Kann mir jemand gute Argumente für und gegen der vegetarischen Ernährung geben?

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5 Antworten

Also die Pro Argumente wären folgende Punkte zu nennen:

  • Die vegetarische Lebensweise ist von vielen Menschen ein Protest gegen die nicht artgerechte Haltung von Tieren und Massentierhaltung
  • Auch hat der Vegetarier keine Tiere auf dem Gewissen
  • Durch Massentierhaltung werden viele Mengen Soja und Getreide an die Tiere verfüttert, als direkte Nahrungsmittel für die Menschen wären sie sinnvoller, da dadurch mehr Menschen ernährt werden könnten
  • Fleisch erhöht das Herzinfarkts- und Krebsrisiko
  • Pflanzliche Proteine sind leichter verdaulich
  • Fleisch ist oft mit Antibiotika und anderen Medikamentrückständen belastet

Es gibt aber auch Pro Argumente für den Fleischkonsum

  • Im Fleisch sind wichtige Nährstoffe enthalten, die Vegetarier anderweitig konsumieren müssen. Deshalb muss man häufig am Anfang sehr auf die Ernährung achten, da sonst Mängel auftreten können.
  • Allgemein hat Fleisch eine hohe Nährstoffdichte und ist so bei vielen Menschen bestandteil der gesunden Ernährung
  • Menschen sind Allesesser, wir können sowohl Pflanzen, als auch Fleisch essen
  • Dieser Punkt ist etwas subjektiv, aber ich finde, als Vegetarier entgehen einem viele sehr leckere Speisen und Gerichte.

Ich persönlich bin übrigens einer von den Fleischfressern, aber ich lebe nach dem Grundsatz: Besser etwas weniger, dafür aber gute Qualität und aus artgerechter Haltung.

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Kommentar von Omnivore08
14.12.2015, 22:09

Auch hat der Vegetarier keine Tiere auf dem Gewissen

Ach nicht? Dann fahr mal hinter einem Traktor mit Pflug, Egge, Grubber oder Walze hinterher und zähle die toten Tiere.

Und dann verrate mir mal was Insektizide und Schneckenlinsen sonst für einen Sinn haben außer Tiere töten? Geschmacksgründe vielleicht?

Durch Massentierhaltung werden viele Mengen Soja und Getreide an die Tiere verfüttert

Dieser Unsinn kursiert durchs ganze Internet und stimmt nicht einmal.

1. WOOOO ist bei BMELV "Massentierhaltung" definiert?

2. KEIN Tier der Welt frisst Soja! Soja ist giftig! Das Soja wird hauptsächlich für die Herstellung von Bioethanol genutzt. Fast der ganze amerikanische Kontinent macht das, vorallem Brasilien und die USA. Lediglich der Rest - das Sojaextraktionsschrot - wird verfüttert, weil da nämlich viel Eiweiß drin ist.

3. Brotgetreide ist NICHT gleich Futtergetreide

4. wäre das eh egal, weil Deutschland Getreidenettoexpoteur ist mit einem Selbstversorgungsgrad von 115% [BMELV]

http://berichte.bmelv-statistik.de/SJT-4021100-0000.pdf

http://berichte.bmelv-statistik.de/SJT-4010200-0000.pdf

als direkte Nahrungsmittel für die Menschen wären sie sinnvoller,

warum wäre das sinnvoller? Wenn ich ein Steak will, dann muss ich ein Rind mästen. Dazu reicht es aus, dass es Gras und Heu frisst, GEGEBENENFALLS vielleicht Futtergetreide als Zusatz. Mit Sojaschrot kann ich kein Steak herstellen, es sei denn ich verfüttere es an Tiere. Den NUR DAS ist sinvoll!

Und was bitte willst du mit minderwertigem getreide anfangen? Ich will sehen wie du aus vertrockneten getreide und Wintergetreide ein Brot bäckst!

da dadurch mehr Menschen ernährt werden könnten

Das ist völliger Unfug, da der größte Großteil des Tierfutters gar nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Oder wie oft isst du Gras, Stroh, Heu, Melasse, Futtergetreide, Rapsschrot, Sojaschrot, Schlempe? Steht das auf deinem täglichen Speiseplan?

Pflanzliche Proteine sind leichter verdaulich

Das ist nachweislich FALSCH! Fleisch hat eine viel höhere biologische Wertigkeit und kann vom Körper viel viel besser verwertet werden als pflanzliches Eiweiß! Wo hast du diese Falschbehauptung aufgeschnappt? Aus der Ernährungswissenschaft ganz sicher nicht!

Fleisch ist oft mit Antibiotika und anderen Medikamentrückständen belastet

Auch das ist völliger Unfug, wo bis heute noch keiner die massiven Rückstandsproben vom BMEL wiederlegen konnte. Die machen die Kontrollen jedes unter folgenden Bedingungen:

http://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/01_Aufgaben/02_AmtlicheLebensmittelueberwachung/05_NRKP/lm_nrkp_node.html

Und hier die Ergebnisse. Praktisch bei Null!

http://berichte.bmelv-statistik.de/SJT-4500500-2013.pdf

Schon mal was von Schlachtsperre gehört?

Bei den ca. 1.600 Tonnen AB und den ca. 15mrd kg Lebendgewicht der Tiere beläuft sich die AB-Abgabe durchschnittlich auf ca. 100mg je kg Lebendgewicht PRO JAHR. Also praktisch nicht viel, falls du selbst schon mal einmal AB verschrieben bekommen hast. Denn dann wüsstest du, dass die menschliche Behandlung viel höher ist.

Würde der Fragesteller deine Thesen morgen in den Aufsatz schreiben würde er eine 6 bekommen, weil er schlecht recherchiert hat und nur der Veganerlobby nachredet. Das ist nicht der Sinn und Zweck eines Aufsatzes.

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Pro halt die normalen, Tiere haben gleiche Rechte, Energie vom Schlachten sparen, etc.

Kontra halt Arbeitslosigkeit, wichtige Inhaltsstoffe

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Ich finde aber im Internet keine guten Argumente.

Ja das stimmt. Im Internet steht viel Mist und Unwahres.

Pro:

Mir fallen keine ein.

Kontra:

größter Kontrapunkt ist, das man vegetarische Ernährung nun mal nicht herstellen kann. Wer Milch trinkt muss auch das Fleisch essen, sonst hätten wir bald zu viele Tiere, die nicht mehr ernährt werden können. Pro Liter Milch fallen ca. 100g Fleich an (je nach Rasse und Milchleistung)

Gersundheitlich bringt es auch keine Vorteile. Vorallem B12 und D wirken sich schwächer aus, wodurch man eventuell supplementieren muss. Vorallem bei D im Winter. Mit Fisch kann man dem entgegenwirken

Außerdem wäre vegetarisch Verschwendung von Landfläche und Futtermittel. Gras/Heu kann nur als Tierfutter verwendet werden. Maissilage kann man auch bei qualitativ minderen Mais herstellen. Maissilage hat einen  5fach höheren Ertrag als Körnermais, weil man die ganze Pflanze häckselt und siliert. Nebenprodukte wie Stroh würden nicht mehr Verwendung finden. Bei Ölpflanzen  (vorlallem Sojaöl, Rapsöl) und Zuckerrüben für die Bioethanolherstellung fallen Nebenprodukte an: Sojaschrot, Rapsschrot und Melasse. Das ist ein prima Tierfutter, welches ansonsten entsorgt werden müsste. Winterfrüchte und Folgefrüchte könnten nicht mehr verfüttert werden. Schlechte Ernten (durch zuviel Regen oder zuviel Trockenheit) oder qualitativ schlechtere Böden geben es nicht immer her, dass Brotgetreide entsteht. Da fällt dann auch das als Tierfutter weg. Vegetarisch wäre ökologisch und landwirtschaftlich betrachtet eine ziemliche Verschwendung. Tierfutter steht ja nicht in nahrungskonkurrenz mit der pflanzlicher Nahrung für den Menschen.

Vegan wäre schon gar nicht machbar, aber das wäre ein anderes Thema

Freut mich, wenn ich dir helfen konnte

Gruß
Omni

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Kommentar von Gondor94
14.12.2015, 22:47

Dir ist schon klar, dass es sowohl Milch, als auch Fleischkühe gibt? die Kühe, die Milch geben werden nicht für die Schlachtung gezüchtet, sondern darauf getrimmt, möglichst viel Milch zu geben.

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Pro: es gibt kein vernünftigen Grund dazu außer Seelenwanderung. DENN selbst wenn einem Fleisch NICHT schmecken würde ist das KEIN Grund auf Lab und Gelatine zu verzichten sondern man isst dann einfach kein Fleisch und benötigt keine schublade mit der aufschrift Vegetarier/Veganer.

Contra: da gibt es zuviel um alles zu erwähnen ich zeig dir mal ein kleinen Teil auf:

Das Problem des Veganismus ist, dass er sich letztlich nur auf Basis einer anthromorphisierenden (Vermenschlichung) Ethik rechtfertigen kann. Im Gegensatz zur Mischkost, die auch ökologische Gründe für sich reklamieren kann. Der Aufwand, den Veganer betreiben müssen, um tierische Produkte nicht nur beim Essen zu ersetzen, übersteigt den ökologischen Nutzen. Bleibt also nur eine Verzichts-Ethik: Durch mein Opfer rette ich die Welt. Das ist ein sehr religiöses Motiv. Der Verzicht muss gesteigert werden, um dem bisherigen Verzicht einen Sinn zu geben. immer weiter...denn auch für andere Produkte leiden und sterben Tiere so z.b. auch für Ackerbau.

hier habe ich schonmal geantwortet was passt:

es macht kein sinn weder für Umwelt, Tiere noch für den Mensch. Es ist ein Hype mehr nicht.

das Bild was Vegetarier/veganer meist propagieren ist lediglich ein Ausschnitt denn es ist viel kopmlexer als die Frage ob mit oder ohne Fleisch hier habe ich schon mal geantwortet was passt:

https://www.gutefrage.net/frage/hilft-vegetarische-ernaehrung-wirklich-dem-tierschutz?foundIn=answer-listing#answer-151117281

WAS aber sinn macht ist Regional zu kaufen und industriell verarbeitete Produkte meiden hat aber mit Vegetarisch/Vegan NIX zu tun man ist Veganer wenn man auf tierisches verzichtet was beim tierischen Dünger z.b. sogar sehr schlecht für die Umwelt ist:

http://www.ardmediathek.de/tv/odysso-Wissen-im-SWR/Wie-viel-kostet-ein-Brot/SWR-Fernsehen/Video?documentId=30729832&bcastId=246888.

Wer sich streng vegetarisch ernährt, beansprucht besonders wenig hochwertiges Ackerland für die Produktion seiner Lebensmittel. Wer aber geringe Mengen an Fleisch und Milchprodukten in seinen Speiseplan einbaut, geht noch effizienter mit der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche um. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt eine Studie der amerikanischen Cornell-Universität.

Für jede tierische Kalorie im Fleisch müssen bis zu 14 pflanzliche Kalorien verfüttert werden. Trotzdem gehen Mischköstler bei moderatem Verzehr von tierischen Lebensmitteln noch effizienter mit dem Ackerland um als Vegetarier. Der Grund dafür liegt in der Qualität der benötigten Fläche. Getreide, Kartoffeln und Gemüse können nur auf besonders hochwertigen Böden angebaut werden, deren Fläche begrenzt ist.
Wiederkäuer, wie Rinder, Kühe und Schafe, lassen sich dagegen auch auf Weiden halten, die nicht als Ackerland nutzbar sind. So benötigen Mischköstler zwar absolut gesehen mehr Fläche, aber ihr Bedarf an hochwertigem Ackerland ist geringer als bei Vegetariern.

umweltjournal.de/AfA_naturkost/13315.php

Für den Anbau von Ölpalmen wird massiv der Regenwald gerodet - auf Kosten von Klima, Artenvielfalt und indigener Bevölkerung. Auch ein neues Nachhaltigkeitssiegel der Industrie wird den Raubbau an der Natur vermutlich nicht stoppen können. Die wahre Herkunft wird dabei gerne verschleiert, auf der Verpackung steht "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett".

wäre aber Vegan....

http://www.sueddeutsche.de/wissen/palmoel-regenwald-rodungen-fuer-den-supermarkt-1.1457107

vegetarismus ist unnötig und Veganismus, sei er moralisch, ökologisch oder gesundheitlich motiviert, ist eine Sackgasse.

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Kommentar von AppleTea
15.12.2015, 23:29

Es ist eben am Ende eine Frage der Moral ob man gewisse Dinge unterstützen möchte oder nicht. Das gilt für beide Seiten..

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Gehe doch mal in ein Forum von Vegetariern und schaue, was die sagen. Dort bekommst Du bestimmt genauere Antworten als jetzt hier ?!

http://www.helpster.de/vegetarische-ernaehrung-pro-und-contra-abwaegen_117172

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Kommentar von Omnivore08
14.12.2015, 22:10

Gehe doch mal in ein Forum von Vegetariern und schaue, was die sagen.

meistens nur Unfug

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Kommentar von AppleTea
14.12.2015, 22:36

Aber nur DEINER Meinung nach..

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Kommentar von AppleTea
15.12.2015, 23:31

Und es gibt eben auch genug Leute, die das anders sehen. Völlig zu recht

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