PartyGurke am 10.02.2009 um 11:10 Uhr
Natürlich ist das Kölner Privileg den Handelsschiffern ein Dorn im Auge, zumal die Kölner es gewaltsam durchsetzen: So genannte Schapenniere, schnelle Polizeiboote, kapern ungehorsame Segler mitten auf dem Strom, beschlagnahmen die gesamte Ware und zerschneiden den Händlern die Kleider. Die werden dann als "Lappeklons" verhöhnt Im Jahre 1285 will sich das der stolze Mainzer Kaufmann Gunter von Esem nicht länger bieten lassen. Er belädt seinen schnellen Segler "Semper Felicitas" nicht nur mit edlen Waren, sondern nimmt auch zwölf bewaffnete Ritter an Bord. Vor Köln kommt es am 7. Februar mitten auf dem Rhein zu einem denkwürdigen Dialog. "Ich vil he lau fahrn", ruft von Esen in gutem Mittelhochdeutsch, was soviel heißt wie: "Ich will hier ohne weiteres durchfahren." Aber die Kölner antworten in ihrem Dialekt: "Al aaflade, ihr sollt al aaflade" - also: alles abladen. Das geht so einige Male hin und her, bevor es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommt. Am Ende gelingt es von Esen tatsächlich, die Blockade zu durchbrechen, aber er ist verletzt. Fünfzig Kilometer etwa segelt er noch den Rhein hinab, dann muss er am Ufer festmachen und sich behandeln lassen. Das geschieht bei einem kleinen Dorf an der Mündung der Düssel. Zum Dank für ihre Pflege schenkt von Esen den Bürgern seine gesamte Ladung. Sie wird zum Grundstock für den Aufbau einer neuen Stadt: Düsseldorf. Zum Gedenken aber an die denkwürdige Auseinandersetzung rufen die Jecken in Mainz noch heute von Esens "He-lau", und die Kölner kontern mit "Al-aaf". Die dankbaren Bürger von Düsseldorf übernehmen, obwohl weiter von Mainz als von Köln entfernt, den Ruf ihres Gönners, so dass Köln von Helau-Rufern eingekesselt ist bis auf den heutigen Tag. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
geklaut beim WDR

Es hat den Ursprung in der Winteraustreibung der wurde mit Masken und Geschrei verjagt.
Carne Vale, Fleisch lebe wohl: die Zeit vor der Fastenzeit- in der schnell noch alles Verderbliche gefuttert und verbraucht wurde, sowie getrunken, weil das in der Fastenzeit verboten war. Dazu gemischt heidnische Bräuche mit Winteraustreibung, etc.