Frage von alescha99, 94

Kann nicht schlafen wegen Alkoholiker-Mutter?

Hallo

Ich (21) wohne momentan noch mit meiner Schwester und Mutter (Alkoholikerin) zusammen. Meine Schwester möchte in ca. 3-6 Monaten ausziehen, ich muss sicher noch ein Jahr da wohnen, da ich noch in der Ausbildung bin. Ich verstehe mich nicht gut mit meiner Mutter und meine grosse Sorge momentan ist, dass ich dann allein mit ihr unter einem Dach leben muss und wir dann gemeinsam diese Wohnung verlassen und (je getrennt dann in einem Jahr) umziehen. Ich habe angst, dass der Umzug auf mir Lastet. In ihrem Zimmer liegen überall Weinflaschen, die sie nicht entsorgt. Die zimmertür schliesst sie ab. Und diesen Anblick will ich dann nicht sehen!! Es ist ihre Aufgaben, das zu entsorgen. Aber dieser Gedanke macht mich jetzt schon schlaflos. Ich bräuchte deshalb gerne Tipps und Ratschläge, wie ich 1. die Zeit bis in einem Jahr irgendwie gut überstehen kann und 2. mir keine Gedanken mehr mache über Dinge, die nicht in meiner Hand stehen? Danke vielmals!

Antwort
von palusa, 18

gibt es keine möglichkeit, wie du jetz schon weg kannst? sehr kleine wohnung, vllt wohngeld beantragen, sparsam leben? vllt kannst du auch das kindergeld an dich überweisen lassen, nennt sich, glaube ich, abzweigungsantrag. meist ist "allein auf wenig platz" sehr viel besser als "zusammen mit nem trinker". rechne einfach mal in ruhe durch. je früher du da raus bist, desto besser.

bist du im mietvertrag? wenn nein, würde ich mich um ihren kram überhaupt nicht kümmern. ihre miete, ihre aufgabe, ihre verantwortung. die frau ist erwachsen und wird doch wohl ihren kram von a nach b bewegt bekommen. und ja, auch trinker schaffen erstaunlich viel-wenn sie müssen.

mach einfach deinen umzug und halte dich aus ihrem raus.

Antwort
von Ille1811, 29

Hallo Alescha!

Für Angehörige gibt es die Selbsthilfegemeinschaft Al-Anon. Auf den deutschsprachigen Webseiten www.al-anon.de bzw. hinterm Punkt die Buchstaben für Österreich oder die Schweiz kannst du dich informieren.

Sollte es bei dir in der Nähe keine erreichbare Gruppe geben, kannst du auch an online Meetings teilnehmen. Infos dazu findest du auf den Webseiten, die ich dir genannt habe.

Antwort
von Emanuel93, 39

Du solltest ihr vl. Hilfe suchen...
Dann gibt es in Österreich zumindest Wohnungen die dir gratis zur Verfügung gestellt werden um dich auch dich selbst zu konzentrieren...
Naja weck schauen ist schwer vl. Hilft es wenn du einredest auf sie...
Wenn du ihr zB. Öfters sagst das sie dir weh tut dann denkt sie vl. Selbst Mal darüber nach...
Sorrx das ich so darüber rede kann mich nur schwer in deine Lage rein Vorsätzen wünsch dir aber viel Glück im restlichen Leben du wirst das schaffen!!!!

Antwort
von SweetSecret86, 44

Hallo alesche99,

dein Thema ist recht kompliziert. 

Du brauchst momentan jemanden der dir einfach nur Zuhört.

Geh am besten zu einem kirchlichen Seelsorger oder einen Facharzt um dich einfach über das Thema aussprechen zu können. Beide haben eine Schweigepflicht und werden es an keinen Weitergeben, solang du Sie nicht explizit aufforderst und dafür unterschreibst.

Alternativ kannst du anonym die Telefonseelsorge nutzen (s. Telefonbuch).

Sorry, dass ich dir keinen besseren Tip geben kann.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Gesundheit, Krankheit, ..., 16

Hallo Alescha99,

1, die Zeit gut überstehen kannst Du mit Entspannungstechniken. Eigentlich würde ich Dir gerne einen Kurs in Autogenem Training, Meditation, TaiChi oder ähnlichem empfehlen, aber da die Zeit zu kurz ist, gebe ich Dir diesen hilfreichen Link für Schnellentspannungen:

http://www.zeitblueten.com/news/entspannungsuebung-schnellentspannung/

2. Dazu gibt es folgende weise Worte:

https://www.aphorismen.de/zitat/25799

Auch dabei helfen übrigens die o.g. Entspannungstipps.

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe mir gerne einen Kommentar :)

Achte auch bitte gut auf Dich, damit Du in der Lage bist, Dein eigenes Leben gut zu leben.

Alles Liebe und Gute für Dich wünscht Dir

Buddhishi

Kommentar von peluchepaul ,

Mit einer alkoholkranken Person läßt sich nicht reden.Sie wird von der Sucht gesteuert,nicht vom Verstand.Sie kommen erst zur Besinnung ,wenn sie ganz unten sind. Sie müssen von alleine bereit sein einen Entzug zu machen.Kümmere dich um Dich und achte darauf daß es Dir gut geht. Informiere Dich im Internet über Co-Abhängigkeit. Wir Angehörigen von alkoholkranken sind unbewußt coabhängig.Sieh doch mal im Telefonbuch ob es an Deinem Wohnort einen paritätischen Wohlfahrtsverband gibt wo Du Dir Rat holen kannst.Die telefonische Seelsorge kann ich Dir auch empfehlen. Es gibt Selbsthilfegruppen für Angehörige von alkoholkranken .Das hat mir sehr geholfen.Dort habe ich gelernt die Krankheit besser zu verstehen .Sieh zu daß Du vor Deiner Mutter die Wohnung verlassen kannst und laß sie sich um ihren Umzug alleine kümmern, egal wie schwer Dir das fällt.Es bringt auch nichts auf sie einzureden .Tu Dir etwas Gutes und mache Dir nicht zu viele Gedanken oder gar Vorwürfe. Du bist wichtig, sie hat ihren Verstand versoffen.

 

Antwort
von Kathyli88, 41

Überrede sie zu einer entzugsklinik. Seine familie gibt man in der regel nicht auf wenn es irgendwie geht. Von alleine und freiwillig geht sie bestimmt nicht

Kommentar von alescha99 ,

Das ist es ja, sie will sich nicht helfen lassen. Habe schon etliche Gespräche geführt. Es ist ihr mittlerweile egal, hab ich das Gefühl. Sie lügt mich nur an und von ihr kommt nichts, sie hat total abgeschaltet. 

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