Frage von KimmMarley, 87

Kann mir jemand bei meinem variablen ND-Filter helfen?

Hallo Zusammen

Also, ich habe mir einen variablen ND-Filter gekauft. (ND2 bis ND400). Laut Verpackung steht da aber auch 2 bis 8 Blendenstufen.

Wenn ich aber richtig infortmiert bin, steht die 8 Blendenstufe für einen ND256.

Was stimmt jetzt?

Da ich auch analog fotografiere und die Kamera dafür nur eine Belichtungsmessung von maximal 1 Sekunde zulässt, muss ich die Sekunden mit dem ND-Filter selber berechnen.

Wo liegt mein überlegungsfehler?

Liebe Grüsse

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von migebuff, 63

Ein ND400 lässt ein Vierhundertstel der Lichtmenge durch.

Eine Blende weniger wäre die Häflte, zwei Blenden wiederum davon die Hälfte, also ein Viertel, drei Blenden ein Achtel usw, acht Blenden sind dann 1/256, neun Blenden wären 1/512 der ursprünglichen Lichtmenge. Dein Filter liegt bei 1/400, also zwischen acht und neun Blenden.

Kommentar von KimmMarley ,

ist es also einfach eine rundungsfrage? und mit was soll ich jetzt meine belichtungszeit berechnen? 400x so lang oder 256x (entspricht 8 blendenstufen) so lange?

Kommentar von migebuff ,

Ich würde das einfach mal ausprobieren. Mach ein Bild ohne ND-Filter und schau, um wieviel du bei gleichen Lichtverhältnissen länger belichten musst, bis das Ergebnis wieder dem Ausgangsbild entspricht.

Der Hersteller kann ja theoretisch alles mögliche drauf schreiben.

Kommentar von Hasibert ,

Wenn du die 70D noch hast, kannst du an der mal ausprobieren. Aber Vorsicht, zu weit gedreht erzeugen diese variablen ND-Filter ein unschönes dunkles Kreuz im Bild.

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Fotografie & Kamera, 29

Hallo

Vari ND Filter sind nicht sonderlich genau und haben deswegen auch meist keine geeichte EV Wert Skala.

Wenn man bei der Blichtungszeit in die Sekundenbereiche kommt wird das es Toleranzfeld eh grösser. Analogfilm hat dann auch schon die Schwarzschildproblematik. Zudem kann sein dass die analoge Kamera nur 1 Sekunde auf dem Drehrad hat aber im Automatikmodus auch einige Minuten lang und am Ende korrekt belichtet (zb die Pentax). Falls nein kann man ja einfach aus den Lichtwerten die nötige Verschlusszeit für Bulb ausrechnen

Ich kenne nur einen Vari ND Filter mit ND400 der geistert in zig Markennamen schon seit denn 90ern rum und ist ein Billigteil fürs Videofaden. Durchaus brauchbar bis ND32 oder noch ND64. Darüber wird es halt ein Effektfilter


Antwort
von vejaymike, 31

In dem Fall bleibt wohl nichts anderes, als die Sekunden für den ND-Filter selbst zu berechnen, da die analoge Kamera die Blende nicht berechnen und kompensieren kann.


Am besten geht das in der Praxis damit, mehrere Aufnahmen zum Vergleich zu machen, auf denen die gewählten Belichtungsdaten per Kärtchen im Bild zu sehen sind und sich dan das beste Ergebnis für spätere Aufnahmen notiert. So würde ich das machen. 

Gerade bei analoger Fotografie, lohnt es sich, durch verschieene Probeaufnahmen, die bestmöglichen Einstellungen herauszufinden, denn zählen tut schliesslich nur das, was auf dem Foto am Schuss als Ergebnis zu sehen ist.

100-prozentig wirst Du die Blende nie berechnen und einstellen können, so dass immer auch mal gerundet werden muss dabei, weil die Blenden nicht so fein abgestuft sind, damit sie alle Zwischenbereiche abdecken könnten.

LG

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