Frage von leyla00045, 25

Kann mir jemand erzählen was in dem Buch passiert "Ameisensiedlung" von Mirijam Günter, ich muss schnellstens eine Inhaltsangabe schreiben?

Ameisensiedlung Inahltsangabe

Antwort
von Sami37, 18

Conny ist fünfzehn. Mit ihren Freunden Andi, Michi und Bennie lebt sie in der Ameisensiedlung. Ihre Mutter ist Alkoholikerin. Sie schafft es nicht, sich um Conny und ihrer zwei kleinen Brüder zu kümmern. Ihre Freunde sind seltsame Vögel, so meint sie selbst, und doch hängt sie viel lieber mit ihnen herum, als in die Schule zu gehen. Wenn dicke Luft zu Hause ist, übernachtet sie bei Andi, obwohl die beiden kein Paar sind.

Die Jugendlichen wissen, dass ihre Lage hoffnungslos ist. Sie wissen, das niemals etwas aus ihnen werden kann. Andi versucht es trotzdem noch einmal, nach einem Gespräch mit einem älteren Jugendlichen. Er beginnt eine Ausbildung zum Maler. Doch schon nach kurzer Zeit schmeißt er alles hin. Es geht immer weiter mit ihm bergab.

Als Connys Mutter nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt, um eine Entziehungskur zu machen, ahnt Conny, welche Verantwortung sie ihren Brüdern gegenüber nun hat. Sie beschließt, es noch einmal mit der Schule zu versuchen. Unterstützung findet sie bei einem Lehrer, der Conny und ihre Geschwister aufnimmt, solange die Mutter nicht da ist. Er bietet ihr die Chance, ihr Leben zu ändern. Die Vorraussetzung dafür ist der Schulbesuch. Connys Freunde können den Lehrer nicht verstehen. Längst haben sie verlernt, das Gute im Menschen zu sehen oder auch nur jemandem zu vertrauen. So schmieden sie einen verhängnisvollen Plan, der gegen den Lehrer gerichtet ist.

Die dramatische Geschichte erzählt von vier Jugendlichen, die ihr Leben ein Stück weit aufgegeben haben, die verzweifelt und fertig sind. Ihr Wohnumfeld ist ein sozialer Brennpunkt. Hier leben die Ärmsten der Stadt. Man mag glauben, dass Conny sich nichts mehr wünscht, als hier wegzukommen. Das tut sie auch. Sie ist aber nicht in der Lage, Hilfe anzunehmen. Stattdessen fühlt sie sich unter Druck gesetzt. Sie hat Angst vor der Kraftanstrengung, die es kosten wird, ihr Leben zu ändern.

Der Roman macht sehr nachdenklich. Mirijam Günter hat viele Botschaften an Jugendliche untergebracht. Dabei schreibt sie in einer klaren, einfachen Sprache, bleibt beim Wesentlichen und spart sich das ganze Drumherum. Ihre Kulisse spricht für sich. Der Leser bleibt desillusioniert zurück. Dafür wirkt der Roman sehr ehrlich und aufrichtig. Die Autorin schmückt ihn nicht aus. Dafür sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Das verfehlt seine Wirkung nicht.

siehe http://www.leselupe.de/blog/2006/12/13/Die-Ameisensiedlung/

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