Frage von plakje, 97

Kann mir einer Bibelstellen zeigen, in denen darüber geredet wird, ob wir unsere Verwandten und Freunde im Himmel wiedersehen werden?

Antwort
von warehouse14, 31

Ich kann nur über das reden, was ich aus der Bibel insgesamt heraus lernen konnte:

Mit ein klein wenig logischem Denken kommt man bei diesem emotional ja recht schwierigen Thema eigentlich nur zu einem Schluss:

Wenn Gott es will und auch die Verwandten/ Freunde nichts einzuwenden haben sollte man sich im Paradies wiedersehen können. Falls man selber dort sein darf jedenfalls. ;)

Leider machen zu viele Menschen den Fehler, ihren persönlichen Gottesdienst von solchen Nebensächlichkeiten abhängig zu machen. Frei nach dem Motto: ich will es so und wenn ich nicht kriege, was ich will, kann Gott mich mal.

Dumm nur, daß man so sicher nicht ins Reich Gottes reingelassen wird.

Also wird es nix mit einem fröhlichen Wiedersehen.

Im Übrigen gibt es ja nicht grundlos die Lehre in der Bibel, daß man Familie und Freunde zugunsten Gottes verlassen/ hinter sich lassen soll. Ich denke, das hat einen höheren Sinn als viele glauben wollen.

Man sollte loslassen können. dann wird der Schmerz nicht zu groß, wenn gewisse Leute eben nicht anzutreffen sind, obwohl man es erhoffte...

Gott urteilt ja absolut gerecht, also wird das dann auch richtig sein, so wie es ist.

warehouse14

Antwort
von LaMinaa, 46

"Kostbar ist in den Augen Jehovas der Tod seiner Frommen" (Psalm 116,15)
Es ist schwierig Bibelstellen zu finden, die genau dieses Thema ansprechen. Generell spielt aber die Reich-Gottes-Lehre eine zentrale Rolle bei der Frage, was nach dem Tod passiert. Sie besagt, dass Gottes Reich mit der Menschwerdung - also Jesu Leben - begonnen hat. Durch Jesus lebt dementsprechend jeder Mensch im Reich Gottes; auch schon auf der Erde. Man nennt dies eschatologischen Vorbehalt. Am Ende aller Zeiten (bei der Apokalypse) soll dieses Reich vollendet werden. Der "Ort" an dem Alle sich befinden, bleibt dementsprechend derselbe, nur in einem anderen Leben (Wer genau in das Reich kommt, ist kompliziert zu erklären. Falls Du Fragen hast, schreib mit einfach). Wieso sollte man seine Verwandten also nicht wiedersehen?
Generell ist im christlichen Glauben der Tod etwas sehr Positives, da der eschatologische Vorbehalt dadurch vorbei ist und ein "besseres" Leben folgt. Deshalb gibt es zum Beispiel auch einen Leichenschmaus. Die Menschen sollen eigentlich "feiern" und sich in Gesellschaft verabschieden. Der Tod ist also kein Ende, sondern ein neuer Abschnitt.

Ich persönlich glaube fest daran, dass ich einige Personen wiedersehen werde und dieser Glaube gibt mir viel.
Ich hoffe, dass ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte.
Alles Gute,
Mina

Antwort
von Nindane, 53

Ohje hast du jemanden verloren?
Ich hab heute leider nicht mehr soviel Zeit dafür aber ich möcht dir gern welche schicken ich versuch dich mal zu speichern

Antwort
von Philipp59, 15

Hallo plakje,

zunächst einmal sollte man bedenken, dass die Aussicht auf ein ewiges Leben für die meisten Menschen nicht mit einem Leben im Himmel, sondern mit einem Leben hier auf Erden verbunden ist. Die Aussage, "Alle guten Menschen kommen in den Himmel" stimmt also nicht. Vielen ist nicht bekannt, dass die Bibel an vielen Stellen von der Aussicht auf ein ewiges Leben in einem irdischen Paradies spricht. Stellvertretend für viele andere, möchte ich hier nur zwei Stellen erwähnen. Sie lauten:

"Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29)

"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden"       (Matthäus 5:5).


Wenn die Juden zu biblischer Zeit in den heiligen Schriften lasen, stießen sie dabei immer wieder auf Aussagen, die sich auf ein künftiges Leben auf der Erde bezogen. Die Hoffnung auf ein Leben im Himmel war ihnen völlig unbekannt. Damit wurden sie erstmals konfrontiert, als Jesus Christus davon sprach, z.B. als er zu seinen Jüngern sagte: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:2,3). Mit dem "Hause meines Vaters" meinte Jesus natürlich den Himmel und er sagte unmissverständlich, dass er seine damaligen Jünger dorthin holen werde.

Doch zeigt die Bibel auch, dass nicht alle Jünger Jesu Christus automatisch die Hoffnung haben, einmal mit ihm im Himmel zu sein. Sie spricht von "Auserwählten" und "Berufenen", deren Zahl begrenzt ist (Kolosser 2:3,  Römer 1:6). Jesus sagte einmal mit Blick auf diese "Auserwählten": "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). In der "Offenbarung" wird sogar die genaue Zahl dieser "kleinen Herde" bekanntgegeben: 144.000 Personen (siehe Offenbarung 7:4 und 14:1).

Warum ist aber die Anzahl der zu himmlischen Leben Berufenen überhaupt begrenzt? Weil diese Personen im Himmel eine besondere Aufgabe zu erfüllen haben; zusammen mit Jesus Christus bilden sie eine himmlische Regierung, in der Bibel auch "Gottes Königreich" genannt. Wie bei jeder anderen Regierung auch, können ihr nicht alle Bürger angehören, sondern nur eine begrenzte Auswahl geeigneter Personen. Diese himmlische Regierung wird über gehorsame Menschen hier auf der Erde regieren. Darüber schreibt die Offenbarung: "...mit deinem [Jesu Christi] Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft,  und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:9,10).

Welches sind aber einige Voraussetzungen dafür, dass jemand in den Himmel gelangen kann? Zum Beispiel muss jeder, der einen Platz im "Königreich der Himmel" bekommt, mit Jesus Christus in den "neuen Bund" und in den "Bund für ein Königreich" aufgenommen werden. Jesus sagte beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern: " Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben;  und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich,  damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich esst und trinkt und auf Thronen sitzt (Lukas 22:29-30). Nach Jesu Worten wird nur jemand in diesen Bund aufgenommen, der "in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten" hat, d.h. jemand, der ähnliche Erprobungen des Glaubens wie Jesus durchgemacht und in ihnen, ebenso wie er, standgehalten hat.

Eine weitere Voraussetzung für das himmlische Leben ist die Wiedergeburt. Das geht aus folgenden Worten Jesu hervor: "Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen" (Johannes 3:3). Auf das Thema "Wiedergeburt" näher einzugehen, würde den Rahmen dieser Antwort ganz sicher sprengen. Doch sei hier nur soviel gesagt, dass die Wiedergeburt eine unabdingbare Voraussetzung für die Berufung zu himmlischem Leben ist.


Wie diese biblischen Darlegungen gezeigt haben, steht ein Leben im Himmel wohl den meisten Menschen nicht in Aussicht. Andererseits wird das am Anfang beschriebene Leben in einem Paradies auf Erden sehr vielen Menschen offenstehen, denn über die Auferstehung zum Leben hier auf der Erde heißt es in der Bibel: "Und ich [der Apostel Paulus] habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, dass es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird (Apostelgeschichte 24:15). Wenn diese Zeit herbeigekommen ist und wir dann am leben sind, werden wir ganz sicher alle unsere geliebten Freunde und Verwandten wiedersehen und sie in unsere Arme schließen können. Doch ob wir in das künftige irdische Paradies gelangen hängt davon ab, ob wir uns heute schon darum bemühen, Gott kennenzulernen und seinen Willen zu tun. Die Bibel gibt uns die wunderbare Möglichkeit, Gottes Wege und Gedanken zu verstehen, was in uns den Wunsch entstehen lassen kann, ihm für immer zu dienen.

LG Philipp

Antwort
von Benquq, 50

Wenn ihr beide die gleich Einstellung zu Gott habt, ist das schon klar.

😀👌

Antwort
von joergbauer, 16

Gott hat Kinder! Die Bibel erklärt, daß man dazu erwählt wird auf Basis der Vergebung der Sünden durch den Glauben an Gottes Sohn Jesus Christus. Gott wurde Mensch und hat am Kreuz durch seinen Tod und die Auferstehung dafür gesorgt, daß alle die an IHN glauben nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben im Himmel haben werden (Johannes 3,16).

Gott hat keine Enkelkinder! Das bedeutet, daß man nicht aus kirchlicher  Tradition oder durch familiäre Bindungen zum Christen und Kind Gottes wird. Jeder glaubt für sich allein und steht damit für sich vor Gott. Wenn du in der Garage geboren wirst, bist du ja auch kein Auto.

Es ist sicherlich möglich, daß eine ganze Familie gläubig und von neuem geboren ist und in den Himmel kommen. Das wäre ein großer Segen! Aber leider haben viele Christen heutzutage Familienangehörige, die von Gott, Bibel und Glauben nichts wissen wollen. Da hilft dann tatsächlich nur beten und ihnen durch das eigene (gute) Verhalten zu zeigen, daß Gott lebt und sie liebt.

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