Frage von Tragosso, 113

Kann seine Mutter irgendetwas dagegen tun (Kindergeldabzweigung)?

Huhu.

Mein Freund und ich haben vor einiger Zeit die Abzweigung für das Kindergeld (für ihn) ausgefüllt und abgeschickt. Diesen Monat hat seine Mutter es dann auch schon nicht mehr bekommen und rief wütend bei uns an. Das Verhältnis scheint im Moment nicht sonderlich gut zu sein, seitdem hat sie sich nicht mehr gemeldet. Das war uns allerdings vorher klar, weshalb wir ihr das auch nicht vorher erzählt haben.

Problematisch daran ist, dass seine Mutter gerne alle möglichen Schlupflöcher ausnutzt um das zu kriegen was sie will. Sie rennt für jede Kleinigkeit zu ihrem Anwalt. Nun müsste mein Freund zwar im Recht sein, da wir zusammen wohnen und ihm das Geld damit zusteht, aber ich bin mir unsicher was man da nach deutschem Recht tun kann. Bestehen Möglichkeiten für sie da irgendetwas durchzubekommen?

Antwort
von DerHans, 25

Sie kann nur etwas dagegen tun, wenn sie den regulären Unterhalt an ihren Sohn zahlt. Dann kann sie das bereits erhaltene Kindergeld abziehen.

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Kindergeld, 51

Wenn er nicht mehr bei ihr gemeldet ist,eine eigene Meldeadresse nachweisen kann und keinen Unterhalt von den Eltern bekommt,der min.die Höhe des Kindergeldes hat,dann steht ihm das Kindergeld zu,da kann sie auch nichts dagegen machen,es sei denn sie könnte den Nachweis erbringen das sie Unterhalt in angesprochener Höhe an ihn zahlt !

Kommentar von Tragosso ,

Okay. Nein, sie selbst zahlt keinen Unterhalt, da sie in Insolvenz ist/Rente bekommt. Er bekommt Unterhalt von seinem Vater, was aber nur der Grundsicherung entspricht, ohne Kindergeld. Zustehen tut es ihm, das ist geklärt.

Kommentar von isomatte ,

Sollte die Abzweigung selbst durch die Zahlung des Unterhalts vom Vater erfolg haben,dann wird seine Unterhaltszahlung aber bei der Abzweigung berücksichtigt !

So zumindest ist es im Internet nachzulesen,musst nur mal eingeben ,, Antrag Abzweigung Kindergeld ",da findest du was zum nachlesen.

Antwort
von sozialtusi, 63

Seine Mutter hat keinen Anspruch mehr auf das KG, wenn dem Abzweigungsantrag zugestimmt wurde. Das Kindergeld ist ja für das Kind - nicht für die Eltern ;)

Antwort
von Shany, 60

Wenn er NICHT mehr bei Ihr wohnt steht IHm das KG zu 

Antwort
von Elizabeth2, 60


1) ich bin kein Anwalt. 2) Aber ich weiss, auch aus verschiedenen Berichten und Internet-Aussagen usw. - und das Ganze ergibt auch Sinn - Kindergeld bekommt derjenige, der Ausbildung etc. bezahlt bzw. /bzw.  in dessen Haushalt das Kind lebt. Kind ist gut - je nach Status der Ausbildung wird ja gezahlt bis zum 25. Lebensjahr . 3) Ich gehe davon aus, dass dein Freund volljährig ist und sich noch in Ausbildung befindet.4) Ihr könnt euch erkundigen: Eltern sind grundsätzlich verpflichtet, eine Erstausbildung zu bezahlen, bzw. zu unterstützen. Dies ist aber schwierig durchzusetzen, aus verschiedenen Gründen und geht nur, wenn dein Freund wirklich eine Erstausbildung macht. Was ich damit meine? Ihr könnt u.U. eine Gegenforderung an die Mutter stellen. Sollte bei ihr Geld zu holen sein, ist sie dazu sogar verpflichtet. Grundsätzlich finde ich das extrem traurig, ich selber kann es nicht nachvollziehen. Für Eltern sollten Kinder das Wichtigste sein. Mit den besten Grüßen an deinen Freund.

Kommentar von Tragosso ,

Nein, das ist bei ihm/uns etwas anders. Wir sind arbeitsunfähig und bekommen deshalb beide noch Kindergeld, weil es als längerfristige Beeinträchtigung zählt. Also zustehen tut es ihm definitiv, darum geht es nicht. Er ist volljährig und wohnt bei keinem Elternteil, sondern mit mir zusammen.

Kommentar von Elizabeth2 ,

Ja gut - ich wollte nur drauf aufmerksam machen. Kümmert euch rechtzeitig dadrum, wie euer beider Leben finanziell nach dem Kindergeld weitergeht. Das gezahlte Kindergeld geht nur bis zu dem Monat, wo man 25 wird. (viele meinen, es geht bis man 26 wird - das ist ein Irrtum). Sämtliche finanzielle Anträge an den Staat oder Krankenkasse haben lange Bearbeitungsfristen. Aber ich schätze, daß ihr beide da schon Erfahrungen habt. Ich wünsche euch alles Gute.

Antwort
von Kleckerfrau, 58

Muss die Mutter die Abzweigung nicht unterschreiben und damit befürworten  ? Was regt sie sich dann auf ?

Kommentar von Tragosso ,

Nein, das muss sie nicht. Sonst hätte sie ja auch gar nicht zugestimmt.

Antwort
von reblaus53, 36

Wenn die Mutter keinen Unterhalt an ihren Sohn zahlt (auch nicht in Form von "Naturalunterhalt" wie Unterkunft und Verpflegung) kann sie nichts machen.

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