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Kann mir jemand zum homöopathischen Mittel Sulfur etwas sagen?

gefragt von luana am 11.04.2007 um 15:23 Uhr

Meiner Tochter wurde Sulfur als Konstitutionsmittel gegeben. Kann mir jemand dazu etwas sagen?


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Reply


Weiser
beantwortet von Weiser am 11. April 2007 17:22
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Zitat einer Internetseite:'Gerade bei Einsatz von Sulfur kommt es zuweilen zu einer sogenannten Erstverschlimmerung. Homöopathen schließen daraus, dass das Medikament richtig ist.' (Zitatende) Ich schließe daraus, dass alles ungewiss ist. Gewiss ist aber, dass wir Menschen keine Schwefelbakterien sind, die einen speziellen Stoffwechsel besitzen. Wir können mit Schwefel auf der Haut Heilerfolge erzielen, weil wir dort Krankheitserreger abtöten. Homöopathisch verdünnt, ist praktisch kein Schwefel mehr in den Pillen enthalten und man kann sich das Geld für die nutzlose Arznei sparen. Bei Gelegenheit werde ich mal vorrechnen, dass nur mit etwas Glück noch ein einziges Schwefelatom in der Arznei stecken kann.

Kommentar von 663f171c0af131706d70588d476f7054smallfengshui am 11. April 2007 18:12

bitte tu mir uns uns allen einen gefallen und bleibe sachlich. in der zwischenzeit nimm doch bitte 7 tage lang pro tag 3 globuli belladonna d6. dann berichte mal von deinen berechnungen. ich freu mich schon drauf.

Kommentar von C8fa8e7e3918dd09ebe0b6520e8e0550small Weiser am 11. April 2007 20:44

Das ist Sache! Was nicht?


Weiser
beantwortet von Weiser am 11. April 2007 22:46
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Wenn in der Ursubstanz 1 Mol Kalk CaCO3 in einem Liter enthalten sind, so sind es 40g +12g +3x16g = 100Gramm. Dies berechnet nach der Summe der Atommassen, ausgedrückt in Gramm. Nach der ersten Verdünnung, (ein zehntel der Substanz zu 900 Milliliter Verdünnung, oft Milchzucker, gegeben), sind noch 10 Gramm Kalk im Liter. Bei D3 noch 1 Gramm und bei D6 ein Milligramm. Mein Mineralwasser aus der Eifel, nicht gerade aus einem Kalkgebiet, hat 250 Milligramm pro Liter, das heißt, jeder Schluck führt mir mehr Kalk zu als ein Liter Kalk D6. (Mehrere tausend Pillen). Bei D6 ist in der Homöopathie 'noch lang noch nicht' Schluss. D12 enthält noch ein milliardstel Gramm, D15 ein Billionstel Gramm. Wie kann ich D30, eine häufig erzielte Verdünnung beschreiben? Nochmal ein billiardstel der schon unvorstellbar verdünnten Mischung D15. Aufgabe für Unerschrockene: Die C-Potenzierung arbeitet mit 1 zu 999 Verdünnung. C200(!)wird verkauft.

Kommentar von C8fa8e7e3918dd09ebe0b6520e8e0550small Weiser am 12. April 2007 11:33

Auch wenn es mir nachteilig ausgelegt wird: Ich habe beim Fernsehgenuss Bayern München gestern abend diesen Artikel verfasst und nicht Korrektur gelesen: Ein billionstel Gramm, aber: das ist ein Billionstel, so schreibt man es richtig.


thonik
beantwortet von thonik am 11. April 2007 15:34
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Psychische Merkmale: Reizbarkeit; Ungeduld; Angst; Ruhelosigkeit; Traurigkeit; Depression; Mißtrauen Schwerfälligkeit; Vergeßlichkeit; Konzentrationschwierigkeiten. --- Symptome: Brennen ; Rötung aller Körperöffnungen; Blutandrang zum Kopf, zum Herzen; Hitzewallungen; kalte Füße; trockene, schuppende, ungesunde Haut; feuchte, verkrustete Ekzeme; Jucken; Körpergeruch --- vernachlässigt sein Äußeres; ruhelos, ehrgeizig, chaotisch --- hört sich nach heftiger Pubertät an, oder? Als Konstitutionsmittel macht Sulfur den Weg frei, wenn es unklare, verschwommene Probleme gibt.


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 11. April 2007 16:24
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Beim Konstitutionsmittel geht man nach der Persönlichkeit bzw. eben dem Konstitutionstyp. Sulfur-Typen sind sehr energiegeladen und extrovertiert, aber auch egozentrisch. Sie leben häufig in ihrer eigenen Welt und nehmen die Umgebung nicht klar wahr, sondern folgen lieber ihren eigenen Gedanken und Vorstellungen. Sie sind neugierig und fragen sehr viel, wollen Dingen auf den Grund gehen. Sie sind eher warmblütig, kälteunempfindlich; essen gern Süßes; sind unordentlich usw. Sulfurtyp hat leicht Hauptprobleme und Unverträglichkeiten. Und und und... Da gibt es noch viel mehr, woran man einen Sulfurtyp erkennt. Wenn dieser Mensch, dieser Sulfurtyp nun Beschwerden hat, die von innen kommen und möglicherweise nicht klar zuzuordnen sind(im Gegensatz zu Beschwerden nach einem Unfall o.ä. von aussen), kann man sein Konstitutionsmittel (in dem Fall Sulfur) geben.


shagdalbran
beantwortet von shagdalbran am 11. April 2007 23:27
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Es gibt bis heute keinen Nachweis einer Wirkung der Homöopathie, die nicht auf den Placebo-Effekt zurück zu führen ist. Durch so genannte Doppelblindversuche kann dieser Effekt ausgeschlossen werden und dann bleibt keine statistisch signifikante Wirkung übrig. Da kann seitens der Anhänger gesagt werden was will - es gibt keine nachweisbare Wirkung.

www.gwup.de

Ist ja auch klar: in einem Mol eines Stoffes (Mol ist die Einheit für die Stoffmenge) sind 6,023 X 10 hoch 23 Moleküle oder Atome - Atome wenn es sich um einen atomaren Stoff handelt (z.B. Edelgase). Wenn ein Stoff rein vorliegt (was in der Homöopathie nicht immer gegeben ist), dann kann man ihn 23 Mal in Zehnerpotenzen verdünnen und hätte in einem Liter Lösung statistisch noch 6 Moleküle. Bei der nächsten Verdünnungsstufe sind die dann nicht mehr sicher vorhanden. Da die Homöopathen aber durchaus noch weiter verdünnen, gibt es kein wirkendes Agens mehr in der Lösung - kein einziges Molekül. Zumindest kann so niemand vergiftet werden - es wird nämlich teilweise mit recht toxischen Substanzen hantiert.

Hinzu kommt, dass teilweise völlig undefinierte Stoffgemische verwendet werden. Nehmen wir mal Belladonna. Ich war nicht in der Lage herauszufinden, was damit genau gemeint ist. Also gehe ich von einem "Extrakt" aus der Pflanze oder der Beere aus, der eine nicht definierte Zusammensetzung hat. Wenn wir hier annehmen, dass ein Großteil dieses Extraktes aus Zellulose besteht. wird die Konzentration wirksamer Stoffe im Rohextrakt noch geringer. Damit ist bereits bei geringeren Verdünnungen schon nix mehr da. Gehen wir von reinem Atropin aus (Molekulargewicht 298) dann hätte eine einmolare Lösung 298 gramm in einem Liter Wasser/Alkohol gelöst vorliegen. Ich zweifle, dass mit solchen Konzentrationen gearbeitet wird. Übrigens, in Wasser ist Atropin fast völlig unlöslich, daher ist von wesentlich geringeren Konzentrationen auszugehen.

Leider ist der wissenschaftliche Umgang mit Behauptungen zeitraubender und erfordert mehr Nachdenken und Suchen als der simple Glaube an knackige aber unbewiesene Aussagen.

Aber wahrscheinlich haben die meisten Homöopathie-Anhänger es gar nicht bis hierher geschafft sondern schon mal den Daumen runter gedrückt...

Nix für ungut

Shag d'Albran




Kommentar von C207f83a93f2d439f0033fdc7bbdbdb7smallJaguar am 15. April 2007 22:48

warum beantwortest du eigetnlich dinge, von denen du keine ahnung hast?


krubi
beantwortet von krubi am 13. April 2007 12:27
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Gib mal bei Google "Sulfur" ein, da wird man ja erschlagen von Hinweisen. Vielleicht hilfreich der hier:

http://www.vitanet.de/homoeopathie/mittel/sulfur/




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