Frage von TheoMorell, 45

Kann mir jemanden Lk. Kap.9 erklären bitte?

das mit dem Kranken.

Antwort
von RudolfFischer, 9

Die Geschichte mit dem fallsüchtigen Knaben?

Gut, ich versuch's mal kurz.

Es gibt auch heute Menschen, die man "Heiler" nennt, weil sie besondere Talente haben: Sie können die Ursache einer Krankheit besser erkennen und dem Kranken helfen, sich mit den Kräften seines eigenen Körpers zu heilen.

Dabei ist Voraussetzung, dass der Kranke an die Kraft des Heilers glaubt und mit diesem Glauben seinen Körper mobilisiert. Das alles gibt es heute noch hier und da genau wie in der Bibel. Ich habe selbst mit einem Geheilten gesprochen, den ein Heiler geheilt hatte, der aber beim nächsten Kranken "versagte", weil dieser sich (im Unterbewusstsein) nicht helfen lassen wollte. Der Heiler sagte diesem auf den Kopf zu, dass er (der Kranke) sich für eine Untat in der Jugend durch die Krankheit selbst bestrafen wolle. Der Kranke gab es zu. Da war ihm nicht zu helfen.

Jesus hat immer gesagt: "DEIN Glaube hat dir geholfen" und nicht "MEIN Glaube hat dir geholfen." Das stimmt mit modernen Erkenntnissen neuzeitlicher Heilerschulen überein. Auch die Medizinische Psychologie kann bestätigen, dass der feste Glaube und Wille eines Kranken, geheilt zu werden, ein messbar positives Ergebnis hat (statistisch).

Jesus hatte Autorität, ihm glaubte man den Heiler. So gelang es Jesus, den epileptischen Knaben (dessen Glauben von dem seines Vaters gestützt wurde) dazu zu bringen, die kranken Areale seines Gehirns umzuprogrammieren, um von der Krankheit geheilt zu sein.

Die Jünger jedoch glaubten zwar an Jesus, aber (noch) nicht an sich selbst und hatten deshalb die Heilfähigkeit zunächst nicht. Wo Jesus keine Autorität hatte, nämlich in seiner Vaterstadt, konnte er ebenfalls nicht heilen.

Jesus kam es darauf an, darauf hinzuweisen, dass seine Fähigkeiten von Gott kamen, also Gott bezeugten. Aber das ist ein anderes Thema.


Kommentar von eleteroj ,

meisterhafte Exegese - auch der Hinweis auf die dritte Bedeutungsebene von Glauben, als der Bereitschaft sich zu öffnen für das Heile, Heilsame, Gute, Göttliche.

Kommentar von TheoMorell ,

Und noch eine Frage, warum war Jesus so sauer auf die Jünger ? Oder war er sauer auf die Leute ? Wen musste er noch ertragen ? 

Und wenn er sauer auf die Jünger war, wieso ? War es irgendeine Situation wo er SO sauer auf sie sein sollte ? (immerhin waren sie noch beim Lernen )

Kommentar von RudolfFischer ,

Jesus war durchglüht von Gott. Für ihn war alles so klar und eindeutig, dass er es oft nicht fassen konnte, dass die Leute und gar die Jünger nicht denselben Glauben hatten wie er.

Im vorliegenden Kapitel macht er also sowohl den Leuten als auch den Jüngern Vorwürfe.

Wenn man den Beschreibungen der Bibelautoren glaubt, so war Jesus kein weicher Schlaffi, der alles und jedes verstand und tolerierte, wie es heute gesellschaftlich verlangt wird. Er bezog leidenschaftlich Position, forderte die Entscheidung, dem Glauben eher zu folgen als auf Verwandtschaftsverhältnisse und jüdische Gesetze Rücksicht zu nehmen. Er war überhaupt nicht "politisch korrekt" und scheute auch vor Gewalt gegen Sachen nicht zurück (Tempelaustreibung, Verwünschung eines Feigenbaums).

Das kann uns heute gefallen oder nicht. Schon damals nahmen viele Menschen, auch Jünger an ihm Anstoß und verließen ihn.

Antwort
von Oubyi, 24

Was verstehst Du da nicht.
Jesus gibt seinen Jüngern die Macht Krankheiten zu heilen und Dämonen auszutreiben und schickt sie los um zu heilen und zu missionieren. Sie dürfen nichts mitnehmen sondern zählen auf die Gastfreundschaft. Wo diese nicht gewährt wird, bleiben sie nicht.

Antwort
von Netie, 13

Der Sohn war von einem besonders bösartigen Dämon besessen. Er, der Vater brachte ihn zu den Jüngern. Doch sie konnten ihn nicht heilen wegen ihres Unglaubens. Der Herr konnte ihn heilen.

Antwort
von KaiBerg, 19

Aaaaaaaaaaaaaaaaaalles Klar... Und das jetzt nochmal in Klartext?

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