Milchersatz am 20.06.2009 um 16:09 Uhr
Wenn ein Mensch selbst psychische Probleme hat und Psychologie studiert, wird er sich dann selbst bewusst, dass er Probleme hat? Bzw. kann sich ein Psychologe/Psychiater/Psychotherapeut selbst helfen, wenn er merkt, dass er Probleme hat oder geht das nicht? LG, Milchersatz

das geht nicht, aber er kann einen Supervisor aufsuchen, das sind erfahrenere Psychologen die den Psychologen helfen können.

Meistens sind die eigenen psychischen Probleme die Voraussetzung für dieses Studium, aber letztlich kann man sich nur über einen objektiven Spiegel reflektieren und den kann einem nur eine zweite Person vors Gesicht halten.
seregwen am 20. Juni 2009 19:55 warum sollten denn psychische probleme voraussetzung für ein psychologie- oder medizin+psychiatrie-studium sein?! das ist doch unsinn...
Scorpionin71 am 20. Juni 2009 20:16 Stimmt. Aber es ist halt nicht selten, daß gerade Menschen mit psychischen Problemen diesen Beruf erlernen wollen. Habe mich wohl etwas zu ironisch ausgedrückt. Sorry!

man selbst sieht die dinge oft anders, ich denke, dass er zu einem anderen gehen sollte.

Ein Psychiater kann sich selber nicht mit Abstand sehen. Supervisionen sollten auf jeden Fall die Regel sein. Am Besten wäre , er hat ein Clearing gemacht, d. h. sich auf die Schliche kommen.Natürlich wird sein Wissen helfen. Kürzlich stand ein Artikel von einem Theapeuten im Spiegel, der von sich sagte, er hätte erst in den Fünfzigern gemerkt, welches Hinkebein in ihm, das Leben so erschwert hat.
Nur theoretisch. Man würde eine sehr, sehr hoch Selbstreflextion brauchen, aber bei eigenen Problemen ist man halt nie objektiv.

Nein, der get zu einem Kollegen. Er kann ja nicht gleichzeitig auf einem Stuhl sitzen und auf einer Couch liegen^^

Ein Psychiater hilft den Weg zur Selbsthilfe zu finden.
Das kann man nur von außen, also braucht man dazu immer einen anderen Menschen.

Deshalb hat jeder Psychologe einen Supervisor. Damit auch er jemanden hat, mit dem er über seine Probleme reden kann.

Ich glaube nicht das er sich selbst helfen kann,er muss dann zu einem Kollegen!Wenn es um einen selbst geht braucht man meistens Rat von außen!

nein eher nicht. das ist ähnlich wie bei medizin studenten, wenn sie in einem seminar gerad eiene krankheit hatten, so stellen sie kurz darauf fest das sie genau diese symtome haben. bei seelenklempnern ist es elider so, dass sie im lazufe ihres berufes selbst ein wenig abnormal werden.
ich vermute zu wissen das er es kann. denn der zahnarzt der zu seinem kollegen geht, könnte es rein thoretisch auch selber machen nur ob er es sich traut ist hier die entscheidene frage! die sich wiederum leicht beantworten lässt, da er ja zu seinem kollegen geht;) der Daniel

Denke nicht. Auch ein Zahnarzt muss mal zu seinem Kollegen. Hihihi...
nein, er muss zu einem anderen psychiater oder psychologen. jeder, der diesen beruf ausübt, hat einen so genannten supervisor, an den er sich richten kann.

Ja, bis zu einem gewissen Grad schon, wenn er denn nicht nur sein angelerntes Kopfwissen betrachtet, sondern bereit ist, sich selbst bewusst anzuschauen. Allerdings ist es schon so, dass man sich selbst betreffend oft den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und eine außenstehende Person durchaus hilfreich sein kann.