Frage von LebenderTraum, 88

Kann oder könnte man völlig ohne Liebe aufwachsen, existieren und überleben (rein menschlich gesehen)?

Meine Frage, die möchte ich gerne an dieser Stelle selber beantworten - ich vermute mal, ich konnte es. Was ich mich jetzt trotzdem Frage (an Euch) ist: wer oder was, hat mir über all die Jahre, die Kraft dazu gegeben (da bin ich gerade am grübeln)?

Zur Vorabinformation - ich hatte Eltern und habe aktuell noch eine Mutter (mit der ich regelmäßig telefoniere).

Unser früheres Verhältnis (während ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe), war so ähnlich, wie in einer Wohngemeinschaft. Ich lebte damals mit Menschen zusammen, die mich mit Essen und Kleidung versorgt haben (Bildung gab's nur vom Staat bzw. in der Schule). Ich hatte einige Jahre lang Menschen um mich herum, die mich ein wenig an ihrem lieb- und trostlosen Leben teilhaben ließen - hatte eine kranke jüngere Schwester, die am anderen Ende der Wohnung gelebt hat und der es vermutlich so ähnlich wie mir erging und der man besser aus dem Weg ging.

Ich bin mir während meinem ganzen Leben so vorgekommen - als wäre ich Teilnehmer eines geheimen Experiments (oder als ob mein Leben im falschen Film stattfinden würde). Ein Experiment - das womöglich herausfinden sollte, wie sich ein Mensch in einer solchen Umgebung entwickelt. Ich bin katholisch erzogen (meine Eltern liebten nur ihren Jesus) - habe deren Glauben kennengelernt - jedoch nie selber aus eigener Überzeugung gelebt und erlebt (glaube nur an mich selber).

Meine Eltern betrachte ich heute als Borderliner, die mich aufgrund ihrer Krankheit nie geliebt haben (denen habe ich dahingehend nie Fragen gestellt oder Vorwürfe gemacht). Mein Vater ist vor 9 Jahren nach einer OP im Krankenhaus gestorben (den hatte ich zuvor jahrelang nicht mehr gesehen und kaum Kontakt mit ihm gehabt).

Sozial, bin ich mittlerweile fast komplett aus diesem System raus.

Soll heißen: Menschen und das Leben ... interessieren mich so gut wie nicht mehr.

Es ist vermutlich nur diese eine letzte Frage, für die ich eine Antwort suche.

Ist der "Wille zum Überleben" alles was eine normaler Mensch zum Überleben braucht.

Ist diese Liebe, die einen zu einem liebenswerten Menschen macht oder gemacht hätte, bereits in jedem von Geburt an vorhanden.

Meine Mutter sagt immer, alle die sie kennen würden - würden sie mögen und lieben.

Warum bin ich der einzige Mensch, der es nie getan hat (denke ich mir dann gelegentlich).

by LebenderTraum (c)

DU BIST LIEBE

Ich? Nein DU!

Sorry, für die vielen ich's ... um mich geht's hier eigentlich gar nicht.

Sie wollte Euch einfach nur etwas fragen bzw. sagen <3

Antwort
von jovetodimama, 52

Menschen, insbesondere Kinder, können ohne Liebe nicht langfristig überleben.

Aber die Liebe, die Lebensenergie muss nicht immer von liebevollen Eltern herkommen, sie umgibt uns auch in feinstofflicher Form. Das ist für die meisten Menschen zu wenig bzw. die meisten Menschen sind nicht in der Lage, diese feinstoffliche Umgebungsliebe aufzunehmen. Einige wenige Menschen können es aber.

Möglicherweise ist es Dir auch gelungen, Dir etwas von der Liebe, mit der Deine Eltern "ihren Jesus" überschütteten und die dann vielleicht irgendwie feinstofflich in Eurer Wohnung war, zu holen.

Antwort
von spiegelzelt, 48

Es gab dazu mal ein Experiment. Ein Baby wurde gefüttert gewärmt und alles was es brauchte gegeben ohne dass es näheren Kontakt zu Menschen hatte oder mit ihm gesprochen wurde. Es starb. Warum man solche grausamen Experimente macht habe ich nie verstanden aber das ist kein Witz das gab es wirklich. Ist aber schon einige Jahre her vielleicht hundert oder so

Kommentar von LebenderTraum ,

... mit der Flasche gefüttert, gewaschen und den Hintern geputzt - das habe ich als eine Selbstverständlichkeit vorausgesetzt.

Das mit dem Baby ... vermutlich als Hinweis darauf, was man unter einem Experiment versteht (kam mir nur so vor).

Danke! (für Dich)

https://www.youtube.com/watch?v=6BKzLIAmhek

Mit ca. 2 Jahren, konnte ich alleine auf's Klo und essen. Ab da, war's nicht mehr ganz so dolle.

Mit drei bekam ich meine Schwester ... ab da war's nur noch die Hölle.

Wäre vielleicht noch 'ne Ergänzung zu dem Text oben gewesen.

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