Kann mir jemand Spektralklassen von Sternen erklären?

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5 Antworten

Spektralklassen werden nach dem dämlichen Merksatz "Ohne Bier Arbeitet Fast Gar Kein Mensch" in O B A F G K M  unterteilt, nicht nach Farben.

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Kommentar von Emmalarley
13.06.2016, 18:06

Und wonach ist dieses OBAFGKM aufgeteilt? 

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Hallo,

seit Mitte des 19. Jh. ist es möglich, das Licht, das uns von fernen Sternen erreicht, in seine einzelnen Wellenlängen zu zerlegen (Spektroskopie).

Besonders interessant waren dabei die sogenannten Fraunhofer-Linien, Absorptionslinien, die durch bestimmte Elemente in der Sternatmosphäre hervorgerufen werden. Man erkannte, daß es unterschiedliche Arten von Sternspektren gibt. Zu Beginn unterschied man 5 Klassen von Sternen. Als die Methoden der Spektroskopie feiner wurden und die Geräte besser, erweiterte man sie um weitere zwei Klassen und teilte die Sterne in die Klassen O, B, A, F, G, K und M (Merksatz: Oh, be a fine girl, kiss me).

Später kamen für einige sehr selten vorkommende Sterne noch die Klassen R, N und S (Erweiterung des Merksatzes: Right now. Smack) dazu.

Die nächste Verfeinerung bestand darin, jede dieser Klassen mit einer nachgestellten Ziffer von 0 bis 9 in zehn Unterklassen einzuteilen.

Diese Klassifikation wird Harvard-System genannt. Später erkannte man, daß dieses System nicht dazu reicht, zwischen Zwergstern oder Riesen und Überriesen zu unterscheiden, so daß die Morgan-Keenan-Klassifikation entwickelt wurde, die das Harvard-System um die Klassen 0 (Super-Überriesen) bis VI (Unterzwerge) ergänzt.

In O-Sternen finden sich Linien von ionisiertem und neutralem Helium sowie schwache Wasserstofflinien.

B: Linien von neutralem Helium mit stärker werdenden Wasserstofflinien.

A: Sehr starke Wasserstofflinien bei A0, bis A9 abschwächend, stärker werdende Linien von ionisiertem Calcium

F: Wasserstofflinien nehmen ab, Calciumlinien werden stärker, Linien anderer Elemente tauchen auf.

G: Sehr starke Linien von ionisiertem Calcium, Wasserstoff schwach, Vorhandensein von Linien von Metallen, vor allem Eisen.

K: Metallinien stark vertreten, dazu Molekül-Banden von CH und CN

O: Linien von Titanoxid und andere Metallinien

R und N: Bänder von molekularem Kohlenstoff.

S: Bänder des Zirkoniumoxids

Alle diese Klassen werden - wie gesagt - noch durch Ziffern von 0 bis 9 in Zehntelklassen unterteilt.

Zusätzlich kommen Sternklassifikationen dazu:

0: Hyperriesen wie UY Scuti, ein Veränderlicher im Sternbild Schild, dessen Durchmesser dem 1500 bis 1900 fachen des Durchmessers unserer Sonne entspricht.

Ia: Leuchtkräftige Überriesen

Ib: Überriesen mit geringerer Leuchtkraft

II: Helle Riesen

III: Normale Riesen

IV: Unterriesen

V: Zwerge (unsere Sonne gehört in diese Kategorie, Spektralklasse G2)

VI: Unterzwerge.

Die für uns sichtbaren Farben rühren von der Temperatur der Sterne her.

Tatsächlich sind die heißesten Sterne der O und B Klassen zugehörig (Blauweiß), während M Sterne tiefrot erscheinen, weil sie wesentlich kühler sind.

Herzliche Grüße,

Willy

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die farben dieser sternentypen sind nur das resultat ihres typs. der hängt im wesentlichen mit ihrer größe und damit ihrem energiehaushalt (temperatur) zusammen, angefangen von weißen zwergen bis hin zu roten überriesen.

das thema ist aber so komplex und lässt sich nicht mit ein paar sätzen erläutern. frag soch mal wikipedia oder tante google.

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Das hat was mit der klassifikation von sternen zu tun (hauptreihensterne, Rote riesen usw.). Das Spektrum von einem sternlicht sagt viel ueber seine chemische zusammensetzung aus (aus welchen elementen er besteht).

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Kommentar von Emmalarley
13.06.2016, 19:12

Also, ob er aus Helium oder so besteht? 

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