Kann mir jemand Qualität und Quantität von Mondrians Bildern sagen?

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1 Antwort

Du weißt, daß Piet Mondrian ein abstakter Maler war? In seiner Frühzeit malte er gegenständlich und war stark von Van Gogh beeinflußt (naja, er hat den Stil komplett kopiert). Einige Bilder davon sind sogar richtig gut.

Dann versuchte er es mit Kubismus, aber da gab es viele, die deutlich besser waren.

So um und nach 1915 muß er wohl in einem Anfall von Zynismus daraufgekommen sein, die Kunsthändler und die Kritiker mal richtig zu ver(die beiden großen Teile hinten)en. Also malte er einfach Rechtecke und füllte die Flächen mit Farben. Und damit hatte er Erfolg.
Jetzt hatte er seine eigene, unverwechselbare Sprache gefunden. Diese Farb- und Formensprache war so klar und genial, daß sie von Architekten und sogar Modeschöpfern, Teppichdesignern, Tapetenfirmen etc. aufgegriffen wurde.

Obwohl seine Werke rein konstruiert und beliebig aussehen, sind die Bilder klar unterscheidbar zu Bildern, die tatsächlich zufällig erzeugt wurden (http://piet-mondrian.en.softonic.com/). Selbst von Laien.

Mondrian schafft es, mit Flächenverhältnissen und der Anordnung von Linien und Farben Harmonien, Spannungen und Blickfänge zu schaffen, die Interesse wecken ohne irgendeinen Gegenstand zu zeigen.

Jackson Pollock geht es darum, Chaos zu erzeugen. Er will gar nichts darstellen. Er will einen Dschungel erzeugen, indem der Betrachter auf Entdeckungsreise gehen soll. Dazu gehört auch, den Betrachter zu überfordern.

Ich schätze Pollock geringer ein, weil hier oft kein Unterschied mehr zwischen "Kunst" und Zufall zu sehen ist. Ohne einen Künstler kann es aber keine Kunst geben. Ein Apfelmännchen ist keine Kunst.

Was der Begriff "Quantität" (also Menge, Menge von was?) in dem Zusammenhang bedeuten soll, weiß ich nicht.

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