Kann sich der Verwalter auf einer Wohungseigentümerversammlung mit Hilfe Vollmachten selber für 5 Jahre bestimmen?

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5 Antworten

Ganz so geht das nicht den er kann 2016 nichts Rückwirkend für 2014-2015 Bestimmen und eine Rückwirkende Entlassung Für deise beiden jahr erzwinegen schalte eine Anwalt ein und informiere die die Angeblich eine Vollmacht für seine wahl gegeben haben.

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Jetzt die etwas längere Antwort:

1. Es reicht aus, einfach nur das Thema "Verwalterbestellung" in der Tagesordnung anzukündigen.

2. Der Verwalter darf mit den Vollmachten anderer Eigentümer nicht für seine eigene Entlastung oder Bestellung stimmen, wenn dafür keine ausdrückliche (am besten schriftliche) Weisung besteht. Jeder Miteigentümer hat während der gesamten Versammlung das Recht, die Vollmachten einzusehen.

3. Auch ein Beschluss, der falsch verkündet wurde, wäre (zunächst schwebend) wirksam und muss vor Gericht angefochten werden. Wenn ein Beschlussantrag also bei korrekter Simmenauszählung abgelehnt wurde und der Versammlungsleiter verkündet fälschlicherweise, der Antrag wäre angenommen worden, so gilt der Antrag als angenommen.

4. Nach §24 WoEigG soll die Ladungsfrist mindestens 2 Wochen betragen. In der Gemeinschaftsordnung kann aber eine längerer Frist stehen (meist 4 Wochen). Wird diese Frist nicht eingehalten, liegt ein Ladungsmangel vor und sämtliche Beschlüsse können alleine aus diesem Grund angefochten werden.

5. Die Einladung darf auch in den Ferien verschickt werden. Es ist Sache des einzelnen Miteigentümers, dafür zu sorgen, dass ihn bei Abwesenheit seine Post erreicht.

6. Sofern in der Gemeinschaftsordnung keine andere Regelung getroffen wurde, hat der Verwaltungsbeirat kein Mitspracherecht bei der Anberaumung von Versammlungen. Das ist alleine Sache des Verwalters.

7. Auch bei der Entlastung reicht es aus, einfach nur den TOP "Entlastung des Verwalters" auf die Tagesordnung zu setzen. Die Entlastung kann dann für beliebige Zeiträume in der Vergangenheit vorgenommen werden. Allerdings sollte man auch beachten, dass der Verwalter überhaupt keinen Anspruch auf eine Entlastung hat - aber natürlich kann er diese beantragen.

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Ja, so lese ich jedenfalls die Spielregeln. Jeder ET darf sich mit schriftlicher Vertretungsvollmacht in einer Versammlung vertreten lassen und jeder ET hat das Recht, sich diese anzuschauen. Das haben bestimmt alle auch gemacht. bei den genannten Problemen.

Wie lautet denn die Bekanntgabe des Beschlusses, gab es diese?

Fast 70 also NEIN und wie viele mit JA?

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Kommentar von martinica55
02.06.2016, 09:42

Bzgl Vollmacht: Der Verwalter gibt zu der Einladung schriftliche Vollmachten heraus, die nur unterschrieben werden müssen. Wortlaut: Wir bevolllmächtigen Herrn XY unter Befreiung von den Beschränkungen des §181 BGB uns auf der Versammlung zu vertreten. Diese wurden eingesehen und waren alle unterschrieben.

Beschluss wurde bekanntgegeben, aber aufGrund des Tumultes waren die Zahlen unverständlich... irgendetwas mit ET Anteilen 400 dafür und 250 dagegen. Es waren keinesfalls über 500  ( das wäre ja die absolute Mehrheit ) dafür.

Ein weiteres Problem ist, dass das Protokoll leider immer mehrere Monate nach der Versammlung herausgegeben wird. Daher hat man innerhalb der 30 Tage Anfechtungsfrist nie genaue Zahlen...

Leider ist der VW selber im Recht tätig und daher schwer angreifbar. Schon mehrere Widerspüche bzw Anfechtungen liefen ins Leere.

Da die Gemeinschaft aus über 100 ET besteht, ist es auch fast unmöglich alle persönlich zu kontaktieren und einen Konsens zu finden, leider ist den meisten ihr Eigentum ziemlich egal und keiner will Stress und Arbeit damit haben.

Daher habe ich zunächst, vor den vielleicht nötigen rechtl Schritten, die Frage gestellt um nicht wieder, völlig nutzlos, einen Anwalt zu beschäftigen.

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Da gehts um viel, vielleicht auch um viel Geld, daher nimm etwas davon (Geld) in die Hand und geh zu einem Fachanwalt.

Da ist sicher Einiges nicht geheuer. Vor allem: Schreib allen, die angeblich eine Vollmacht erteilt hatten einen Brief und schildere denen die Lage und die Vorkommnisse. Das macht ja vielleicht Wirbel genug:-)

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Die kurze Antwort ist: Der Beschluss kann innerhalb von 30 Tagen ab dem Tag der Versammlung vor dem zuständigen Amtsgericht angefochten werden.

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