Kann mir jmd konjunktiv 1 und 2 erklären?

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5 Antworten

Aber sicher:

Konjunktiv 1: um das Erzählte wiederzugeben (meist rekonstruieren, in eigenen Worten wiedergeben). Du drückst dich neutral aus, wirst vor allem NICHT wertend. Du plapperst jemanden quasi nach, allerdings sehr nüchtern und NICHT sinnverändernd. Wähle eigene Worte, falls ihr was zusammenfassen müsst.

Konjunktiv 2: Wenn der Indikativ und der Konjunktiv 1 quasi übereinstimmen, kommt er ins Spiel (ich hoffe, über die Bildung bist du dir im Klaren). Auch hier gibst du das wieder, was jemand anderes erzählt hat. Allerdings kannst du den Konjunktiv 2 auch verwenden, um ZWEIFEL auszudrücken, also um eine Distanz zum Gesagten herzustellen. Ansonsten rekonstruierst du eine Aussage wie mit dem Konjunktiv 1, jedoch erst mit dem Konjunktiv 2, wenn die Indikativ- und Konjunktiv 1-Form quasi übereinstimmen würden.

Ich hoffe, du konntest das verstehen :S Viel Erfolg!!!

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Konjunktiv eins benutzt du, wenn du etwas sagst, was im Präsens passiert. (Also in der Gegenwart). Konjunktiv zwei benutzt du wenn was im Präterium passiert.

 Und Konjunktiv generell benutzt du, wenn du eine Behauptung aufschreibst, also zum Beispiel in direkte Rede 

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Kommentar von Deponentiavogel
05.10.2016, 20:53

Sehr falsch. Kluge Köpfe haben die zwei Konjunktivformen von Präsens und Präteritum auf 1 und 2 umbenannt, weil sie eben nichts mehr mit Präsens und Präteritum zu tun haben.

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Kommentar von SnickersFreak
08.10.2016, 14:55

Ähm also wir haben das gerade in der Schule und so haben wir es erklärt bekommen! ( ich hab ne 1 in Deutsch also ich glaube ich hab das schon richtig...!)

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Bevor hier Verwirrung entsteht: es gibt 3 so genannte Modi (Aussageformen):

  1. Indikativ (Wirklichkeitsform)
  2. Konjunktiv (Möglichkeitsform)
  3. Imperativ (Befehlsform)

Dabei ist der Konjunktiv tatsächlich für die Möglichkeit zuständig:

Konjunktiv Präsens: ich gehe, du gehest, er gehe, ...
Konjunktiv Präteritum: ich ginge, du gingest, er ginge, ...

In die deutsche Grammatik hat sich nun eine Art Überform eingeschlichen, die Konjunktive 1 und 2.

Dabei fasst man als K1 die Konjunktive für Präsens und Perfekt zusammen. Bei indirekter Rede sind sie pflichtgemäß zu verwenden, wenn sie verschieden vom Indikativ sind.

Z.B. Er sagte, er gehe. -  Er sagte, er sei gegangen. (Das ist Perfekt.)

K2 geht dann so: Ich sagte, ich ginge. - Ich sagte, ich sei gegangen.
Hier ist erst der K2 verwendet worden, weil der Indikativ ich gehe heißt, der Konjunktiv aber auch. Im zweiten Satz konnte der K1 genommen werden, weil der Indikativ ich bin heißt.

Die Indikativ- und Konjunktivformen sind in einigen Personen gleich:
ich gehe - ich gehe im Gegensatz zu er geht - er gehe

Daher muss man in der 1. Person Singular auf den K2 ausweichen.

Mit dem Irrealis will ich dich erst mal nicht behelligen. Das alles ist auch so schon verwirrend genug.

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Kommentar von Deponentiavogel
06.10.2016, 14:03

Aus dir spricht der Lateiner. Der Konjunktiv hat nichts mit Möglichkeit zu tun. Nenn mir nur ein Beispiel, wo er das tut.

Der Konjunktiv im Deutschen ist sprachhistorisch nicht mit dem lateinischen Konjunktiv verwandt. Als man begonnen hat, auch für die deutsche Sprache Grammatik zu betreiben, hat man die zwei Grammatikzeichen K1 und K2 mit dem lateinischen Konjunktiv gleichgesetzt und ihnen alles Mögliche angedichtet; zum Beispiel Möglichkeit. 

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Die Sache könnte einfacher nicht sein:

1.) Zitierkonjunktiv (Konjunktiv 1)

Konjunktiv 1 zeigt eine inhaltliche Abhängigkeit an. Das heißt auf deutsch, etwas wird zitiert:

»Ich bin ein Vollidiot.« – Angela Merkel

--› Angela Merkel bemerkte, sie sei ein Vollidiot. 

»Mein Mann hat mich einst geliebt.« – Angela Merkel

--› Außerdem sagte Merkel, ihr Mann habe sie einst geliebt.

Die Verben (bin, hat) werden in den Konjunktiv gesetzt, und es müssen natürlich die Pronomen angepasst werden (mein Mann --› ihr Mann).

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2.) Unmöglichkeitskonjunktiv (Konjunktiv 2)

Konjunktiv 2 zeigt Irrealität, heißt Unmöglichkeit an. Es wird etwas gesagt, das gar nicht so ist.

– Es sah aus, als wäre die ganze Welt gegen ihn. (Es ist nicht die ganze Welt gegen ihn.)

Wärst du früher gekommen, hätten wir mit dir feiern können. (Du bist aber nicht früher gekommen.)

– Ich stünde an deiner Seite. (Wäre ich an seiner Stelle. Bin ich aber nicht.)

Außerdem wird der Konjunktiv 2 für höfliche Äußerungen verwendet, weil man da gerne Irrealität vorgaukelt. Er ist insgesamt in der gesprochenen Sprache sehr weit verbreitet:

– Ich bräuchte den Kaffee bitte. 

– Ich könnte dir helfen. 

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Kommentar von schneelover
05.10.2016, 20:57

Ist konjunktiv 2 die vergangenheit? Also präteritum?

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Kommentar von schneelover
05.10.2016, 21:19

Achso,danke ..versteh ich jz :)

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Wenn ich mich recht erinnere, ist das Konjunktiv 1:
"Ich könnte zur Arbeit gehen."

Und Konjunktiv2:
"Ich könnte zur Arbeit gegangen sein."

also 1 ist die Möglichkeit einer Handlung und 2 die Möglichkeit eine Handlung begangen zu haben.

Hoffe das war richtig und hilft dir.

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Kommentar von Deponentiavogel
05.10.2016, 20:42

Leider komplett falsch. 

1. Die Formen sind falsch.

2. Der Konjunktiv ist keine Möglichkeitsform.

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Kommentar von MichaL81
05.10.2016, 20:43

Sorry. Dann hab ich da wohl was komplett durcheinander geschmissen. Sorry für die Verwirrung

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