Frage von Juskah, 130

Kann mir jmd bei diesem Problem helfen?

Hallo an alle Leser,

Erst einmal vorweg. Ich bin seit etwas weniger als einem Jahr in Therapie. Ich habe Panikattacken, Depressionen, Suizidgedanken, SvV, ein sehr großes Problem mit meinem Selbstwertgefühl, große Probleme zu Hause [häuslicher Gewalt; hauptsächlich psychisch, ab und zu physisch]. (ich bin noch minderjährig und habe nicht die Möglichkeit in ein Heim zu ziehen). Außerdem habe ich ein großes Problem mich Menschen anzuvertraen. So wissen meine Eltern nichts von meinen Panikattacke und meine Therapeutin nichts von der physischen häuslichen Gewalt. Dem entsprechend hilft die Therapie kaum etwas. das wichtigste und das einzige in meinem Leben, sind meine Freunde. Ich tue alles für sie, sofern es mir möglich ist

Meine Vater leidet an einer Posttraumatischen Belastungsstörung und an Depressionen. Meine Schwester und meine Mutter sind vermutlicher Weise auch psychisch krank, aber nichts diagnostiziertes. Meine Freunde wissen teilweise von meine Problemen, aber wirklich keiner weiß alles. Der Freund, der am meisten weiß, weiß vllt 65-70%.

Nun bin ich etwas aufgeschmissen. Meine Therapie, die ich für meine Freunde begann und machte, endet in ein paar Sitzungen und ich will sie nicht weiter machen. Das ist nicht meins und ich kann einfach nicht Ehrlich sein, wesswegen das keinen Sinn hat. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll, weil ich schon wieder verdammt nah am (sinnbildlichen) 'Abgrund' stehe und es einfach nicht hinbekomme mir richtig helfen zu lassen.

Hat jemdand vllt einen Ratschlag für mich? Vllt, wie ich mich zu mindestens einem Freund öffnen kann oder was ich tun könnte... Ich habe definitiv keine Angst vor dem Tod unf hänge auch echt nicht an meinem Leben, aber ich will versuchen so lange wie möglich hier zu bleiben; für meine Freunde. Ich hoffe jmd weiß einen Rat.

Antwort
von Ille1811, 12

Hallo Juskah!

Buddhishi hat dir viele wertvolle Gedankenanstöße gegeben. Mir fällt 'Emotion anonymous' ein, an die du dich wenden kannst. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft, zu der du anonym Kontakt aufnehmen kannst, die das Zwölf-Schritte-Programm hat, mit dessen Hilfe du zum Beispiel den Unterschied zwischen Egoismus (absolut lebensnotwendig!) und Egozentrik (absolut krank!) lernen kannst. Das, was dein Vater mit dir macht, gehört zum Verhalten eines Egozentrikers. Damit lenkt er sich selbst von seinen Problemen ab und verSUCHT, andere dafür verantwortlich zu machen.

Ich hatte auch eine Mutter, die mir die Schuld daran geben wollte, dass es ihr so schlecht geht! Mit Hilfe des Zwölf Schritte Programms konnte ich die kranken Strukturen, in denen ich damals gefangen war, erkennen und lernen, egoistisch zu sein! Heute geht es mir gut  - und das schadet keinem anderen Menschen, hilft anderen aber manchmal, zu lernen, wie sie trotz kranker Strukturen so leben können, dass sie mit Freude leben können.

Antwort
von Buddhishi, 51

Hallo Juskah,

schön, dass Du Dich hier geöffnet hast und um Rat bittest, um 'bei uns' zu bleiben. So wie Du schreibst, klingst Du schon reif und sehr intelligent.

Darf ich fragen, warum Du Deiner Therapeutin nicht alles erzählt hast? Liegt es an dem Problem, Dich Menschen anzuvertrauen oder ist sie vielleicht die 'falsche' Therapeutin?

Es wäre nett, wenn Du mir antworten würdest, damit ich versuchen kann, Dir bestmöglich zu raten.

LG

Kommentar von Juskah ,

Vermutlich ein Mischung aus beidem. Sie ist die ertse Therapeutin, bei der ich bin, mit Ausnahme einer Sitzung bei einem anderen Therapeuten. Ich glaube, es liegt viel daran, dass nicht will, dass meine Familie Stress bekommt [Iich weiß nicht, ob du das verstehst..]. Aber auch zu einem sehr großen Teil, dass ich mich nicht gut Menschen anvertrauen ann. Das mit den Depressionen und Suizidgedanken geht jetzt schon 3 oder 4 Jahre. Ich habe ein Jahr gebraucht, um es meinen Freunden zu sagen. Meine Eltern habe ich das nur gesagt, weil ich musste, um die Therapie zu beginnen.

Ich bin, was das angeht, eine hervorragende Schuspielerin. So habe ich meiner Therapeutin beispielsweise erfolgreich vorbemacht, es ginge mir schon deutlich besser, als zu Beginn der Therapie. Das sagte sie auch von sich aus. Mir geht es gerade vermutlich fast so schlecht wie noch nie... Wenn ich will, kann ich Leuten fast alles vormachen, was nicht umbedingt gut ist...

Kommentar von Buddhishi ,

Danke für Deine Antwort. Doch, das kann ich alles gut verstehen, auch Deinen Kommentar an TittsMcGee.

Dass es nicht gut ist, den Leuten etwas vorzumachen, hast Du ja schon selbst erkannt. Richtig, denn es bringt Dich ja nicht weiter.

Was ich auch erkenne, dass Du sehr einfühlsam und rücksichtsvoll mit anderen Menschen umgehst. Das spricht sehr für Dich, aber ehrlich gesagt, wäre es auch gut für Dich, mit Dir selbst ebenso achtsam umzugehen.

Wir könnten jetzt eine Menge Ursachenforschung betreiben, aber, wenn es Dir recht ist, würde ich lieber lösungsorientiert weitermachen, okay?

Wäre ein Therapeutenwechsel vor Ablauf der Therapie-Einheiten vielleicht eine sinnvolle Idee? Die Vorteile: eine neue Chance, ein neuer Anfang mit der Option auf mehr Ehrlichkeit und eine Beantragung infolge des Therapeutenwechsels auf weitere Sitzungen.

Kommentar von Juskah ,

Ja, dass ich mehr auf mich selbst achten soll sagen mir immer mehr Leute, die auch nur ien bischen Ahnung von dem haben, was in meinem Leben los ist.. Doch für mich ist mit großem Abstand das sclimmste, das es gibt oder dass man über mich sagen könnte, ich sei egoistisch. Ich glaube ich bin unteranderem deswegen so geworden..

Ja, sehr gerne, danke sehr. 

Hmm.. finde ich eher schwierig. Ich glaube nicht, dass das sehr viel Sinn hätte, weil ich es wirklich nicht so mit vertrauen habe. Schon gar nicht, wenn ich die betreffende Person ein oder 2 Mal in der Woche sehe und dass, weil ich muss. Außerdem bleiben die Problme immernoch die gleichen. Auch der müsste das mit der häuslichen Gewalt irendwie bekämpfen, oder irre ich da?

im letzten Sommer war es bei mir so um die 40°C und da habe ich 2 Tage lang nichts getrunken, um Multiples Organversagen zu bekommen, was [leider] nicht funktioniert hat. DAs hab ich als SvV-Ersatz gemacht. Un dass konnte ich meiner Therapeutin nicht sagen, auch nicht, dass ich den Wasserentzug noch ein oder zwie Mal gemacht habe, weil das eine Berohnung für mein Leibliches Wohl wäre und sie das meinen Eltern hätte sagen müssen. Und da istmein Problem...

Kommentar von Buddhishi ,

Also eine Sorge kann ich Dir definitiv nehmen: Kein Mensch käme auf die Idee, einen Menschen wie Dich als egoistisch zu bezeichnen.

Du scheinst zwischen zwei Stühlen zu sitzen: Einerseits fehlendes Vertrauen und andererseits ein hohes Maß an Rücksichtnahme. Und das geht so weit, dass es Dein Leben in Gefahr bringt. Du weißt selber, dass es so weit nicht gehen darf, oder? Falls ich irgendwo falsch liege, korrigiere mich bitte.

Kommentar von Juskah ,

Naja, es würde es mich wirklcih gar nicht stören von dieser Welt zu scheiden. Wie gesagt, ich ging nur meiner Freunde wegen noch nicht. Ich will erst sicher sein, dass sie nach meinem Ableben nicht ebenfalls diesen Weg wählen und gerell in guten Händen sind.

Prinzipell weiß ich, dass es nicht so weit kommen darf.. Aber die Momente, in denen es so kommen könnte.. Sie sind so schwerwiegend, dass ich mich dann auch an keine Versprechen oder logisches Denken orientiere...

Kommentar von Buddhishi ,

Das könnte in solch schwerwiegenden Momenten keiner mehr ;-)

Du hattest in den Text zu Deiner Frage nach einem Tipp gebeten, Dich mindestens einem Freund öffnen zu können. Hast Du da jemanden im Sinn?

Kommentar von Juskah ,

Da hast du bestimmt recht. ^.^

Ja. Das ist der Freund, der so 65-70%von mirweiß. Er hat aber auch selber Probleme [wie so ungefähr jeder meiner Freunde], weswegen ich mir jedes Mal unglaublich schlecht vorkomme, wenn ich ihm etwas sage, weil ich damit nochmehr belaste. Er denkt immer viel darüber nach und hat sich schon das ein oder andere erschlossen. Er sagt, ich kann, ja soll sogar, ihm alles erzählen... Aber das kommt mir einfach so sehr falsch vor.. Ich will einfach ekinen Belasten, verstehst du?

Kommentar von Buddhishi ,

Und wie ich das verstehen ;-( Hast Du auch so eine von diesen super 'lieben' Müttern? Ihre Prägung war: "Liebe Deinen Nächsten, also mich, Deine Mutter!"

Inzwischen habe ich es geschafft, für mich daraus ein wieder korrektes "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst." zu entwickeln. Und dieses 'WIE dich selbst' heißt doch eigentlich nichts anderes, das wir das Recht, ja sogar die Pflicht haben, erstmal 'Uns selbst zu lieben', damit wir danach andere umso besser lieben können. Stimmst Du mir da zu?

Kommentar von Juskah ,

Das ist eher mein Vater. Er sagt sachen wie: "Wenn ich mich um bringe oder an einem Herzinfakt sterbe, bist du Schuld, weil du mir immer so viel kummer bereitet hast!" kurz nachdem er dir ausgeführt hat, wie er sich umbringen würde.

Wen man ein Leben führen möchte, dass man für sich lebt, dann ja, ich stimme dir zu. Nur müsste ich vermutlich genua das schaffen. Dass ich ein Leben für mich führe und nich für meine Freunde. Nun ist das aber der Punkt, beidem für mich Egoismus beginnt... Das ist sehr falsch, oder?

Kommentar von Buddhishi ,

Das weißt Du doch selbst ;-) Vor allem sehr ungesund für Dich, aber eben auch absolut nachvollziehbar und verständlich vor diesem Hintergrund. (Meine Mutter sagte immer: 'Dieses Kind bringt mich ins Grab!' - sie lebt immer noch!)

Für wen lebt man denn im Grunde? - Für sich und andere. Du aber bisher nur für andere. Und das ist der Job: Dein Leben für Dich zu entwickeln (vor diesem Sch....hintergrund) und zu leben und denen, die Dir guttun, auch Gutes zu tun. Das ist jedenfalls meine Philosopie :-)

Und das sehe ich überhaupt nicht als egoistisch an. Eher im Gegenteil, denn dadurch, dass ich mein Leben gut für mich lebe u. mich achte, also auch auf meine Gesundheit etc., kann ich doch letztendlich umso besser für andere da sein. Das nenne ich 'gesunden Egoismus' Oder?

Kommentar von Buddhishi ,

Nur zur Info: Meine Internetverbindung ist nicht immer ganz stabil, wenn ich mal nicht antworte, weißt Du Bescheid, dann melde ich mich wieder sobald es geht.

Kommentar von Juskah ,

[mein Vater auch noch]

Da hast du natürlich Recht. Es wäre viel besser für mich und wahrscheinlach auch für mein Umfeld, wenn ich mich um mich selbst kümmere und das finde ich auch richtig wichtig! Bei anderen.. Ich weiß, was gut und sinnvoll wäre. Aber ich schaffe es enfach nich das auch noch anzuwenden/zu projezieren. Ein paar meiner Freunde reden auch immer von dem 'gesunden Egoismus'. Ich versuche es, wirklich, aber...

Bwt: Das mit dem Internet geht klar. Ich hoffe, dass das keine zu private Frage ist, aber musst du morgen arbeiten oder zur Schule/Ausbildung oder so? Ich will dir wirklich nicht den Schalf rauben...

Antwort
von TittsMcGee, 45

Du darfst auf keinen Fall aufgeben! Niemals! Wie kitschig das auch klingen mag, wer nicht kämpft hat schon verloren!

Ich glaube die einzige Möglichkeit wäre, jemandem ALLES zu sagen. Einem deiner Freunde oder deinem Therapeuten. Wenn einmal klar ist, wie schlimm die Lage ist, werden bestimmt Maßnahmen eingeleit (seitens des Jugendamts).

Ich hoffe das Beste für dich :/

Kommentar von Juskah ,

Das mit dem Jugendamt ist nicht so in meinem Sinne.

Wir sind, freundlich ausgedrückt, nicht sehr vermögend und beziehen Harz4 und so weiter. Wenn ich jetzt ausziehen würde, müsste meine gannze Familie raus, weil sie dann nicht mehr den zuschuss für mich zur Miete bekommen würden und sie damit zu teuer wäre. Desweiteren müsste ich dann die Schule wechseln, weil ich nicht in dem LKreis wohne, in dem ich zur Schule gehe, und das würde mich vermutlich noch mehr runerziehen, weil ich dadurch den kontakt zu meinen Freunde nicht mehr so gut hegen könnte.

Außerdem will ich das meiner Familie nicht antun. Das klingt bestimt komsch, aber ich will nciht, dass sie Stress bekommen. Das ist auch einer der Gründe, warum mein Therapeut nichts davon weiß..

Kommentar von TittsMcGee ,

Oh :/
Das ist eine miese Situation. Ich weiß auch nicht so recht. Gib dein Bestes, für dich und deine Freunde. Viel Glück

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