Frage von Stupor, 53

Kann mir mal bitte jemand Step-for-Step genau schildern, wie ich auf 3 Partitionen bzw. 3 Linuxversionen auf eine Festplatte bekomme?

Ich bekomme das mit den Partitionen inkl. LVM nicht gebacken. Setze ich Swap als erstes mit 1GB, danach 3 je gleichgroße Parts (mehr geht ja nicht), fragt Linux Mint bzw. Ubuntu Mate nach Roots, womit ich partitionstechnisch überhaupt nichts anfangen kann. Setze ich Swap an 2. Stelle, das gleiche Problem.

Bitte Step for Step-Anleitung.

Wollte zum besseren Arbeiten drauf haben Ubuntu Mate, Linux Mint (cinna) und Debian. Laufe bisher ständig zwischen meinen PC's hin und her, weil auf jedem die entspr. Distri drauf ist, was langsam nervt und für unterwegs völlig unbrauchbar ist.

Und ja, ich benötige genau diese Distris und nicht eine oder irgendwelche anderen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Linuxhase, 17

Hallo

Bitte Step for Step-Anleitung.

Bitte sehr, ist zwar schon alt, aber funktioniert noch immer:

inkl. LVM

Das kann gparted auch. Aber für Dein Vorhaben nicht so geeignet.

Wollte zum besseren Arbeiten drauf haben Ubuntu Mate, Linux Mint (cinna) und Debian.

Bei drei Distributionen brauchst Du (als Anfänger jedenfalls) eine getrennte Wurzelpartition, diese wird mit dem / bezeichnet. Z.B. so:

  • Partition anlegen, Label UROOT
  • und eine mit Label  MROOT
  • und eine mit Label DROOT anlegen
  • Eine erweiterte Partition anlegen!
  • darin eine logische Partition für SWAP anlegen
  • und noch eine für /home anlegen
  • Dann beim installieren der Systeme die jeweils entsprechend gelabelte Partition als / für Ubuntu, Mint und Debian angeben.
  • Ob Du die jeweils anderen beiden auch eingehängt haben willst musst Du selbst entscheiden, da bietet sich dann dein Mountpoint /mroot und /droot für's Ubuntu an.

Eine andere Möglichkeit wäre es der Festplatte eine GPT-Partitionierung zu geben, anstelle einer MBR-Partitionierung. Damit würdest Du auf die erweiterte Partition verzichten und könntest so viele primäre anlegen wie Du benötigst oder willst.

Und ja, ich benötige genau diese Distris und nicht eine oder irgendwelche anderen.

Wäre da eine Virtualisierung nicht einfacher, vor allem weil es ja alle drei nur Debian bzw. darauf basierende sind?

Linuxhase

Kommentar von Stupor ,

Seit 1995 partitioniere ich meine Hardrives, ist mir also nichts Unbekanntes. Aber immer mit Windows (damals 3.1), dazu eine Nicht-OS-Part. (nur Daten), und Suse spielte die eigene Partition drauf, und ok. Meine erste HD war 30mb groß.

Nur wie dieses speziell und ausschließlich für/mit Linux funktioniert, hatte ich noch nicht heraus gefunden, trotz vieler Anleitungen.

Wäre da eine Virtualisierung nicht einfacher, vor allem weil es ja alle drei nur Debian bzw. darauf basierende sind?

Wurde vorausschauend bereits beantwortet.
Wie beschrieben und nicht anders.

Antwort
von medmonk, 33

Du benötigst für alle drei Systeme einen eigenen Bereich. Wenn »nur« die drei Distributionen installiert werden sollen, für alle drei eigene Bereiche einrichten. Einmal root, einen Bereich für Swap und zu guter letzt für deine Daten (/home).

Deine Partitionierung sollte dann wie folgt aussehen:

  1. OS1 » /root /swap /home
  2. OS2 » /root /swap /home
  3. OS3 » /root /swap /home

Ich hoffe das ist soweit verständlich. Du musst für jedes OS einen eigenen Root, Swap und Home Bereich anlegen. Eventuell auch den Bootloader anpassen. Ich habe hier aktuell nur Ubuntu und Kali am laufen. Der Rest ist eigentlich uninteressant, da Windows und Mac.

Lösche alle Partitionen, dann legst du einen Bereich für Mint an. Den restlichen Bereich lässt du unformatiert. Installierst Mint und fertig. Danach gehst du mit dem nächsten OS genauso vor. Wieder einen Teil vom unpartitionierten Bereich verwenden, und das nächste OS installieren. 

Am Ende hast du dann alle drei Distributionen parallel am laufen. Musst nur noch beim booten die gewünschte Distri aussuchen. 

LG medmonk 

Kommentar von Rynak ,

Du musst keine extra Partition für /home erstellen, dann brauchst du nur 6 und du kannst logische/extended Partitionen verwenden, dann kannst du (fast) beliebig viele Partitionen erstellen.

Kommentar von Stupor ,

Vielen Dank, werde das morgen mal austesten, fand heute nicht die Zeit dafür. Kann ich Rückfragen stellen, wenn ich z.B. ggf. etwas missverstand?

Kommentar von medmonk ,

Hast recht, muss zugeben das ich selber noch nie eine derartige Partitionierung benötigt habe. Betreibe zwar ein Multiboot-System, jedoch nicht nicht mit unterschiedlichen Linux Derivaten. 

Antwort
von roffermann, 25

Hier werden fast alle Fragen beantwortet: https://wiki.ubuntuusers.de/Startseite - Goofy -

Kommentar von Stupor ,

Tolle Hilfe. Da war ich auch schon, bevor ich hierher kam. Für Anfänger ist die Erklärung nicht hilfreich.

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