Kann mir jemand das Turmerlebnis von martin Luther erklären?

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3 Antworten

Luther war ein sehr durchtriebener Mensch, der viel über das Leben und die Gemeinschaft mit Gott nachdachte. Er hatte große Angst, Gott wolle ihn nicht und werde ihn verdammen. Er hasste Gott regelrecht, weil er die Gerechtigkeit und Rechtfertigung des Menschen vor Gott nicht unter einen Hut bekommen hat. 

Das Turmerlebnis ist ein Wendepunkt seiner Theologie. Er stößt wieder auf die Schriften des Paulus, genauer dessen Römerbrief 1. Kapitel Vers 19. Darin steht, dass man bereits durch seinen Glauben gerechtfertigt sei und lebe.

Dies bedeutet in einem einfachen Deutsch, dass man sich komplett auf die Gnade Gottes einlässt und verlässt. Es mag zwar merkwürdig klingen, aber wenn man Gott, durch seine Taten beeinflussen könne, .. so würde man sich selbst vergöttlichen. Das geht aber nicht. 

Es ist zwar toll "gute Werke" in seinem Leben zu vollbringen, jedoch kann man damit nicht mehr ein VIP - Ticket für den Himmel erwarten. Der Weg zu Gott sei über Jesus, der bereits für die Menschen am Kreuz gestorben ist und das Tor der Erlösung sprichwörtlich schon aufgetan hat.

Für Luther war dies ein Erweckungsmoment. 

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