Kann mir jemand bitte helfen, es gut um Religion?

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6 Antworten

Die Aufgabenstellung ist echt ein bißchen seltsam. Ich tue mich auch ein wenig schwer die Überschrift mit dem unteren Text zu verbinden. Klar ist die Bibel eine Sammlung von Erfahrungen von Menschen mit Gott. Darüber kann man ewig lange Vorträge halten, aber nur in Bezug auf Dtn 6,4-9. Puhhh. 

Ich kann mir nur vorstellen darauf einzugehen, dass Gott sich seinem Volk (Israel) als der eine einzige Gott offenbart hat. Da gab es ja immer wieder die Anbetung anderer Götter (z.B. das goldene Kalb im Buch Exodus, dass sich die Israeliten machten, als Mose die zehn Gebote empfing). Gott möchte also deutlich herausstellen, dass er der einzige Gott ist. Und das die einzige richtige Antwort auf diese Offenbarung Gottes ist, dass sein Volk ihn mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben soll. In dieser Zeit war es ja nicht unüblich mehrere verschiedene Götter anzubeten, da hob sich Israel ganz gewaltig von anderen Völkern ab. Und gerade die Aussage, dass Israel Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben soll, greift auch Jesus wieder auf: Matthäus 22,37-40: "Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten."

So bekommst Du die Kurve vom Judentum zum Christentum, wenn Du willst. Jesus bezieht sich also genau auf die Stelle in Dtn, wo Gott sich als der Einzige offenbart und die Liebe seines Volkes einfordert. Jesus, der ja der Sohn Gottes ist, stellt also keineswegs in Frage, dass Gott einzig ist, er bekräftigt die Aussage, dass Gott unsere Liebe zusteht und fügt noch hinzu, dass ebenso wichtig die Nächstenliebe ist. 

Du kannst also vielleicht darauf eingehen, das Gott sich von Anfang an als der Einzige seinem erwählten Volk vorgestellt hat, dass Israel Gott immer wieder als den Einzigen Gott erfahren hat und in der gesamten Bibel sich das nicht geändert hat, dass auch Jesus Gott als den Einen gelehrt hat und zwar nicht nur mehr den Israeliten, sondern allen Menschen und Jesus selbst sagte in Johannes 10,30: "Ich und der Vater sind eins" So könntest Du auch wenn Du möchtest auf die Dreieinigkeit und Dreifaltigkeit eingehen. 

Diese Fragestellung kann also wirklich sehr weitläufig ausgelegt werden. Die Frage ist natürlich wie die Vorstellungen Deines Lehrers sind. Ist er eher offen für freies Auslegen von Fragestellungen, oder hat er immer schon eine vorgefertigte Ansicht von dem was er von Euch  hören will? Wenn er eher genau weiß was er hören will würde ich Dir auch empfehlen ihn nochmal drauf anzusprechen, ob Du die Fragestellung so richtig verstanden hast, oder auf was er abzielt mit seiner Frage.

Ich drück Dir die Daumen!

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Kommentar von annalisauto
01.04.2016, 01:08

Vielen dank! :-)

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Das ist nicht nett von eurem Lehrer, dass er euch Aufgaben stellt, aber nicht genau sagt, was er von euch will... Kannst du ihn nicht nachfragen?

Klingt übrigens auch nicht so, als wäre der Lehrer besonders qualifiziert, um über andere Religionen zu unterrichten, so nebenbei gesagt...

Ist das ein christlicher Religionsunterricht oder "Ethik" oder so?

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Kommentar von annalisauto
31.03.2016, 13:36

Katholisch :-)

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Als Gott mit den Israeliten einen Bund schloss und ihnen Gesetze gab,
die in der Bibel festgehalten sind, gebot er ihnen: „Du sollst niemals
andere Götter wider mein Angesicht haben“ (5. Mose 5:7).

Wie viele Personen sprechen hier? Eine oder mehrere? In 5. Mose 6:4
finden wir die unmissverständliche Aussage: „Höre, o Israel: Jehova,
unser Gott, ist e i n Jehova“ — nicht drei in einem.

Israel war kurz zuvor aus Ägypten befreit worden, wo Triaden oder Dreiheiten von Göttern wie Osiris, Isis und Horos angebetet wurden. Deswegen wurde den Israeliten geboten, nur e i n e n Gott anzubeten.

Der Rabbiner Dr. J. H. Hertz schreibt: „Diese erhabene Verkündigung des reinen Monotheismus bedeutete zugleich eine Kriegserklärung an jeden Polytheismus . . . Das Schema [ein auf 5. Mose 6:4 basierendes Gebet] schließt ebenso die Dreieinigkeit des christlichen Glaubensbekenntnisses als Verletzung der göttlichen Einheit aus.“

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Zur Zeit des irdischen Dienstes Jesu Christi hatte jede größere Ortschaft in Palästina eine eigene Synagoge, und in größeren Städten gab es mehr als eine. Jerusalem hatte viele Synagogen. In der Bibel wird sogar davon berichtet, daß ein römischer Offizier eine Synagoge für die Juden baute (Luk 7:2, 5, 9).

Gottesdienstordnung. Die
Synagoge diente als ein Ort der Unterweisung, nicht der Opferung. Opfer
wurden nur im Tempel dargebracht. Synagogengottesdienste scheinen aus
Lobpreisungen, Gebeten, dem Vortragen und Vorlesen von Bibeltexten, aus
Erklärungen und Ermahnungen oder Predigten bestanden zu haben. Die
Lobpreisungen stützten sich auf die Psalmen. Aus den zum Teil der Bibel
entnommenen Gebeten machte man im Laufe der Zeit lange Ritualgebete, die oft nur zum Schein oder zur Schau vorgetragen wurden (Mar 12:40; Luk 20:47).

Ein Bestandteil des Synagogengottesdienstes war das Aufsagen des Schma — sozusagen das jüdische Glaubensbekenntnis. Seinen Namen erhielt es von dem ersten Wort des zuerst verwendeten Schrifttextes: „Höre [schemáʽ], o Israel: Jehova, unser Gott, ist e i n Jehova“ (5Mo 6:4).

Den wichtigsten Teil des Gottesdienstes bildete die Lesung der Thora
oder des Pentateuchs, die am Montag, Donnerstag und an jedem Sabbat
stattfand.

In vielen Synagogen war das Lesen des Gesetzes so eingeteilt,
daß es im Laufe eines Jahres durchgenommen wurde; in anderen benötigte
man dazu drei Jahre.

Da man auf das Vorlesen der Thora so viel Wert legte, konnte der Jünger Jakobus mit Recht zu der leitenden Körperschaft in Jerusalem sagen: „Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird“ (Apg 15:21).

In der Mischna (Megilla 4:1, 2) wird auch auf den Brauch Bezug genommen, daß man Auszüge aus den Propheten vorlas, die als die Haftaroth bekannt waren, und sie kommentierte.

Nachdem Jesus die Synagoge seiner Heimatstadt Nazareth betreten hatte, reichte man ihm zum Vorlesen eine der Schriftrollen, die die Haftaroth enthielten, worauf er das Gelesene gemäß dem Brauch erklärte (Luk 4:17-21).

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Da würde ich mal den Herrn Pfarrer fragen.

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Ich glaube dem Aufgabensteller geht es hier vor allem um die in der Bibel in allen Schriften vorhandene Einigkeit darüber, dass es nur den einen Gott gibt und er einzigartig ist. Anders kann ich mir die Überschrift auch nicht erklären. Zur Not frag einfach nochmal Deinen Lehrer, was er exakt meint.

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Oh, für die Aufgabenstellung kannst du Marilyn Manson nehmen.
Die haben nette Gottesbilder und Gottesvorstellung.. ;-)
Xavier Naidoo würde ich lieber nicht als Beispiel nehmen.. Der hat allgemein seltsame Vorstellungen über die Welt und Deutschland.

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