Frage von xccxrox, 4.182

Kann mir jemand einfach mal zuhören bitte?

Guten Abend.Ich weiss, dass diese Frage sehr ungewöhnlich ist, bitte aber um ernste und ehrliche Antworten.In meinem(M,16) Leben geht momentan viel schief.Vor 6 Wochen ist meine Mutter an Krebs verstorben,ich kann es immernoch nicht begreifen.Vor 3 Jahren ist sie erkrankt, hat sich tapfer durch 7 Chemos und 18 weitere Behandlungen gekämpft, um am Ende trotz "Heilung" wieder zu erkranken und zu sterben.

Wir hatten eine besondere Beziehung zueinander, schon immer, seit der Trennung meines Vaters vor 11 Jahren.Ich habe sie über 2 Jahre lang leiden sehen mit einem Ziel: New York.Es war immer ihr großes Ziel,ihr Traum!!!! Sie war der beste Mensch,ein Engel,eine Heldin.Meine Heldin.Wir sind uns so ähnlich,haben viel Zeit miteinander verbracht,viel mehr als mit meinen Freunden.

Sie hat mich bei allem unterstützt und trotz nicht dem meisten Geld mir alles gegeben,was in ihrer Macht stand.Ich habe vor mir liegen unsere ganzen,ca 15 Kinokarten,die sie immer gesammelt hat,damit die Erinnerung nie erlischt.Es war so schön,wie sie mir immer beim PC spielen zugeguckt hat,mit mir Shoppen war,oder mich getröstet hat.Es ging alles so schnell.Ich saß stundenlang abends an ihrem Bett,habe ihr beim Schlafen zugeguckt.

Mein Ziel war und ist es immer,meine Mama stolz zu machen.Hätte ich diesen Gedanken nicht im Kopf und wäre ich nicht so stark,hätte ich mir schon das Leben genommen.Ich weiss,dass sie auf mich herabschaut und ich denke oft an die Zeit zurück.Wie ich von der Schule kam und sie am voller Freude am Kochen war,wie sie mich jeden morgen zur Bushaltestelle gefahren hat,wie stolz sie war,wenn ich mit meinen Zeugnissen nach Hause kam.

Ich tue alles nur für sie.Ich wollte schon immer die Welt verändern,doch weiss nicht wie.Ich bewundere sie für alle ihre Taten und Eigenschaften,für ihre Großzügigkeit und ihren Mut.Sie hatte eine harte Kindheit und nach der Trennung mit meinem Papa nie eine weitere Liebe gefunden.Es tut alles so weh.Wenigstens konnte sie noch die Tattoos sehen,die ich mir 2 Tage vor ihrem Tod stechen lassen habe.Ihr Geburtsdatum und ein Unendlichkeitssymbol and Handgelenk und Arm.

Ich werde diesen Moment nie vergessen,wie sie im Krankenbett lag,es sah,aber vor Kraftmangel nichts sagen konnte.Sie hat genickt und voller Stolz erfüllt mich angeschaut.Es war der sowohl schönste als auch total traurigste Moment meines noch so kurzen Lebens.Viele meiner Bekannten sagen, ich sei in diesen 3 Jahren erwachsen geworden.

Es stimmt.Ich denke oft an den Sinn des Lebens und an meine Bestimmung und meinen Platz in der Gesellschaft.Ich habe sehr gerne Basketball gespielt,6 Jahre lang.Ich erinnere mich an den Tag,an dem Mama mir mir zum Platz gekommen ist,trotz Schmerzen,um mir zuzuschauen.Seid jenem Tag vor 6 Wochen war ich nicht mehr beim Training.

Es hängen zu viele Erinnerungen an zu viele Orte und Dinge.Ich wollte es einfach mal gesagt haben.Ich wünsche euch allen viel Gesundheit und viel Kraft im Leben.LG René

Antwort
von ichweisnetwas, 2.187

Einfach weitermachen.

Mein leben war auch absolut nicht leicht und das von kleinauf. Mein vater ging durch die trennung meiner mutter zugrunde und verfiel dem alkohol, mein stiefvater bei dem ich ab 3 jahre aufwuchs war ein extrem gewaltätiger mensch und wirklich ein psychopath. Ihm machte es spaß seine "kinder" regelrecht zu foltern und das mit extremer gewalt. So lebte ich 19 jahre dann habe ich mich und meine mutter sowie die brüder da rausgeholt EBENSO mit gewalt.

Als ich quasi danach ein totalschaden war weil ich nie wirklich soziale bindungen aufbauen konnte (ich kannte ja nur die welt der gewalt und aggressionen) fand ich eine frau die mir ein paar jahre wirklich gut getan hat.

Es ging bergauf bis dann der heiratswunsch kam und wir kinder haben wollten. Denn sie ging als sie schwanger war im 2. monat. Einfach so und zog weit weg. Damit wurde mir damals quasi das frisch reparierte herz erneut rausgerissen und der entzug von meiner kleinen tochter obwohl ich unbedingt kontakt haben will war schier unmöglich.

Ich bin in ein sehr sehr sehr tiefes loch gefallen wurde ständig krank und verlor meinen job usw. Auch bekannte oder meine familie sah wie ich regelrecht von tag zu tag mehr zu grunde ging.

Irgendwann hab ich dann aufgehört mich zu fragen warum mein leben so verläuft und wo der sinn ist. Ich mache einfach weiter.

Bis heute hab ich eigentlich keinen wirklichen grund warum ich mir auf der neuen arbeit soviel mühe gebe, sport sehr aktiv betreibe oder oder oder.

Aber ich mache die dinge einfach. Was ich verloren habe ist das gefühl "liebe". Weil egal wie toll die frauen sind die ich so treffe. Es entwickelt sich einfach garnichtsmehr.

Ich bin durch mein leben förmlich innerlich ausgestorben und lebe damit einfach. Habe es akzeptiert und trauere nichtmehr darum.

Auch wenn ich kaum dran glaube aber VIELLEICHT geht es ja irgendwann dann doch wieder bergauf und ich habe am ende doch noch die gewünschte familie eben mit einer anderen frau.

Aber das dauert noch jahre vermutlich. Ich wünsch dir auf jedenfall das beste und kämpf einfach weiter. Warum? Das kann ich dir nicht beantworten aber ich für meinen teil glaube einfach daran das ein leben nicht durchgehend nur so mies verlaufen kann wie bei mir. Irgendwann musses mal bergauf gehen.

Kommentar von xccxrox ,

Ich verneige mich vor dir.Unglaublich, was du alles erleben musstest.Du scheinst eine sehr starke Persönlichkeit zu sein!Wünsche dir weiterhin viel Kraft,vielleicht wirst du irgendwann für deinen Mut belohnt.Danke.

Kommentar von ichweisnetwas ,

Danke. Leider sehen die meisten menschen mir meine vergangenheit regelrecht an. Wer mich besser kennenlernt weis das ich nicht so eiskalt und kaltblütig bin wie ich rüberkomme.

Aber so ein leben hinterlässt sowohl auf dem charakter als auch dem körper viele viele narben. Manche (sehr wenige) menschen schauen durch diesen "schatten" und sehen den mensch dahinter. Aber die meisten menschen gehen einem schon unterbewusst ausm weg.

Im sommer geh ich oft ins freibad und ich schäme mich nicht. Hab nen recht gut trainierten körper ABER eben wirklich viele narben grade auf dem rücken aber auch von brust bis bauch z.b.

Du glaubst nicht wie oft ich es erlebe das menschen einen bogen um mich machen oder mich schief angucken weil sie gott weis was denken. Ich bin wirklich einer der friedlichsten menschen die ich kenne. Nur weis ich eben auch wie man durchhält und kämpft wenn das nötig ist um andere zu schützen.

Aber das positive ist. Ich schätze die menschen die hinter mir stehen wirklich sehr und stelle sie über alles andere. Sind nicht sehr viele aber ich war damals eine stütze für diese menschen und nun geben genau diese menschen mir irgendwo halt und rückenwind.

Manchmal glaube ich ich wurde genau dafür geboren. Meine familie wäre damals zerbrochen ebenso wäre meine mutter nichtmehr am leben da mein stiefvater sich ihrer entledigen wollte. ICH stand IMMER dazwischen und habe eingesteckt. Weil ich es aushalten kann.

Letztendlich hat mein stiefvater mich so erzogen das ich irgendwann automatisch sein schlimmster feind wurde der ihn aufhalten konnte. Diese stärke hat er selbst verschuldet.

Er war ein schwacher mensch der sich unmittelbar nach unserem auszug selbst erhängt hatte.

Sorry für soviel text aber glaube mir du stehst absolut nicht alleine mit dem ein oder anderen päckchen. Und man kann denke ich wirklich alles durchstehen und sollte das auch machen. Einer meiner gründe ist eventuell auch das ich meinem verstorbenen leiblichen vater zeigen will das er damals nicht aufgeben hätte müssen.

"Kämpfer kämpfen" Zitat aus Rocky ;-)

Kommentar von BigHands ,

Auch dafür werde ich ein Ohr schenken. Falls ich eine Lösung finden kann die vielleicht auch in den schwierigen Phasen die oft kommen etwas einem besser gestalten, werde ich dir teilen. Ich wünsche dir auch stärke und jegliche Kraft. 

"Brüche in den Straßen erinnern uns an die frühere Zeit des Lebens, stolz tragen wir inne Narben die uns daran erinnern nicht aufzugeben" - Yirylin

Kommentar von Lasergurke123 ,

Wow echt krass,die meisten wären mit dieser Lebensgeschichte schon verrückt,aber du hast das alles verkraften können,das ist für mich extrem respektierens wert...Wenn man viel Geduld hat kann man alles schaffen

Kommentar von Yuurie ,

Du hast genau die gleichen Gedankengänge wie ich. Auch ich habe ähnlich schlimmes erlebt, was mich auch sehr zusetzte und immer versucht habe, mich selbst zu motivieren und meine Kraft daraus bezog, um meine Mutter zu schützen und zu unterstützen. Allerdings war ich damals nicht so stark, dass ich hätte dazwischen gehen können (ich war ein kleines Mädchen) und hatte auch sehr große Angst. Dafür habeich immer Trost gespendet und aufgebaut. Auch mich selbst.

Das kann echt viel in einem auslösen. Ich war schon immer sehr introvertiert, aber durch die Ereignisse ist es in manchen Dingen richtig extrem geworden. Ich will auch keine neuen sozialen Kontakte mehr aufbauen, einfach weil die Angst groß ist, noch einmal so eine Hölle durchleben zu müssen - und diesmal dann als direkt betroffene Person.

Die Vergangenheit hat mich zwar gestärkt, aber das soziale in mir auch etwas kaputt gemacht. Den Glauben an den Menschen habe ich fast gänzlich verloren. Ich vertraue nur sehr wenigen und bis ein Mensch für mich wirklich wertvoll ist, braucht es Jahre.

Aber sind wir mal ganz ehrlich. Das was geschehen ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Uns bleibt auch nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren und das Beste draus zu machen. Und wenn einem in Zukunft auch der Boden unter den Füßen weggerissen wird, muss man es auch akzeptieren. Das Einzige, was uns niemand nehmen kann, ist die Hoffnung, dass wir auch in dem ganzen Pech vielleicht auch mal Glück haben und ankommen werden.

Wer die Hoffnung aufgibt, gibt sich selber auch auf.

Kommentar von ichweisnetwas ,

Ich finde du warst ebenso stark. In solchen Lagen für andere da zu sein, Trost zu spenden und dennoch durchzuhalten obwohl man selbst zugrunde geht ist in meinen augen stärke.

Das dazwischengehen war ja nach einigen Jahren kein Problem mehr für mich. Ich war die schmerzen gewohnt.

Tut mir leid das du sowas erleben musstest. Bei Frauen find ich sowas immer viel viel schlimmer.

Aber naja, Ich würde es nicht hoffnung nennen. Ich versuche mir mein glück selbst zu schmieden. Darum schließe ich "schlechte" menschen aus meinem leben aus, lebe gesund und bin selbst fast immer freundlich.

Muss aber zugeben das mir manchmal auch diese Probleme von damals fehlen. So blöd das klingt. Aber das friedliche leben ist recht eintönig. Aber lieber langeweile als brutale gewalt schätze ich

Kommentar von Yuurie ,

Das ist schön, dass du das so siehst, danke. :)

Ich finde es heftig, dass du den Schmerz so gewohnt warst, dass du so gut damit umgehen könntest bzw. so abgestumpft warst. Bei mir ist es andersrum. Mir geht irgendwie so gut wie alles mehr nahe, als früher. Durch die ganzen Dinge, bin ich eher empfindlicher geworden.

Ob es bei Frauen viel viel schlimmer ist, kann ich schlecht so sagen. Ich finde es generell furchtbar. Besonders, wenn man ein srnsibelchen ist - von den Empfindungen her, was auf Mann und Frau zutreffen kann.

Das Glück selbst zu schmieden ist auch eine Option. Wobei ich sagen muss, dass ich mit purer Akzeptanz auch gut lebe. Man gewöhnt sich schnell an alles, was auch nur ein bisschen positiver ist, als vorher. Ich gebe mich sehr schnell zufrieden, wage es mir nicht mal, große Wünsche zu äußern, sondern einfach alles hinzunehmen wie es kommt. 

Mir fehlt so was überhaupt nicht. Da ziehe ich die Langeweile eher vor als ein Leben voller Ängste und Sorgen. :)

Kommentar von ichweisnetwas ,

;-) Deine empfindliche art ist die bessere glaub mir das.

Das ich die schmerzen so aushalte ist irgendwo normal für mich. Mir musste letztes Jahr ein abzess entfernt werden. Und als ich dem arzt sagte die sollten das einfach rausschneiden ohne betäubung hielt der mich für vollkommen irre.

Nach langem hin und her und vielen dingen die ich unterzeichnen musste machten sie es dann doch.

Der Arzt meinte danach auch er hat ja schon viel erlebt aber das sich jemand komplett ohne betäubung operieren lassen will war ihm neu und das ich so still gehalten hatte erstrecht, andere springen da wohl sogar mit örtlicher betäubung auf vor schmerz.

Ich für meinen teil kann dazu nur sagen das es eben nicht das erste mal war das eine klinge durch mein fleisch schnitt. Und ein skalpell fühlt sich im vergleich noch harmlos an im vergleich zu nem normalen messer.

Wodurch das soziale irgendwann so abgestorben ist weis ich nicht genau. Das kam wohl einfach als zusätzliches übel. Ich bin aus prinzip freundlich, nicht weil es mir "gefühle" vorschreiben.

Könnte auch ganz anders aber menschen leid zuzufügen ist keine stärke

Antwort
von zippo1970, 1.263

Hallo René!

Vielen Dank, dass Du uns daran teilhaben lässt. In der Hektik des Alltags vergisst man oft, was wirklich wichtig ist im Leben. Dein Text erinnert mich daran.

Ich weiß wie es ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Man denkt der Schmerz hört niemals auf, und man weiß das die Zeit, eben nicht jede Wunde heilt.

Ich finde es toll das Du so offensiv mit Deiner Trauer und Deinem Schmerz umgehst. Versteck Dich nicht. Bleibe dem Leben erhalten. Stell Dich den Erinnerungen.

Such Deinen Weg, und gehe ihn. Werde glücklich. Nichts macht Mütter stolzer, als wenn die Kinder glücklich sind.

Ich wünsch es Dir von Herzen! :-)

Wenn ein Mensch fortgegangen ist
bleiben wir zurück in dem Schmerz darüber,
dass auch auf den schönsten Sommer ein Herbst folgt,
dass auch der glücklichste Tag einen Abend hat 
und selbst die bezaubernste Melodie irgendwann verklingt.
Als Trost bleibt uns nur die Gewissheit,
dass auch dieser Schmerz vergänglich ist
wie die Winter, die Nacht und die Stille.
Nur unsere Erinnerungen, unsere Sehnsucht
und unsere Liebe sind unsterblich.

Jochen Mariss

Antwort
von Helpinghand0361, 495

Hallo René!

Ich weiß, die Frage ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber ich wollte einfach was dazu sagen.

Weißt du, ich bewundere dich. Zum einen um deine Stärke und dass du das hier erzählt hast. Aber noch viel, viel mehr bewundere ich dich um die Beziehung zu deiner Mutter.

Wie oft hört man davon, dass sich Teenager mit ihren Eltern zerstreiten? Wie viele schöne Momente existieren in solch einer Beziehung?

Das was du mit deiner mutter erleben durftest war einzigartig und wunderschön. Du hattest etwas, was viele niemals erleben dürfen.

Wenn du könntest, was würdest du wählen : Ein langes Leben mit deiner Mutter,  in dem ihr euch nicht leiden könnt und eigentlich nur genervt voneinander seid oder ein kurzes Leben, dafür aber so schön, erfüllt von wundervollen Momenten und mit so viel gegenseitigem Verständnis!

Ja, du bist jetzt verdammt traurig. Ja, du hast etwas sehr wichtiges verloren. Ja, es tut höllisch weh und ja, der Gedanke daran, dass du wieder glücklich sein kannst, ohne deine Mutter, ist im Moment völlig irreal! 

Aber ganz im Ernst, ist es nicht Unfair, gegenüber dem Leben und einem selbst, dass man in der ganzen Sache nur den Tod sieht? Nur wie sie zuende gegangen ist, und nicht wie sie wirklich war? Solltest du nicht genauer hinsehen, und erkennen, dass die zeit mit deiner mutter ein unheimlich kostbares Geschenk war? Ist man für schöne Geschenke nicht dankbar? Und wäre die Zeit unendlich, würde man dann ihren Wert erkennen und sie zu würdigen wissen?

In deinem Text geht es ausschließlich um deine Mutter und du sagst auch, dass du alles tun würdest, um sie stolz zu machen. Dass du nur für sie noch hier bist und dafür bin ich deiner mutter dankbar. Sich jetzt das Leben zu nehmen wäre falsch, vorallem nach dem was passiert ist. Deine mama hat dir nämlich was wichtiges gezeigt. Was ist das nun? Auf den ersten Blick würde man sagen, sie hat dir gezeigt, was es heißt sich immer wieder Hoffnungen zu machen und jedesmal erneut daran zu zerbrechen. Aber auf den zweiten Blick hat sie dir gezeigt, wie es sich anfühlt Liebe zu empfangen und was es heißt im Moment glücklich zu sein.

Ja, deine Mutter ist stolz auf dich, wenn sie sieht wie stark du bist. Und sie will auch, dass du jetzt weiter kämpfst und nicht aufgibst. Ich zweifel nicht daran, dass du ihr, ihre Wünsche erfüllst. Aber sieh dich einmal um. Aus welchen Augen nimmst du deine Umgebung war? Aus denen deiner Mutter oder aus deinen Augen? Du hast dich geirrt, das hier ist nicht das Leben deiner Mutter. Das ist DEIN Leben. Dein Leben und das, was du daraus machst. 

Leb es nicht für sie, René, sondern für dich.

Du brauchst jetzt Zeit, es wird dauern, aber irgendwann, da wird es wieder Licht geben für dich. Etwas gutes wird passieren. Es wird niemals so werden, wie es einmal war. Aber anders. Anders schön, aber auch schön und nicht weniger gut. Das Leben ist eine einzige Aneinanderreihung von Veränderungen und zwischen diesen Veränderungen existiert Zeit.

In jedem Leben gibt es Schicksalsschläge. In deinem, in meinem und in vielen von denen, die es hier geschrieben haben. 

Es gibt Höhen und Tiefen, immer wieder. Die Kunst ist die Höhen zu genießen und aus den Tiefen zu lernen, anstatt daran kaputt zu gehen.

Du bist stark und das weißt du auch. Du packst das.

Antwort
von RacerGarfield, 163

Hallo Rene

Das ist schon ein wirklich hartes Los was du gezogen hast. Ich habe selbst mit 13 Jahren auch Krebs gehabt und musste über 3 Jahre alle möglichen Untersuchungen, Chemotherapien über mich ergehen lassen müssen.

Teilweise war ich manchmal an dem Punkt wo ich mir sagte ich kann und ich will nicht mehr. Mir ging es zu dieser Zeit so richtig mies und war am ende meiner Kräfte. Zu dieser Zeit lebte ich auch im Heim.

Gerade die Heimleiter und Erzieher, sowie wie meine damlaigen Freunde haben mir dann wo immer es auch ging den Rücken gestärkt. Letztendlich habe ich den Krebs besiegt, wenn auch mit Körperlichen einbußen durch eine Oberschenkelbeinamputation.

Nun lebe ich damit seit über 30 jahren und manchmal kommen auch Situationen wo ich mir wünsche das Bein nicht verloren zu haben. Aber auch das verfliegt wieder, denn ich bin am Leben und versuche jeden Tag aufs neue mein Leben so gut wie möglich zu meistern.

Das gelingt in den meisten Fällen, manchmal aber auch nicht. Ich denke es kommt auf die Situation an in der man sich gerade befindet.

Ich bewundere dich wirklich das du soviel Kraft hast dies alles zu meistern und ich finde du solltest dein Ziel das du hast nie aus den Augen verlieren, sondern weiterhin daruaf zuarbeiten. Deine Mama wäre sicher sehr stolz auf dich und sie wird immer zu Dir herab schauen.

Carpe Diem (Nutze den Tag) so heisst es wohl. Und daran sollte man festhalten. Sicher wird es nie einfach sein im Leben und man hat auch mal schlechte Tage, aber das sollte niemanden davon abhalten, das Ziel, dass man hat, in naher Zukunft zu erreichen.

Man muss diesen Weg ja nicht unbedingt alleine bestreiten, sondern kann dies gemeinsam auch mit Freunden tun.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute für deine weitere zukunft und hoffe das du dein Ziel erreichen wirst. Ich gaube fest daran das du dies schaffen wirst.

Liebe Grüsse

Manfred

Antwort
von Selly1980, 463

Hallo Renè,

Ich bin eine Mama und wär ich die deine, dann wäre mein Herz schwer weil ich wüsste, was du ertragen musst. 

Ich würde dir mit auf den Weg geben:

Lebe Renè, lebe dieses wundervolle, wertvolle Leben. Es gibt so viele Stolpersteine und wenn ich könnte, ich würde sie dir aus den Weg räumen aber das ist nicht meine Aufgabe. Du wirst an ihnen wachsen. 

Es gibt so viele, zauberhafte Momente, nimm sie tief in dich auf, sauge sie ein und erlebe sie ganz bewusst. Ich bin so stolz auf dich. Jeder Tag mit dir war ein Geschenk für mich. Auch wenn am Ende Schmerz ein ständiger Begleiter war, ich habe mein Leben gelebt, weil es dich gibt und ich dich so viel im Leben begleiten durfte. Alles an dir ist fantastisch, du hast mich etwas gelehrt, was ich ohne dich nie hätte erleben düfen. Wahre und unendliche Liebe.

Und jetzt Lebe Renè. Lebe jeden einzelnen Tag. Das wünsche ich mir vom ganzen Herzen. Ich werde bei dir sein und stolz auf dich schauen. 

Antwort
von DerMudder, 547

Oha.. ja was soll man auf so eine traurige Geschichte antworten? 

Ich könnte nun erzählen wann und welche Trauerstadien es gibt und ab wann man sich professionelle Hilfe holen sollte. Wirklich helfen wird das aber wahrscheinlich nicht.

Ich kann dir den Rat (oder vielleicht auch schon besser Arschtritt) geben: Dein Leben muss weiter gehen. Deine Mutter hätte es so gewollt, also ab zum Training. 

Wenn du die Welt verändern willst, dann fange klein an. Schau doch mal ob es bei dir in der Nähe eine ehrenamtliche Bereitschaft (DRK, Johanniter, Malterser, DLRG) gibt oder auch die Feuerwehr. Dort kannst du anfangen anderen zu Helfen und hast auch Leute um dich rum die dir zur Seite stehen wenn mal was ist.

Gestalte dein Leben, auch deine Mutter zuliebe, und behalte den Kopf oben. 
Und wenn es grade mal gar nicht geht, dann rede doch mal offen mit einem Freund/einer Freundin. Wenn die Sachen einmal gesagt sind, dann geht es einem oft auch schon besser und man fühlt sich leichter.


Kommentar von xccxrox ,

Ja danke,ich werde es versuchen.Zum Training muss ich leider noch hinzufügen, dass ich umziehen musste und selbst wenn ich wollte,nicht regelmäßig gehen könnte :(

Kommentar von xccxrox ,

Ich werde mich aber informieren und vielleicht finde ich einen neuen Verein,ein neues Hobby!

Kommentar von DerMudder ,

Ok das ist natürlich doppelt doof.

Wie gesagt, dann versuche dir neue "Anlaufpunkte" zu suchen. Vielleicht notgedrungen den Verein wechseln oder einfach nur mal um was Neues auszuprobieren auch mal andere Sportarten besuchen. 
Oder (Werbung für mein Hobby) schau mal ob du dich irgendwo ehrenamtlich stark machen kannst.

Das schlimmste dürfte nur sein, dass du dich hängen lässt und nichts machst. Das willst weder du noch deine Mutter.  

Antwort
von Daschtan, 163

Hallo Rene,

 

auch wenn diese Antwort jetzt spät kommt. Du hast in dieser kurzen schmerzvollen Zeit eine besondere Verbindung zu deiner Mutter aufgebaut. So etwas schaffen viele Familien nicht mal in Ihrem ganzen Leben. Ich lese auch heraus, dass Sie alles für dich getan hat und immer für dich da war. Sie hat dich geprägt, auf dich abgefärbt. Sie war stolz auf dich und auf das was aus dir geworden ist. Ich denke Sie konnte beruhigt einschlafen, weil Sie gesehen hat was für ein Mensch aus dir geworden ist. Auch wenn es jetzt weh tut. Leb dein Leben weiter. Für dich und natürlich für Sie.

Denn wir wissen alle, eine Mutter ist die wichtigste Person auf der Welt!!

 

Alles Gute dir

 

lg.

Antwort
von Andrastor, 797

Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Jeder hat sein Bündel zu tragen, die einen ein leichteres, die anderen ein schwereres.

Wichtig ist, dass man sich nicht unterkriegen lässt, egal was passiert. Wenn man meint man kann die Last nicht mehr alleine tragen, sollte man sich Hilfe suchen.

Psychologen, Therapeuten, Sozialpsychologische Zentren etc. helfen einem mit dem eigenen Bündel fertig zu werden.

Erinnerungen sind wie Alkohol. Man sollte sie in Maßen genießen und zum richtigen Zeitpunkt, sonst ertrinkt man förmlich darin und leidet darunter.

Antwort
von Chriyovime, 1.369

Danke, dass ich zuhören durfte!

"Was ist das für ein armes Leben, das nicht reich an Leiden war." (Marie von Ebner-Eschenbach)

Antwort
von Nondia, 385

Hey. Erstmal tut mir das sehr Leid für dich. Ich weiß wie es ist jemanden zu verlieren, vor gar nicht mal so langer Zeit verlor' ich auch meinen Papa wegen Krebs. Die Zeit war für mich auch sehr schwer. Meine Eltern hatten sich schon getrennt als ich noch kleiner war, so ca. 6 Jahre. Von da an sah ich meinen Papa immer weniger. Als wir dann auch schließlich umgezogen sind und uns mehr als 400 Kilometer trennten, traf' ich ihn so gut wie gar nicht mehr. Vor einem Jahr in den Sommerferien, als ich meinen Papa so gut wie 7 Jahre nicht mehr gesehen hatte, erfuhr' ich plötzlich dass er wieder Krebs hatte. Ein paar Jahre davor wurde bei ihm schonmal Krebs diagnostiziert. Jedoch hieß es nach ein paar Behandlungen und Operationen dass alles wieder ok seie. Naja, und in dem letzten Jahr war es dann noch schlimmer. Es hieß es ist nicht sicher wie lange er noch lebt, aber viele Tage werden es nicht mehr sein, der Krebs war nicht mehr heilbar. Als ich ihn dann schließlich im Krankenhaus besuchte, ihn das erste Mal nach guten 7 Jahren wieder sah, war das einerseits Freude und Trauer gleichzeitig. Zu sehen wie es ihm ging, er konnte nicht mehr richtig sprechen, er hat mich nur die ganze Zeit angelacht als wollte er so viel erzählen aber er könne nicht. Das tat mir so weh. Und ein zwei Wochen später starb er.

Ich weiß wie du dich fühlst, ich habe fast das gleiche auch schon einmal mit einem geliebten Menschen durchgemacht. Aber denk dran, das Leben geht weiter. Nach jedem Tief kommt ein Hoch. Zu dem Zeitpunkt wollte ich all dies auch nicht glauben. Ich weiß dass ich nicht wirklich eine große Hilfe für dich bin, aber ich wollte dir damit zeigen dass du nicht alleine bist. Dass es viele Menschen gibt die ähnliche Schicksalsschläge hatten. Dass es Leute gibt die dies nachvollziehen können, die dich verstehen. 

Mittlerweile komme ich gut damit zurecht. Ich weiß dass es ihm nun besser geht, es tat weh ihn so leiden zu sehen. Und ich glaube fest daran dass du dies auch irgendwann schaffen wirst, auch wenn es seine Zeit braucht. Und solche Leute wie du sind starke Menschen. Solche Leute werden später noch viel Erfolg im Leben haben. Das wünsche ich dir ebenso. Viel Kraft in dieser Zeit und Gesundheit. 

Liebe Grüße.

Antwort
von Barfuss85, 280

Bleibe stark und vor allem du selbst, in der heutigen gesellschaft sieht man so eine reife selten..

 Wunden vergehen nicht aber sie werden leichter. Denke viel und rede viel über sie, das hilft beim verarbeiten. Ich wünsche dir noch ein schönes leben und von herzen viel kraft.aber tu dir und deiner mutter einen gefallen: trauere 'nicht zu lange'.deine mutter ist sicher traurig wenn ihr engelchen todunglücklich auf erden weiterlebt. 

Antwort
von Yrusb, 123

Auch das muss mal raus. Meine Eltern sind zwar noch am Leben, aber mein Opa ist an Krebs gestorben. Ist sicher nicht dasselbe, obwohl ich meinen Opa sehr gern hatte, aber ich weiß, was für eine gottverdammt beschissene Erkrankung Krebs ist. Ihm ging es am Ende ähnlich, er war kaum noch ansprechbar, konnte fast gar nicht mehr alleine essen, lag nur noch im Bett. Bei meinem Opa war das mit 81 Jahren zwar schrecklich, aber realistisch. Deine Mutter war ganz sicher jünger als mein Opi... Das war sicher noch härter.

Es muss echt hart gewesen sein. Das machts nicht wieder ungeschehen und es kann niemals rechtfertigen, dass ein Mensch in zu jungen Jahren stirbt... Aber du hast selbst gesagt, du bist in dieser Zeit gewachsen. Ihr Tod war also nicht umsonst, deine Mutter hat dir durch die ganze Situation in Form deines Erwachsenwerdens in gewisser Art und Weise ein Vermächtnis vermacht, dass du immer wertschätzen solltest. Außerdem war sie nicht nur immer für dich da, sondern du warst auch immer für sie da. Sie wäre sicher stolz auf dich.

Wünsch dir alles Gute

Liebe Grüße

Antwort
von BigHands, 927

Im Internet gibt es jeden Mist. Da gibt es Kinder Jugendliche und schon Erwachsene, die ein Umfeld benötigen der nicht Kontraproduktiv ist. Ich selber stamme aus einem Heim mit vielen Elternlosen. Dazu differenziert sich unsere Geschichte ein wenig. Ich hatte eine Schwester die ein wenig älter war, sie war eigentlich nicht meine Schwester. Wir sind aus diesem Heim geflohen. Sie Packte mich und wir verschwanden. Ich landete mit 5 Jahren in einen Dorf. Ich suche heute nach Foren wo es Menschen gibt die das selbe Suchen wie ich. Was auch immer das ist. Aber überall nur Hilfe Foren für Allgemeine Probleme. Eigentlich suche ich seid 20 Jahren meine Schwester die, nach dem Sie mich abgesetzt hatte und mir den Rücken zu wand auf der Straße immer kleiner wurde und letzt endlich verschwand. Dieser Tag brachte mir unzählige Alpträume. Und nach 20 Jahren hat sich dieses Gefühl nicht geändert. 

Ich wünschte ich hätte ein passendes Forum für dich. Denn du brauchst sicher kein Mitleid oder sonstiges. Du brauchst jemanden der genau die gleiche Erfahrung gerade durchlebt wie du. Alles was ich hier Finde sind nur Themen in Gesundheitsforen. Und das hilft kein Stück. Ich hoffe das du dich nicht aufgibst. Und das fehlende dich nicht zum verzweifeln bringen wird.

Einige Sachen die ich hörte was mir gefielen waren. Das keiner der dir nahe war wollen würde das du trauern würdest. So simple dieser Spruch ist. So effektiv hat er immer auf mich gewirkt, vielleicht wirkt er auch bei dir in bestimmter Zeit. Alle Lebensfacetten die ich durch machte erlebt man nun ab diesen Zeitpunkt alleine. Und jedes mal wenn man eine Frage hat. Tut es im Herzen wahnsinnig weh. 

Wenn ein zwei Jahre vergehen dann denk nicht mehr so oft daran. Ich möchte gerne noch mehr hören. Schreib so viel du möchtest. Ich hab dabei immer offene Ohren. 

Und falls ich doch einmal eine Seite Finde an dem sich trauernde Seelen austauschen können und es auch was gescheites ist dann schick ich dir diesen Link. Trauer wird von nun an ein Begleiter sein ;-/ Alles Gute

Kommentar von Raphmaph ,

ups sorry ich wollte auf pfeil nach oben drücken

Antwort
von Virginia47, 279

Hallo René,

mein aufrichtiges Beileid.

Ich kann nicht sagen, dass ich dir nachfühlen kann. Das kann keiner, der das nicht selbst durchmachen musste. Aber ich weiß, was jetzt für eine Trauer in dir steckt. Und Unverständnis, dass das alles passiert ist.

Meine Tochter ist eine Woche nach ihrem 17. Geburtstag gestorben. Sie hat nicht lange leiden müssen. Aber dennoch war es ein Schock für meine andere Tochter und mich.

Wir waren ebenso innig verbunden wie du mit deiner Mama. Da hat man erstmal das Gefühl, dass ein Stück von einem selbst rausgerissen wurde.

Mein Trauerspruch war damals:

Das Paradies der Erinnerung kann uns niemand nehmen.

Und so halte ich es heute noch. Ich denke viel an meine Tochter. Aber ich erinnere mich dabei an die schönen Stunden. Und sage mir immer: Sie hatte zwar ein kurzes, aber ein schönes Leben. Ähnlich wie deine Mama habe ich alles für meine Töchter möglich gemacht. Und das war nicht immer leicht.

Du trauerst noch - und wirst auch noch lange trauern. Aber zu mir sagte damals ein Psychologe, zu dem ich gegangen war: Wenn es umgekehrt gewesen wäre: Wenn Sie gestorben wären, würden Sie wollen, dass Ihre Tochter ewig trauert? Und das will deine Mama sicher auch nicht.

Deshalb möchte ich dir raten, langsam wieder zum Training zu gehen. Deine Mama würde es so wollen. Und sie wird dich sehen.

Ich habe nie an ein Leben nach dem Tod geglaubt. Aber seit meine Tochter gestorben ist schon. Das hat mir die Trauer erträglicher gemacht.

Alles Gute

Virginia


Antwort
von Nicolegaschi, 235

Omg keine Ahnung warum : ich weiß nicht wer du bist, wer deine Mutter war und ob das überhaupt alles stimmt. aber ich habe das Gefühl das es stimmt. wenn das stimmt bist du ein krass starker mensch, mach weiter so,ich glaube du wirst irgendwann mal ein richtig guter  Basketballspieler. Dann wird deine Mutter stolz auf dich und dein Tattoo schauen und sich denken: Das ist mein Junge. ich finde diese Geschichte so rührend, nach 5 Sätzen kamen mir die Tränen. deine Mutter wäre bestimmt stolz auf dich wenn sie jetzt noch sehen würde  was für einen Starken Sohn sie hatte. ich wünsche dir viel Kraft ,  Glück,Erfolg und Gesundheit! Nachdem was du durch gemacht hast , hast du nur das beste verdient! Geh wieder zum Training ,  sie wäre stolz auf dich! Viel Glück noch!

Antwort
von sirbenni1993, 134

Vielen dank, René, dass ich dir zuhören konnte. Ich kann mir sehr gut vorstellen wie du dich fühlst, habe auch schon mehrere Familien Mitglieder verloren. Ich war an meiner Cousine sehr gebunden. Sie war 15, und hatte Suizid begangen. Da war ich selbst erst 12.  Das war auch ein herber Schlag für mich. Eine Freundin von mir habe ich auch letztes Jahr an Krebs verloren, sie wurde nur 23 Jahre alt.

Mach weiter so wie bisher, es wird erstmal eine sehr schwere Zeit werden für dich, das ist klar. Aber immer nach vorne schauen. Behalt deine Mum so in Erinnereung wie du sie an Ihren glücklichsten Tagen erleben konntest. Es zählen die Augenblicke, nicht die Dinge.

"Lebe, und denke nicht an Morgen"

Ich wünsche dir viel Liebe, Gesundheit, Geborgenheit, und alles Gute für deine Zukunft. 

-Florian

(sirbenni1993)

Antwort
von Luluheart, 88

Tut mir mega leid, was mit deiner Mutter passiert ist. Ich weine immer noch. Ich finde erstaunlic, dass man in so jungen Jahren seine Gfühle schon so deutlich ausdrücken kann!♡ Ich nicht was ich schreiben soll, jedenfalls hat es mich zutiefst gerührt! Ich hoffe, dass du weiterhin im Leben zurecht kommst. Ich wünsche dir ganz ganz ganz ganz viel Glück und hoffe dass du bald über Schmerzen hinweg kommst ich wünsche dir ein langes Leben und hoffe dass du sehr glücklich wirst. 

In Liebe 

Lulu😘

Antwort
von Hisgirl2303, 43

Hallo René

Erstmal danke das du dir das zutraust, das hier öffentlich zu schreiben. Nicht jeder würde das tun, verkrieche dich nicht, du musst das auch mal rauslassen :)

Ich wünsche dir nur alles Gute und du wirst alles in deinem Leben meistern können, immer wenn du an deine Mutter denkst. Du machst sie damit stolz, und du weißt das ein Teil von ihr immer bei dir sein wird.

Sie schaut dir von oben zu und wird dir den ein oder anderen Ratschlag im Unterbewusstsein nocheinmal zustecken.

Das wichtigste sind Erinnerunge! Du wirst das schon alles schaffen und du hast bestimmt viele Menschen die dich unterstützen:)

Nur die Hoffnung nicht aufgeben, alles wird gut, und dir wünsche ich viel Kraft.:)

Ich bin mit meiner Mutter zerstritten und kann mir nur sehr gut vorstellen, wie du dich gerade fühlst, da ich meine Beste Freundin verloren habe.

ich wünsche dir niocheinmal nur das Beste, von herzen.

Viele, liebe Grüße

Antwort
von NadiraUchiha, 172

Ich würde einfach weiter leben.

Treffe dich mit Freunden, spiele wieder Basketball (dann fühlt man sich auch nicht mehr so schlapp und müde), versuche dich abzulenken, aber schiebe deine Gefühle nicht ganz weg. Schreibe die schönen Erinnerungen mit deiner Mutter auf, oder male einpaar Bilder, rede mit ihr, erzähle ihr wie es dir geht und rede auch mit anderen über deine Gefühle, evtl auch in einer Trauergruppe.

Verkrümeln, nichts tun, kaum noch was essen usw, damit darf man nicht anfangen! Du darfst weinen, du darfst mal alleine sein wollen, du darfst mal "Nein" sagen, das ist kein Zeichen der Schwäche und dies müssen auch deine Freunde mal verstehen, wichtig ist nur nicht in Depressionen zu versinken. Deine Mutter hätte das auch nicht gewollt!

Antwort
von Lasergurke123, 248

Denk an deine Mutter,was sie jetzt zu dir sagen würde! Sie würde ganz bestimmt nicht sagen das du dich umbringen sollst oder etwas anderes.Sie ist noch da! Sie wird die zu gucken und über dich wachen,ich persönlich glaube nicht an den Big Bang etc.

 

Ich bin ein Muslime und verstehe die Atheisten etc. nicht...  Pflanzen,Tiere,Menschen,Planeten,Bakterien und alles andere soll wegen einer Explosion entstanden sein?! Ich bin froh und sehr entschlossen weil ich weiß das es nach dem Tod weiter geht und ich bereite mich auch auf alles vor.Und die Frage die mir keiner beantworten kann...Wenn alles durch den Big Bang entstanden sein soll,wer hat dann den Big Bang erschaffen?? Naa ich schweife verdammt vom Thema ab.

 

Ich wünsche dir viel Kraft um das zu verkraften,ich könnte mir nie vorstellen ohne meine Mutter zu leben :/ Trotzdem wünsche ich dir alles gute!

Antwort
von Philipp59, 321

Hallo Rene`,

es tut mir sehr leid, dass Dir in Deinen jungen Jahren so Schreckliches widerfahren ist! Du hast sehr schön Deine enge Beziehung zu Deiner Mutter beschrieben. Denke daran: Deine vielen Erinnerungen an sie wird Dir niemand nehmen können und sie werden Dir sicher künftig helfen, mit Deiner tiefen Trauer zu leben.

Ich möchte Dir in Deiner traurigen Situation einen kleinen Trost mit auf den Weg geben. Vielen, die wie Du mit Gefühlen der Trauer zu kämpfen haben, ist die Hoffnung, die die Bibel im Hinblick auf die Verstorbenen gibt, eine große Hilfe. Da ich mich viel mit der Bibel beschäftige, hat es mich sehr getröstet, das zu lesen, was Jesus einmal über die Toten sagte: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören   und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a).

Diese Verheißung beschreibt, dass Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Wir werden sie so sehen, wie wir sie gekannt haben und können sie dann endlich wieder in unsere Arme schließen! Ist das nicht großartig? Die Bibel lässt auch erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen."

Diese Hoffnung lässt mich immer wieder aufleben, besonders dann, wenn alles um mich herum grau und trüb aussieht. Ich danke Gott oft dafür, dass er uns diese schönen Verheißungen gegeben hat und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass er sie auch erfüllen wird.

Vielleicht könnte Dir ebenso wie mir die Hoffnung der Auferstehung helfen, mit der Trauer besser umgehen zu können. Ich sehe mit großer Erwartung der Zeit entgegen, in der niemand mehr den Schmerz über den Verlust eines geliebten Menschen ertragen muss und sich das erfüllt haben wird, was mit sehr ergreifenden Worten im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, beschrieben wird, wo es heißt: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4). Dieser Text aus der Bibel gefällt mir besonders gut und ich denke oft über die Zeit nach, in der Gott dieses Versprechen wahr macht.

Ich hoffe, Du nimmst es mir nicht übel, dass ich in meiner Antwort mehrmals die Bibel zitiert habe, da ich ja nicht weiß, wie Du dazu stehst. Ich habe jedoch festgestellt, dass sie eine unvergleichliche Quelle des Trostes und der Ermunterung ist.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, mit Deinem Schmerz zu leben und ihn nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Antwort
von Januartag, 251

Liebe Rene',

ich nehme großen Anteil, habe großen Respekt, vor dem was du in deinen jungen Jahren erleben musstest. Deine Mutter war stolz auf dich. Doch du solltest versuchen, mit professioneller Hilfe, das erlebte zu verarbeiten. Es gibt Beratungsstellen (im Internet googeln) die dir helfen die Trauer zu bewältigen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft für deinen weiteren Weg.

Antwort
von Arashi01, 191

Mein ganzes Mitgefühl für Dich. Du hast sehr viel durchgemacht, hast gehofft. Und hast zum Schluss einen kostbaren Menschen verloren.

Da tut das Herz weh. Ich glaube, wenn Deine Mutter das sehen würde, sie würde mit Dir weinen. Und sie würde sehr traurig sein.

Aber wenn alle Tränen geweint sind, wäre es doch eine gute Idee, etwas zu tun gegen den Krebs auf dieser Welt. Wäre das nicht eine Aufgabe für Dich? Ich meine beruflich?

Bis dahin, bitte, hol Dir Hilfe. Jemanden, der mit Dir Deine Trauer trägt. Wenn Freunde oder Verwandte überfordert sind, gibt es auch die Möglichkeit der Telefonseelsorge. Einfach mal so zum Aussprechen.

Alles Liebe für Dich!!

Antwort
von YouareaPirat, 140

mir geht es so mit meinem Opa ! er ist vor meiner Geburt noch gestorben und alle waren deshalb traurig weil ich das erste Kind dann mal in der Familie war, die wie er blaue Augen hatte und auch seine Locken ! er hatte sich immer eine Enkelin gewünscht die lange gelockte Haare und blaue Augen hat ! und er konnte mich nie kennenlernen :( er ist der einzige Grund warum ich nie und nimmer meine Haare abschneiden würde... weil ich irgendwie das Gefühl habe das er einfach irgendwie immer hinter mir steht ! und er mir zuhört :) wegen ihm gebe ich mir so gut wie bei allem was ich mache, so viel Mühe :) weil ich ihn Stolz machen will ! :)

Antwort
von MarcWOe76, 82

Ich fühle mit dir René, auch meine Mutter starb viel zu früh Ende August an Krebs. Für dich muss es dennoch ungleich härter sein, da ich die letzten 15 Jahre kaum Kontakt mit meiner Mutter hatte...da war in der Vergangenheit viel, viel passiert, dass ich den Kontakt abbrach.

Dennoch schaffte ich es noch sie in der Klinik zu besuchen, mich zu verabschieden und meinen Frieden mit ihr zu machen.

Wichtig ist durchhalten, nach vorne blicken, sich ablenken, dass einen Melancholie und Trauer nicht zerreissen.

Wie du siehst geht es vielen so, jeder trägt sein Päckchen & versucht durchzuhalten. Es kommen bessere Zeiten, mit Sicherheit. Man sollte bis dahin keinen Panzer angelegt haben, der die positiven Dinge, die da kommen werden, abblockt...sonst entsteht eine so große Leere, die niemand mehr zu füllen vermag.

Aber auch den anderen ausgebrannten Seelen sei gesagt, haltet durch, eines Tages wird es sich für euch lohnen gekämpft zu haben. Dem einen oder anderen kann man vielleicht sogar schon einen Therapeuten oder eine Selbsthilfegruppe ans Herz legen, um mit derart schwerverdaulicher Kost, die man jahrelang in sich reinfraß, zu lernen klar zu kommen.

Antwort
von Schneider60329, 149

Hallo René,

erst einmal mein Beileid.Es ist schön zu hören das du so ein gutes Verhältniss zu deiner Mutter hattest und sie bis zum Ende begleiten konntest.Leider muss jeder die Erde eines tages verlassen , aber was bleibt sind die Erinnerungen. Ein Verlust ist immer schwer zu verarbeiten , aber deine Mutter will es bestimmt nicht , dass du deinen Kopf jetzt in den Sand steckst , dafür hat sie vieles im Leben geopfert um dich zu dem Mann zu erziehen der du heute bist.

Die Zeit heilt die Wunden

LG und viel Kraft wünsche ich Dir

Antwort
von Jeremy100400, 410

Herzzereissender Text..
Wünsche dir auch viel glück und kraft im weiteren Leben!!

Antwort
von Korinna, 332

Hallo Rene,  es tut mir so leid für dich. Ich glaube fest daran, dass ihr euch eines Tages wiederseht. Ich wünsche dir viel Kraft und deiner Mama einen guten Start in der neuen Welt. LG und alles Gute, Korinna

Antwort
von jokiklaus, 286

Mich hat Dein Schreiben sehr berührt, da ich etwas ganz anderes erlebt habe. Ich bin ein alter Knabe von 75 Jahren - und habe sehr schöne Erinnerungen an meine Vergangenheit, ganz besonders positive an meine Mutter. Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft. Kämpfe für Deine Zukunft. Vielleicht kannst Du dann in 60 Jahren genau so von der Vergangenheit schwärmen wie ich.

Antwort
von Iseflitz, 149

Guten Morgen - oh Gottchen - ich habe leider nicht viel Zeit zu schreiben, da ich gleich arbeiten gehe aber deine Geschichte hat mich sehr berührt. Du bist ein toller Mensch - ich bin selbst Mama von zwei Söhnen und snüff...ich drücke dich mal ganz lieb und schicke dir Kraft.

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