Frage von zanman, 49

Kann mir jemand eine kostengünstige Spiegelreflexkamera (bis 500€) für Neueinsteiger empfehlen?

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 22

Hallo zanman,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen
passen muss. Deshalb empfehle ich Dir auch, nicht zu sehr auf andere zu
hören bei der Kamerawahl. Die meisten empfehlen einfach ihre eigene
Kamera, ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und
sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen,
und die kennen wir nicht.

Außerdem wissen wir auch nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder 
Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger
verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen – und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR
bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der
optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt!) und probierst verschiedene Kameras und Objektive aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität haben die Objektive. Deshalb sollte sie auch die mit Bedacht auswählen - Brennweite, Lichtstärke und Preis sind dabei wichtige Aspekte -, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheiden solltest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Und wenn Du sparen musst, schau Dich auch mal auf dem Gebrauchtmarkt um! Kameras und Objektive kann man auch sehr gut gebraucht kaufen.

Kommentar von zanman ,

Vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Hilfe,

Kommentar von judgehotfudge ,

Bitte, gerne! Viel Spaß beim Fotografieren!

Antwort
von Kai42, 17

Judgehotfudge hat es sehr schön beschrieben.

Eine konkrete Empfehlung ist immer subjektiv.  Am Ende muss dir die Kamera liegen. Was nützt es dir wenn du die Lumix, oder die Canon oder die Sony kaufst, aber du nimmst die Kamera nicht mit.

Daher meine Empfehlung: Gehe bitte in ein Fachgeschäft und lass dich vernünftig beraten. Nimm die Kameras in die Hand. Sind sie zu groß, zu klein, zu leicht, zu schwer? Wie ist es, wenn unterschiedliche Objektive dran sind? Hast du Bock, das zu tragen, oder doch lieber was anderes? Kommst du mit deinen Fingern an alle Knöpfe und Rädchen?

Und lass dich nicht durch irgendwelche seltsamen Vergleiche aus dem Internet verunsichern. Es mag ja sein, dass eine Kamera auf dem Papier besser ist als eine andere. Aber in der Realität sieht das dann schon wieder anders aus.

Google mal nach der Seite "pixelpeeper". Da findest du diverse Kameras und Objektive und Beispielbilder von Usern. Da hast du schöne und relativ gute Vergleichsmöglichkeiten.

Antwort
von blackbirdsr71, 7

Meine Empfehlung wäre die Sony A6000 + 16-50mm und Festbrennweiten. Wenn es unbedings eine DSLR sein muss, dann kannst du eines der Einsteigermodelle von Nikon oder Canon nehmen und du bleibst sicher zufrieden. In allen Fällen sind die Objektive wichtiger als das Gehäuse.

Antwort
von Wepster, 19

Versuchs mal mit ner BridgeCam z.b. Lumix. Oder die hier:

- https://geizhals.de/canon-eos-1300d-schwarz-mit-objektiv-ef-s-18-55mm-3-5-5-6-is...

Oder EOS 700d:

- http://www.dkamera.de/testbericht/canon-eos-700d/

Für einsteiger muss es nicht gleich exorbitant teuer oder "umfangreich" sein. Hauptsache es macht Bilder, ja es reichen sogar nur 6MP. Je mehr Pixel um so dunkler die Bilder wenn der Sensor zu klein ist. Da gibts viele kleine Stolpersteine die auch das Bild negativ beeinflussen kann. Ein großer Sensor ist deswegen schon mal ein wichtiger Punkt.

Vielleicht auch mal zu PENTAX rüberschielen.

Kommentar von zanman ,

Vielen Dank für deine Hilfe!

Antwort
von HorizonToGo, 37

Analog oder Digital?

Kommentar von zanman ,

Eher digital.

Antwort
von Zensiert, 3

Hallo Zanman,

habe mich am Anfang auch mit der Frage beschäftigt.

Ich schlage dir vor dich am Anfang schon ein Modell einzustellen, meistens bleibt man dann dabei. Also ich habe damals mit der Nikon D3000 angefangen und jetzt habe ich schon die Nikon D800. Also bin bei der Marke geblieben. 

Würde dir auch Nikon empfehlen, die haben bei den günstigen Kameras, meiner Meinung, eine bessere Verarbeitung:

Hier ist ein günstiges Angebot von 500 auf 400 Euro.

https://www.amazon.de/gp/product/B01B5UZ4TA/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&a...

Antwort
von BurkeUndCo, 4

Als Neieinsteiger kauft man sich keine Kamera, die noch einen technisch veralteten Spiegel besitzt.

Statt dessen kauft man eine spiegellose Systemkamera.

Im unteren Preisbereich eher vom MFT-System, also von Olympus oder Panasonic (LUMIX).

Antwort
von riffleeer, 11

Schau dir mal die sony alpha 58 an! Is echt gut für einsteiger, kannst aber auch als fortgeschrittener sehr gt damit arbeiten!

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