Frage von TUAKA, 74

Kann mir jemand in Philosophie helfen mit dem atheistischen Existentialismus?

Bin am verzweifeln habe einen Text bekommen und verstehe nichts darin :(

Antwort
von Ottavio, 18

Ohne Text kann Dir niemand den Inhalt des Textes erklären. Ist es vielleicht Sartres Aufsatz Ist der Existentialismus ein Humanismus ? Der ist eigentlich leicht zu verstehen. Du solltest ihn Dir besorgen und ihn ganz durchlesen, das kostet Dich nicht mehr als eine Stunde. Ein paar Stichworte:

Es ist sehr bedauerlich, dass Gott nicht existiert. Wenn Gott nicht existiert, gibt es keine Essenz (kein Wesen, keinen "Sinn des Lebens") des Menschen, die seiner Existenz vorausgeht. Der Mensch muss sich selbst entwerfen, sich selbst wählen. Er ist, was er tut. Dabei ist er für seine Wahl voll und ganz selbst verantwortlich, denn es gibt nichts und niemanden, worauf er sich dabei berufen kann. Vor dieser Verantwortung hat er Angst.

Kommentar von TUAKA ,

Verstehe nur seine Argumentation nicht ganz warum er behauptet dass die Essenz der Existenz voraus ist.

Kommentar von Ottavio ,

Nun, er behauptet das eben nicht, sondern das Gegenteil. Aber die katholische Theologie behauptet das. Nach Thomas von Aquin ist der Sinn des Lebens Gott suchen, Gott finden, Gott dienen. Das wäre dann also die Essenz des Menschen. Seit dem ersten Vaticanum ist die thomistische Lehre in der katholischen Kirche verbindlich.

Sartre war noch voll mit der Frage beschäftigt, welche philosophischen Folgen es hat, wenn Gott nicht existiert. In der deutschen Philosophie ist es eher üblich, die Frage nach der Existenz oder Nichtexistenz  Gottes aus der Betrachtung möglichst ganz auszuklammern oder wie Wittgenstein zu sagen: "Freilich gibt es das Mystische; aber wir können nicht darüber reden. Es zeigt sich." (tractatus)   

Kommentar von berkersheim ,

Konkret: Sartre ist Atheist. Für ihn ist nicht erst Gott da, der mit seinem Wort die Welt erschafft und ihr Sinn gibt. Für Sartre ist die Welt aus sich selbst heraus da, einfach existent und in dieser Existenz der Welt hat sich evolutionär die Vielfalt der Welt herausgebildet. Als letztes der Mensch. Da der Mensch ein welterkennendes und sich und der Welt sinngebendes Wesen ist, ist die Existenz der Welt und seine eigene Existenz Voraussetzung dazu, dass der Mensch sich selbst und seiner Lebenswelt Sinn zuweist.

Das steht, wie Ottavio darstellt, in schroffem Kontrast zur Vorstellung religiöser Menschen, bei denen erst ein sinnschaffendes höheres Wesen eine sinnvolle Welt ins Leben gerufen hat. Da geht der Sinn, die Essenz der Existenz voraus. Bei Sartre umgekehrt.

Antwort
von Ravensgate, 31

Was verstehst du denn nicht?

Antwort
von DerBuddha, 25

es wäre gut, mal deinen text mit reinzusetzen, denn es gibt etliche "vorstellungen" vom atheistischen existentialismus.......:)

eigentlich jedoch ganz einfach, denn man geht vom satz aus:

gott ist eine bedrohung für die menschliche freiheit..............oder, atheismus ist die voraussetzung für freiheit und humanismus........warum?.......noch einfacher, denn der mensch wäre im geiste wirklich frei und muss sein leben keiner märchenfigur unterordnen und ist auch somit kein glaubenssklave...........:)

Kommentar von TUAKA ,

Kann ich den vielleicht privat senden? Es geht um Sartre

Kommentar von DerBuddha ,

ja kannste machen, bin noch paar minuten on

Antwort
von gromio, 5

DAs dürfte Dir helfen, ganz gut zusammengefasst:

http://www.wissen57.de/rupert-m-scheule-existenzialismus.html

cheerio

Antwort
von mideal, 2

Die einzig ehrliche und richtige Antwort ist: Pass in der Schule auf, und mach Deine Hausaufgaben selbst.

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