Frage von labuscadora, 28

Kann mir jemand etwas über die Vereinigung von Geist und Körper erzählen und/oder gute (Online-) Literatur zu diesem Thema empfehlen?

Damit meine ich nicht nur die Philosophie der Nazis, es geht mir im Grunde eher um den "spirituellen" Aspekt ...

Antwort
von Dxmklvw, 19

Ich sehe es ungefähr so wie die Vereinigung von Programmcode und RAM-Speicher oder von Befehlscode und Prozessor.

Kommentar von labuscadora ,

Also als notwendig? Und das eines quasi vom anderen abhängt?

Was denkst du über die Perfektion der Zusammenarbeit beider Komponenten? 

Kommentar von Dxmklvw ,

Das ist ungefähr so perfekt wie die Zusammenarbeit zwischen Kraftfahrer und seinem Fahrzeug, aber nur ungefähr, weil im Falle eines Unfalls auch der Fahrer draufgehen kann.

Den Vergleich mit dem RAM oder Prozessor finde ich besser, weil dann, wenn der Rechner verschrottet werden muß, die Programme und ihr Code trotzden noch existieren und erforderlichenfalls auch auf einem anderen Rechner laufen können.

Richtig gut ist dieser Vergleich aber auch nicht, allerdings ein guter Einstieg in weitere kurzschlußgefährdete Denkrichtungen.

Wir haben ja auch ein Kopfkino, in dem wir alle die Bilder entstehen lassen, die wir brauchen, um uns unsere Gedanken vorstellbar zu machen. Sobald sich unsere Gedanken zu einer Sache ändern, ändert sich auch das Vorstellungsbild, ähnlich dem, als wenn wir ein Diagramm auf Papier zeichnen und es sofort ändern, sobald und dabei eine neue Idee kommt.

Solche Vorstellungsbilder im Kopfkino sind aber nicht der Geist selbst, sondern nur seine notwendigen Hilfsmittel. Der Geist selbst ist der Ideenschöpfer und die Fähigkeit, sich etwas bewußt werden zu lassen und es sich vorstellen zu können.

Solche Überlegungen können u. U. auch das eingenommene Weltbild ändern. Wenn ich sage, dieser Geist ist das, was ich als "ich" bezeichne, und der Körper ist nur ein Hilfsmittel, dann habe ich kein Problem mehr damit, mir zusätzlich zu sagen, daß dann mein Geist ja auch in irgend einem Körper sein kann, solange dieser für die Aufgaben geeignet ist, und ich bin trotzdem noch ich.

Kommentar von labuscadora ,

Auch, wenn das jetzt vielleicht banal klingen mag: in was für einen Körper würdest du dich bzw. deinen Geist setzen wollen? Oder umgekehrt, welcher Geist, glaubst du, würde am besten zu deinem Körper passen?

Im Grunde brauchst du darauf nicht antworten, sollte dir das zu persönlich sein, ich wollte die Fragen nur gestellt haben. Quasi als Anreiz, um darüber nachzudenken, wie der perfekt Mensch wohl aufgebaut wäre. 

Reicht es, nur eine Komponente weiter zu entwickeln, zum Beispiel den Geist, und dabei die andere, also in diesem Fall dann den Körper, mehr oder weniger zu vernachlässigen oder ist es notwendig beide zu trainieren, damit sie wirklich harmonieren können? 

Kommentar von Dxmklvw ,

Ich sehe mich außerstande, das beurteilen zu können.

Ich brauche einen Körper, der es mir ermöglicht, optimal das zu verwirklichen, was meinem Wesen entspricht (was durchaus nicht zwangsläufig meine gelegentlichen Begehrlichkeiten sein müssen).

Mein Wesen ist aber nicht nur das, was mir bewußt durch den Kopf geht oder was ich durch ein paar Hintertürchen orten kann, sondern zum erheblichen Teil sind es unbewußte Abläufe. Dazu besteht auch noch die Bedingung, daß sich der Körper möglichst lange selbst erhalten soll und/oder durch auch unbewußte Funktionen des Geistes mit erhalten wird.

Ob ich es nun will oder nicht, ich bin darauf angewiesen, daß das optimal ist zu sein hat, was ich gegenwärtig als Körper habe, Ein anderer Körper würde andere Bedingungen setzen, die ich in meinem jetzigen Zustand noch nicht einmal ganz schwammig erfassen kann.

Kommentar von labuscadora ,

Aber heiß das nicht, dass es unsinnig wäre nur einen Teil weiter zu bilden, da der andere dann "nicht mitkommt" oder sich - im vermeintlich besseren Fall - anpasst und sich dadurch auch wieder entwickeln würde, was darauf hindeuten würde, dass es gar nicht möglich ist das eine unabhängig vom anderen zu trainieren?

Oder sollte man gar nicht erst versuchen sich auf eine höhere Ebene - egal ob nun Körper oder Geist betreffend - zu begeben? 

Kommentar von Dxmklvw ,

Der Aspekt des Drangs zum stetigen Verbessern könnte da das Übrige tun, vielleicht vergleichbar mit den Einzelschritten der Entwicklung vom Taschenrechner bis zum Hochleistungscomputer, wo am Ende die Quasi-Weiterentwicklung aus eigner Kraft steht und das wirkliche Endprodukt das Netzwerk ist.

Kommentar von labuscadora ,

Okay, das gibt mir erst einmal genug zu denken, vielen Dank ^^ 

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