kann mir jemand die militärischen und die moralischen seiten des u-boot-krieges nennen?

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2 Antworten

Zur militärischen Seite des U-Boot-Krieges:

Im amerikanischen Bürgerkrieg hat ein Südstaaten-U-Boot ein Kriegsschiff der Nordstaaten versenkt. Dieser Einzelfall hat am Kriegsausgang nichts geändert.

Auch im Ersten Weltkrieg waren die U-Boote noch nicht sehr bedeutend, da die Reichweite der U-Boote noch gering und ihr Vernichtungspotenzial beschränkt war. Im Zweiten Weltkrieg waren die deutschen U-Boote anfangs sehr bedeutend, da sie erhebliche Mengen Schiffsraum vernichten konnten. Durch Geleitzugstrategie, Entschlüsselung der deutschen Enigma-Funksprüche, Radar, verbesserte Ortungs- und Bekämpfungstechniken mit Zerstörern und Flugzeugen schwand die militärische Bedeutung der U-Boote im Zweiten Weltkrieg immer mehr. In einem modernen Krieg hätten U-Boote eine ganz andere Bedeutung, da sie nicht mehr zur Vernichtung von Schiffen, sondern als Träger für Marschflugkörper und Raketen (auch mit Atomwaffen) zum Einsatz kämen.

Die moralische Seite des U-Boot-Krieges ist, dass bei der Versenkung von Handelsschiffen auch Zivilisten ums Leben kommen können, was aber im Vergleich zur Flächenbombardierung von Städten mengenmäßig unbedeutend bleibt. Wenn ausschließlich mit Zivilisten besetzte Schiffe versenkt werden (z.B. die Wilhelm Gustloff durch ein sowjetisches U-Boot), dann ist das nicht in erster Linie eine moralische Frage des U-Boot-Krieges, sondern des Krieges überhaupt. Die Versenkung hätte ja auch durch Überwasser-Kriegsschiffe oder durch Flugzeuge erfolgen können, was an der Tatsache der moralisch verwerflichen Tötung tausender Zivilisten nichts geändert hätte.  

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Militärischer Aspekt: Schädigung des Kriegsgegners durch Vernichtung von Schiffsraum und gegenerischen Seestreitkräften.

Moralischer Aspekt: Krieg ist unmoralisch.

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