Frage von annalisauto, 93

kann mir jemand helfen, schule, religion, bitte?

Ich verstehe diesen text über "Gottesbeweise" in Reli nicht...hab alles mögliche versucht, aber ich verstehe nicht was mit "Verstand" gemeint ist und auch andere sachen... ich wollte fragen, ob es mir jemand BITTE(!!) erklären kann... danke und lg xx

Antwort
von FreakNimrod, 14

Ich werde mal den Versuch unternehmen, ein paar Textabschnitte etwas verständlicher zu machen

  • Z.1--8: Gottesbeweise gehören in das Gebiet der Theologie (Lehre von Gott) und Philosophie ("Liebe zur Weisheit"). Ein Gottesbeweis versucht "Gott zu beweisen", indem von einer gewissen Vorannahme (Prämisse) ausgehend Schlussfolgerungen gezogen werden. Also eine Art Argumentationsreihe, die dahin führt, dass Gott existiert. Diese Argumente haben den Anspruch, vernünftig zu sein bzw. logisch nachvollziehbar.
  • Z.9-16: Durch Gottesbeweise versuchen Menschen, die ohnehin bereits an die Existenz Gottes glauben, diesen Glauben plausibler zu machen, das heißt, Gründe zu finden, warum der Glaube berechtigt ist. Ziel ist dabei, auf die Frage: "Warum glaubst du an Gott?" eine Antwort zu finden.
  • Z.16-19: Möglicherweise treffen diese Zeilen den Kern deiner Frage. Hier wird gemeint: Es gibt einen Konflikt zwischen Glauben und Vernunft. Ich verdeutliche das gerne an einem Beispiel: Du leihst einem guten Freund 100€. Dein Glaube sagt dir: "Du bekommst das Geld garantiert zurück, weil dieser Freund vertrauenswürdig ist.". Die Vernunft sagt dir: "Es gibt da schon das Risiko, dass du das Geld nie wieder siehst." Ziel von Gottesbeweisen ist nun, Glaube und Vernunft zusammenzuführen.

Was genau ist dir noch unklar?

Antwort
von CountDracula, 16

Hallo,

Gottesbeweise gehören zu den Bereichen Philosophie und Religionswissenschaft. Dabei ist ein Gottesbeweis ein Gedankengang, dessen Grundlage in bestimmten Annahmen  liegt. Dieser Gedankengang liefert auf logische (schlussfolgernde) Art und Weise rechtmäßige und vernünftige Gründe für die Existenz Gottes.

Da diejenigen, die Gottesbeweise bringen, bereits gläubig sind, ist so eine Argumentation standpunktbezogen. Der Glaubende versichert sich dabei selbst der Grundlage seines Glaubens.

Außerdem besteht die Annahme, dass Menschen nachvollziehbare und erklärbare Gründe für den Glauben an Gott entwickeln können.

Mit Gottesbeweisen soll ein Einklang zwischen Glaube und Vernunft geschaffen werden.

Das Unternehmen "Gottesbeweis" ist tief im Menschen verankert: Er ist darüber verwundert, dass die Welt existiert, und hat erfahren, dass in der Welt Ordnung herrscht und nicht Chaos. Für jemanden, der an Gott glaubt, würde es die Welt ohne Gott nicht geben. Gott hat für ihn auch die Welt sinnvoll geordnet.

Das ist die für Gottesbeweise grundlegende Annahme: Die Welt besitzt eine Struktur, die wir Menschen verstehen können. Diese Struktur kann dazu führen, dass wir an Gott glauben.

Darauf basierend erklärt die katholische Kirche in Übereinstimmung mit Altem Testament und Neuem Testament, dass Menschen den unsichtbaren Gott begreifen können. Im Koran gibt es Textstellen, die Ähnliches aussagen.

Trotz allem basieren Gottesbeweise auf abstrakterem (nicht so gegenständlichem oder in dem Fall wohl wissenschaftlichem) Denken.

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