Frage von FosiFee, 67

Kann mir kurz einer bei meiner Politik Hausaufgaben helfen?

Wir müssen als Hausaufgabe in Politik diese Frage beantworten und anhand eines Beispiels erklären:

Warum ist die Gefahr des Datenmissbrauchs im Internet größer als in realen Leben?

Ich glaube ich würde das auch irgendwie hinnbekommen, aber irgendwie hab ich grad keine ahnung😂 Danke schonmal im Vorraus ;D

Antwort
von ponyfliege, 24

kein problem.

ich muss allerdings im vorfeld was kritisieren. der die aufgabe vergeben hat, hat dabei vergessen, dass man das reale leben, wie es genannt wird, mittlerweile nur sehr schwer vom internet trennen kann. es ist faktisch dasselbe.

aber: wenn du daten auf einem realen blatt papier hast, dann kannst du deinem gegenüber verbieten, diese daten zu kopieren oder abzuschreiben. du kannst das direkt kontrollieren, nimmst dein papier und steckst es wieder ein. du hast also die kontrolle, was dein gegenüber mit deinen daten macht.

im internet gibst du für irgendeine angelegenheit die nutzung deiner z.b. zugangsdaten auf einem formular frei. du kannst deinem (in diesem fall nicht direkten) gegenüber ebenfalls verbieten, die daten zu kopieren oder weiter zu nutzen oder abzuschreiben. aber ob das tatsächlich geschieht - darüber hast du bei einem virtuellen blatt papier keine kontrolle.

ich denke mal, wenn du diesen gedanken weiterentwickelst, solltest du deine aufgabe mit eigenen worten gut hinbekommen. wahrscheinlich fällti dir beim schreiben noch ein bisschen mehr dazu ein.

viel erfolg.

Kommentar von FosiFee ,

danke das war echt eine mega hilfreiche antwort☺

Kommentar von ponyfliege ,

naja - stichworte sind manchmal wichtig zum anfangen. so hab ich deine frage aufgefasst.

und - wenn du für eigenleistung hinterher ne gute bewertung bekommst, dann hast du sie ehrlich verdient.

danke für dein lob ;-)

Antwort
von izzyjapra, 18

Weil im Internet alles zurückverfolgt werden kann, alles wird irgendwie und irgendwo gespeichert

Antwort
von TanjaStauch, 10

Wie viele (noch unbekannte) Menschen können dir real pro Tag begegnen?

Wie viele (noch unbekannte) Menschen können deinen Internet-Ergüssen pro Tag begegnen?

Und jetzt nehmen wir mal an, du hast eine "Neigung".

Darunter verstehe ich jetzt mal all das, was der perfekte Sexualpartner / die perfekte Sexualpartnerin wissen sollte, damit es richtig Spaß macht. Deine Eltern aber nicht.

Wo würdest du sie eher öffentlich machen?

a) Im realen Leben?

b) Im Internet (unter einem gefälschten Namen)?

Ich tippe mal auf die Alternative b).

Allerdings können Internet-Daten "gehackt" werden. D.h. ein schlauer Mensch kann heraus bekommen, wo genau dein Internet-Zugang steht.

Und kann durch andere Internet-Daten herausbekommen, wie du heißt und wie du tickst.

Die NSA beschäftigt viele schlaue Menschen. Und hat Deals mit Facebook, Google, Twitter usw....

Falls dein "gefälschtes Ich" "Gay-Pages" googelst, weiß zumindest die NSA, dass du schwul bist. Falls dein "gefälschtes Ich" nach "Latex" googelst, weiß zumindest die NSA, dass du ein "Gummi-Fetischist" bist. Usw.

Solange du einfach uninteressant bist, interessiert das auch die NSA nicht groß. Sie speichern das einfach ab.

Aber falls du eines Tages einflussreich wirst... Ein Mitglied des Bundestages oder gar Chef eines Konzerns...

Wundere dich nicht, wenn du dann eine "freundliche Anfrage" bekommst...

"Ihre Entscheidungen verstoßen gegen unsere Interessen. Apropos... weiß ihre Frau eigentlich, dass Sie im Internet nach Männern suchen?"

Und jo. Was die NSA heute kann, kann morgen auch die albanische (oder isländische oder was auch immer) Mafia.

Auch die können dann mit "freundlichen Anfragen" kommen...

Konkret: Das Internet täuscht Anonymität vor, die für Expertinnen aber mittlerweile verdammt leicht zu durchschauen ist.

Würde ich dazu gehören, könnte ich hier allen Internet-Nutzerinnen verraten, dass "FosiFee" eigentlich Erwin Müller heißt, in Schmerlebach am Bachufer 17 wohnt, die Handy-Nummer 017012345678 hat und ständig im Internet nach "Keuschheitsgürteln" sucht.

Okay: Ich gehöre nicht zur NSA und habe deshalb bloß geraten. Dein zuständiger Betreuer / deine zuständige Betreuerin dort weiß sicher mehr.

Solange du politisch und wirtschaftlich uninteressant bist, werden die auch einfach ihren Mund halten.

Aber falls du eines Tages Bundeskanzlerin oder so wirst, werden sie wissen, wie sie die gesammelten Infos effektiv in ihrem Interesse einsetzen können.

Der pädophile Internet-Profi, der zufällig in deinem Dorf wohnt, wartet vielleicht nicht so lange.

Liebe Grüße,

Tanja

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