner Bezugsperson verbleiben dürfen. 

Kommentar von Einandereralsdu ,

Ich bin ja ebenfalls täglich bei dem Hund, somit bin ich ebenfalls eine Bezugsperson?

Kommentar von Jerne79 ,

Dann trefft eine Entscheidung und sichert die juristisch für den Fall einer Trennung ab. Wenn er auf dich läuft und du ihn behalten willst, falls ihr euch trennt, dann sag ihr das. Wenn sie ihn behalten will, lasst ihn über sie laufen. Wenn ihr das nicht wollt, dann schafft euch gar nicht erst einen Hund an.

Kommentar von dogmama ,

die Bezugsperson ist derjenige, zu dem der Hund sich deutlich sichtbar hingezogen fühlt.

nur weil man mit einem Hund oft oder auch jeden Tag  zusammen ist, ist man noch lange nicht die Bezugsperson des Hundes.

Antwort
von Odin17112013, 4

Wenn der Hund über dich angemeldet ist, ist es dein Hund. Also kann sie dir den Hund nicht Vorenthalten.

Antwort
von tigerlill, 56

Der Hund bleibt bei dir..wie du geschrieben hattest..du hast ja die Dokumente wo Dein Namen drauf ist!!

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