Kann mir jemand Arthur Schopenhauers Ethik über das Mitleiden erklären?

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2 Antworten

Aus dem Bad sich erhebend und zu einem „guten“ Buch strebend, sei mir eine kurze Antwort erlaubt (auf die Zitatstellen verzichte ich einmal ausnahmsweise):

Für Schopenhauer ist allein Mitleid (mit Mensch und man beachte: auch Tier) der moralische und ethische Aktor und Impetus als nur „ ....die dem Mitleiden entkeimte Liebe und im Mitleiden zur vollen Brechung des Eigenwillens sich betätigende Liebe ist die erlösende christliche Liebe, in welcher Glaube und Hoffnung ganz von selbst eingeschlossen sind.

Die „Herkunft“ und die „Ankunft“ dieser ethisch-kategorischen Omnibusgröße erklärt Schopenhauer wie folgt: „Mein wahres, inneres Wesen existiert in jedem Lebenden so unmittelbar, wie es in meinem Selbstbewusstsein sich nur mir selbst kund gibt. Diese Erkenntnis […..] ist es, die als Mitleid hervorbricht, auf welche daher alle echte, d.h. uneigennützige Tugend beruht und deren realer Ausdruck jede gute Tat ist.“

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So wie Schopenhauer mit dem WILLEN (eine unglückliche Bezeichnung, die mit dem, was man landläufig als Willen versteht, kaum was zu tun hat), einer ursprünglichen, ungeordneten Lebenskraft den Grund des Seins ergründen wollte, so sucht er auch nach einem echten Grund für ethisches Verhalten und findet es im MITLEIDEN. Unter diesem Gesichtspunkt lies:

http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Mitleid/mitleid.html

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