Frage von bilaa, 42

Kann mir jemand die Proteinbiosynthese erklären?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ThomasAral, 42

Genetische Information in der Zelle werden ausgelesen und daraus Proteine gebaut.

1. Transkription: DNA wird in mRNA kopiert wobei  A-T G-C nach A-U G-C kopiert wird.

2. Translation: in den Ribosomen werden Codon (mRNA) + Anticodon (tRNA) in Proteine übersetzt. Hierbei wird immer eine 3er Sequenz in eines von 20 Proteinen (beim Menschen) übersetzt.

Mit einer 3er Sequenz aus 4 verschiedenen Basen kann man theoretisch 4 hoch 3 = 64 Proteine kodieren. Sollte durch Ablesefehler, mutagene Substanzen, usw. eine Kodierung entstehen, die nicht exakt den normalen 20 Proteinen entspricht, so wird das quasi wie bei einer Fehlerkorektur trotzdem in ein nahes zu kodierendes Protein dieser 20 übertragen. Mit Hilfe dieser gültigen DNA Variationen, die im gleichen Protein kodieren kann man auch den Verwandschaftsgrad von Personengruppen bestimmen.

Expertenantwort
von chog77, Community-Experte für Schule, 35

Wie das funktionert, habe ich hier schon einige Male erklärt, ich kopiere es dir einfach nochmal, aber ganz ohne Fremdwörter wird´s nicht gehen. Im ersten Abschnitt geht es generell um die Verdopplung von DNA (z.B. bei der Zellteilung.) Im 2 Abschnitt geht es darum, wie man die Information der DNA in Proteine(= Eiweiße) umsetzt. Du braucht also nur den 3Teil - die eigentliche Proteinbiosyntese, aber es ist verständlicher, wenn du die ersten beiden auch mal liest, damit du weißt von was ich rede

Also ganz einfach: Die DNA ist das Original und verbleibt immer im Zellkern. Sie ist wie eine Strickleiter (= @Doppel-Helix) aufgebaut. Die Seiten der Strickleiter bestehen aus 2 Bausteinen a) der Phosphorsäure b) der Desoxyribose (= Zuckerart). Die Sprossen der Strickleiter bestehen aus 4 Basen Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin. Von diesen Basen bilden immer 2 jeweils eine Sprosse. A + T sowie G + C gehören zusammen. Wenn eine Zelle sich teilt, muss der DNA - Strang verdoppelt werden. Die Strickleiter wird dann mit einer Enzym (sozusagen wie mit einer Schere) an den Sprossen aufgetrennt, so dass zwei Teilstränge entstehen. An diese Teilstränge lagern sich dann jeweils wieder die passenden Bausteine (Basen) an und werden mit einem weiteren Enzym miteinander verknüpft. Diese Komplettkopie des DNA-Strangs nennt man Replikation.

Die RNA kommt nur ins Spiel, wenn nicht der ganze DNA-Strang kopiert wird, sondern nur ein Teilstück. z.B. Der Körper benötigt den genetischen Bauplan für Hämoglobin (= Farbstoff der roten Blutkörperchen.) Der Teil der @Doppelhelix, auf dem die gewünschte Information sitzt, wird aufgespalten. Es wird nicht die gesamte Erbinformation kopiert, sondern nur die Info für z.B. Hämoglobin. Die RNA ist immer einsträngig. Bei der RNA wird die Base Thymin durch die Base Uracil ersetzt; der Zucker Desoxyribose wird durch den Zucker Ribose ersetzt.Die RNA kann im Gegensatz zur DNA den Zellkern verlassen. Diese kurzen Stücke nennt man auch mRNA (= engl. Messenger RNA/ BotenRNA). Diese werden vom Zellkern an die Ribosomen verschickt. In den Ribosomen wird mit der Information aus der RNA (Blauplan) dann Proteine (Eiweiß) also z.B. Hämoglobin hergestellt. Da der genetische Code in den Eiweißcode übersetzt wird, heißt dieser Vorgang Translation.

 Den genetischen Code der RNA/DNA kann man sich ein bisschen wie eine Geheimschrift vorstellen. Immer 3 Basen der RNA bilden den Code (=Codon, Basentriplett) für eine Aminosäure. Aminosäuren sind die Einzelbestandteile für ein Protein. Es gibt insgesamt 20 Aminosäuren. In den Ribosomen werden also immer 3 aufeinanderfolgende Basen der RNA abgelesen und die passende Aminosäure an das entstehende Proteinmolekül angebaut.Den genauen Code kannst du der "Code-Sonne" entnehmen, die deinem Biobuch abgebildet sein müsste. Man liest sie von innen nach außen. Doch wo kommen jetzt die Aminosäuren her? Diese sind an die sogenannte tRNA (transportRNA)gebunden. Die tRNA schwimmt frei im Zellplasma rum, besteht aus 3Basenpaaren und einem Trägermolekühl. Sie ist eben die Trägersubstanz für Aminosäuren. Bei Bedarf werden sie von den Ribosomen angefordert. Die tRNA bildet sozusagen das Gegenteil (Anti-Codon) zum abgelesen m-RNA-Stück (Codon). Das mRNA-Stück wird mittels eines Enzyms von Aminosäure getrennt und kann im Zellplasma wieder mit ihrer passenden Aminosäure beladen werden. Bei der Proteinbiosynthese versteht man also unter komplementären Basen die 3 Basen der t-RNA und die abgelesenen 3 Basen der m-RNA

Hoffe es ist jetzt ein wenig verständlicher

Antwort
von JonasInfo, 35

https://de.wikipedia.org/wiki/Proteinbiosynthese

Da steht das eigentlich ganz plausibel :P 

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