Kann mir jemand bitte dringend den Traum deuten?

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6 Antworten

Liebe Anna,

als erstes möchte ich Dir sagen, dass Du Dir keine Sorgen machen musst.

Dein Traum von den aufdringlichen Schlangen war ein klassischer Alptraum. Nihlatak hat geschrieben, dass Du überfordert bist, Dir "Dinge" Angst machen und Du nicht fähig bist, alleine Herr drüber zu werden. Mit den ersten zwei Erklärungen hat er gut erkannt, was der Traum für eine "Gefühlslage" ausdrückt. Anna, ich denke, das hast Du aber wahrscheinlich selbst schon gemerkt, denn niemand anders als der Träumer selbst, weiß besser, was für Gefühle der Traum durchleben ließ. Es gibt keinen allgemeingültigen Symbolcode, wohl haben die Begriffe/ Konzepte im Traum im Allgemeinen die selbe Bedeutung und Konnotation wie im realen Leben, so dass auch Unbekannte meist intuitiv "richtig" liegen. Doch den Bezug zu Deiner Lebenssituation, den Entwicklungen, die Du gerade durchmachst, den kannst nur Du selbst ziehen. Zu Beginn der Wissenschaft, die sich mit den Vorgängen der Psyche beschäftigt, hat Sigmund Freud Träumen eine bedeutende Rolle zugeschrieben und hat, in der Annahme, dass es notwendig sei, Träume mittels eines" Codes" zu entschlüsseln, um den Sinn und die Botschaft dahinter zu verstehen, die Traumdeutung begründet. Freud war auch derjenige, der den Begriff des "Unbewußten" prägte (genauso wie das Konzept vom "Es", "Ich" und "Über-Ich"), er war es auch, der den Großteil der Motivation der menschlichen Handlungen im Sexualtrieb zu finden glaubte. So wundert es Dich wohl kaum, wenn ich Dir jetzt sage, dass Schlangen nach der Freud´schen Traumdeutung ein Symbol für die männliche Sexualität stehen, in diesem Falle hätte er Dir erklärt, dass Du Dich von männlicher Sexualität bedrängt fühlst und ihr ausweichst, in passiver und vermeidender Art dem Thema aus dem Weg gehst.

Es kann natürlich jetzt zufällig wirklich so sein, dass der Grund für das Gefühl der Überforderung in Deinem Traum in einer destruktiven Liebeseziehung und/oder unausgeglichenen, fordernden sexuellen Wünschen an Dich liegt.

Ich denke, Du weißt, welche Aspekte Du in Deinem Leben bisher durch eine reaktive, ängstlich-zögernde Handlungsweise vernachlässigt hast, wo Du durch Vermeidungstaktik ausgewichen bist und somit wenig Kompetenz/ Handlungsstrategien entwickeln konntest, um die Situation/en .zu meistern.

Du träumst in jeder Schlaffphase mehrere Träume, meist jedoch kannst Du Dich nicht an sie erinnern. Dieser erinnerte Traum stammt, leicht an seinem lebendigen "Skript"  zu erkennen, aus der REM-Phase.

Träume im Allgemeinen  sind eine psychische Aktivität während des Schlafens, sie erfüllen grob gesagt eine Art Verarbeitung- und Reinigungssfunktion von verschiedenen, auf den Organismus einströmenden Reizen. Sie befreien die Psyche von all dem "Spam", den Deine belebte und unbelebte Umwelt dort hinterlässt. Den Part erledigt der normale Schlaf und der Tiefschlaf, die Träume sind in der Regel wirrer und nicht so intensiv wie die der REM-Phase, welche dem Träumer bei der Verarbeitung von realen Erlebnissen helfen und ihn in seiner Entwicklung fördern. Dazu ist es übrigens gar nicht notwendig, Träume zu entschlüsseln, sie zu "übersetzen", um dann damit "zu arbeiten", sprich in Gedanken zu wälzen, zu grübeln, Lösungswege und Handlungen  zu entwerfen und dann umzusetzen. Eigentlich ist mit dem Träumen der Job schon erledigt.

Bei Alpträumen, wie Deinem, zu Erkennen am stets von mit Angstgefühlen begleitetem Erwachen, sollte dagegen versucht werden, die Botschaft der Psyche zu verstehen. Dadurch erhält man die "Macht" angsterzeugende und der Persönlichkeit schädliche Muster zu entlarven und  aktiv den Entwicklungsprozess zu beeinflussen. Davon profitiert das Selbstbewußtsein, es macht glücklich, sich Selbst liebend und fürsorglich zu behandeln.

Wie so oft in psychologischen Prozessen kann man mehrere Wege gehen, um die als bedrohlich empfundene Situation aufzulösen. Sehr positive Ergebnisse bringt es zum Beispiel zunächst im Traum die passive Rolle in eine aktive umzuwandeln, anstatt Berührung und Kontakt zu vermeiden, den selben zu suchen, die Angst in Interesse zu verändern.

Aber wie lernt man einen Traum aktiv zu lenken?

Durch Autosuggestion! Man lenke dazu seine Gedanken, so oft es geht, aber auf jeden Fall vor dem Einschlafen, auf die im Traum gewünschte Veränderung, also z.B.: "Die Schlangen haben mir nichts getan, es kann mir nichts passieren, ich werde mich nicht in eine Ecke drängen lassen sondern ganz unbefangen hingehen, wohin immer ich auch will."

Immer schön langsam sich lediglich auf EINE kleine Veränderung konzentrieren, es kann eine Weile dauern bis der Entschluß seinen Weg in den Traum gefunden hat. Doch Beharrlichkeit zahlt sich aus und wenn die Situation im Traum von passiv zu aktiv gewandelt wurde, dann löst der Gedanke an eine Verhaltensänderung in der Realität auf einmal keine Panik mehr aus sondern Tatendrang.

Liebe Anna, ich wünsche Dir Neugier und Zuversicht, Lust am Ausprobieren und Fehler machen und möchte Dir nur noch eines mit auf dem Weg geben: Probleme sind eigentlich nichts anderes als Wegweiser und Chancen, ganz gezielt die eigenen Fertigkeiten zu verbessern.

Alles Gute

wünscht Tine                                                                                                                                              

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Da hilft nur Erkenntnis

---Wer Erkenntnisse auf diesem Gebiete hat, der weiß, daß typische unterbewußte Seelenvorgänge bei den verschiedensten Menschen sich in die verschiedensten Lebensreminiszenzen einkleiden und daß es nicht auf den Inhalt des Traumes ankommt.

---Man kommt nur darauf, was da eigentlich zugrunde liegt, wenn man sich darin schult, von dem Inhalt des Traumes ganz abzusehen, wenn man sich darin schult, ich möchte sagen, die innere Dramatik des Traumes ins Auge zu fassen: ob der Traum davon ausgeht, in einer gewissen Traumvorstellung zuerst eine Grundlage zu legen, dann eine Spannung zu schaffen und einen Ablauf, oder ob eine andere Folge da ist, ob zuerst eine Spannung und dann eine Auflösung da ist.

---Es bedarf einer großen Vorbereitung, den Ablauf des Traumes in seiner Dramatik, ganz abgesehen von dem Inhalt der Bilder, ins Auge zu fassen. Wer Träume verstehen will, muß in der Lage sein, etwas auszuführen gegenüber dem Traume, das gleich käme dem, wenn man ein Drama vor sich hat und sich für die Bilder nur insoferne interessiert, als man dahinter den Dichter ins Auge faßt, in dem, was er auf- und abwogend erlebt.

---Erst wenn man aufhört, den Traum durch eine abstrakte symbolische Ausdeutung der Bilderwelt ergreifen zu wollen, erst wenn man in die Lage kommt, sich einzuleben in die innere Dramatik des Traumes, in den inneren Zusammenhang, abgesehen von der Symbolik, von dem Inhalte der Bilder, erst dann merkt man, in welchem Verhältnisse die Seele zu dem steht, was geistige Umwelt ist. Denn diese kann nicht durch die Traumbilder gesehen werden, in die derjenige, der kein imaginatives Schauen hat, durch die abnormen Verhältnisse des Schlafes das Wirkliche kleidet, sondern nur durch das imaginative Bewußtsein.

---Was sich abspielt jenseits der Traumbilder als Traumdramatik, das ist nur durch das imaginative Bewußtsein zu erkennen.
(Steiner: GA 73 Seite 187f)

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In meiner Kultur und Religion (Islam) sind Schlangen in Träumen sehr schlecht. Schlange = Feind, der dir Schaden möchte. Oder jemand der neidisch auf dich ist und dir auf irgendeiner Art und Weise Schaden wird. 

Wenn die Schlange dich nur verfolgt bzw beobachtet solltest du im echten Leben auf deine "Freunde" aufpassen, denn vllt sind sie nicht so nett wie du denkst. Wenn die Schlangen dich auf irgendeiner Art und Weise verletzt haben, wird dir jemand in kürzester Zeit schaden. Sei es deine Beziehung, Job, Psyche, Familie, was auch immer .... 

Du kannst im Internet auch mal selber recherchieren (einfach Traum, Schlange und Islam schreiben) also bei mir kam iwie immer raus was ich geträumt habe. 

Oder es liegt einfach daran dass du im Unterbewusstsein so sehr Angst vor Schlangen hast, dass du von Schlangen träumst. Albtraum eben. 

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2 Möglichkeiten:

1.) Schlangen könnten als Fallus-Symbol gedeutet werden. Da du Angst vor den Schlangen hast und vor ihnen fliehst, könnte es bedeutet daß du Angst davor hast Jungs/Männer anzusprechen.

Bist du eventuell verliebt in jemanden und traust dich nicht den ersten Schritt zu machen? Gehst du dem ersten Kontakt am liebsten aus dem Weg? Hat dich schon ein Junge/Mann angesprochen und du hast seine Einladung per Ausrede abgelehnt?

2.) Daß die Schlangen dich an den Rand und ins Eck drängen, könnte bedeuten daß du dich bedrängt oder überfordert fühlst.

Steht eventuell eine wichtige Prüfung an? Wirst du von jemandem bedrängt oder genötigt? Fühlst du dich von deinem Tagesablauf überfordert? Zuwenig Zeit für dich selbst, wegen zuviel Hausaufgaben, Hausarbeit, Vereinsbesuchen etc.?


Natürlich kann auch beides zutreffend sein.

So würde ich den Traum deuten :)

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erstens träume müssen nichts bedeuten aber wenn er was bedeutet hat drückt er aus das du überfordert bist und dir dinge angst machen und du nicht fähig bist alleine herr drüber zu werden

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Die Farben spielen eine wichtige Rolle:

Rote Schlange: symbolisiert die Sexualität; haben Sie von einer roten Schlange geträumt, sind Sie womöglich nicht im Reinen mit Ihrem Sexualleben und Ihren sexuellen Neigungen

grüne Schlange: steht für geistige Stärke und Hoffnung

violette Schlange: bedeutet eine starke psychische Energie

weiße Schlange: symbolisiert Reinheit, Weisheit

gelbe Schlange: in Frauenträumen Angst vor der männlichen sexuellen Macht

orange Schlange: komplexes Symbol, beinhaltet Teile von Rot (Sexualität) und Weiß (Reinheit); die Kombination kann auf den Konflikt zwischen dem Sexualtrieb und dem kontrollierenden Geist hindeutenhell 

Leuchtende Schlange: Warnsignal, Angriff steht bevor

bronzefarbene Schlange: Angst vor finanzieller Krise.


Hier der link zum weiterlesen:

http://traum-deutung.de/schlange/

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Kommentar von Tintinula
08.03.2016, 06:18

Das ist jetzt eine wunderschöne Anregung wie man das Thema "Schlangentraum" auf märchenhafte Weise mystisch verklären kann, ich frage mich wie man solch Geheimwissen erlangt. Nur ein Eingeweihter kennt die Wahrheit, wahrscheinlich eingeflüstert von der großen Schöpferin in das unbedeckte, linke Ohr der in einer Venusmuschelschale seit 40 000 Jahren meditierend durch Raum und Zeit träumenden Jungfrau, exakt 12 Minuten bevor sie vom makrobiotischen Bohnenbrei, den sie zu Mittag hatte, die hässlichste Blähung des Universums aus ihrem kleinen straffen Po sausen ließ. Ach ja, ihre Mutter trug an dem Tag ihrer Zeugung einen lila Kaftan, vor und nach dem Akt mit dem unbekannten Bauarbeiter hat sie ein Original schadstoffarmes Räucherstäbchen verbrannt. Nur echt mit dem Siegel mit dem Hologram.

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