kann mir bitte jemand was zum Wasser/Elyte-Haushalt erklären?

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2 Antworten

Hypertone Dehydratation: Der Körper verliert mehr Flüssigkeit als Salz z.B. durch mangelnde Wasserzufuhr, Schwitzen, Diabetes insipidus, Diabetisches Koma, Durchfall, Erbrechen ... Durch den höheren Verlust von Wasser als von Salz wird der Extrazellulärraum im Vergleich zum Intrazellularraum hyperton. Durch osmotische Diffusion wird dem Intrazellulärraum Wasser entzogen.

Hyperhydratation:

1. Hypotone H.: Bei Nierenversagen, übermäßigem Trinken von salzarmem Wasser oder intensiver Magenspülungen kommt zu einer Überwässerung des Körpers. Durch Erniedrigung des osmotischen Drucks im Extrazellulärraum strömt Wasser in die Gewebezellen (= Intrazellulärraum) ein und sie schwellen an.

2. Isotone Hyperhydratation: Bei Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose wird wegen des erhöhten hydrostatischen Drucks Wasser im Gewebe (Extrazellulärraum) eingelagert. Weil sich hierbei die osmotischen Verhältnisse nicht  ändern, bleibt der Flüssigkeitsgehalt im Intrazellulärraum gleich. (mir fällt gerade auf, worüber Du gestrauchelt sein könntest: der Extrazellulärraum besteht aus dem Raum zwischen den Zellen = Gewebeflüssigkeit, dem Intravasalraum = Raum in den Blutgefäßen und dem Liquorraum).

3. Hypertone Hyperhydratation: Beim Trinken von Meerwasser oder der Infusion von Salzlösungen kommt es zu einem Anstieg des osmotischen Drucks im Extrazellularraum und damit wiederum zu einem Flüssigkeitsverlust der Körperzellen (weil das Wasser dem osmotischen Druck folgt).

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich damit intensiver auseinandergesetzt habe, so dass ich keine Gewähr für die Richtigkeit aller Angaben hier übernehme. Möglicherweise sind mir einige Fehler unterlaufen, aber vielleicht hilft es Dir ja, um das Prinzip besser zu verstehen. Viel Erfolg!

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Oh je, Du Armer, beschäftigst Dich ja täglich, auch am Wochenende mit den ganzen Fragen! Du musst im Prüfungsstress sein... 

Die Begriffe isoton, hypoton und hyperton bezeichnen immer ein osmotisches Verhältnis zwischen zwei Flüssigkeiten und bezieht sich nicht zwangsläufig auf die osmotische Differenz auf den beiden Seiten einer semipermeablen Membran wie z. B. beim osmotischen Verhältnis zwischen intra- und extrazellulärer Flüssigkeit.

Wenn der Mensch Wasser und/oder Elektrolyte und/oder Glucose und/oder Proteine verliert bzw. zuführt, die nicht dem osmotischen Druck seines Extrazellulärraumes entspricht, ändert sich zunächst der osmotische Druck im  Extrazellulärraum: Blut, Urin, Darminhalt, Gewebeflüssigkeit, Liquor... Sekundär kann sich das dann auch auf den osmotischen Druck im Intrazellulärraum auswirken, je nachdem, ob der Mensch Wasser und gelöste Teilchen in gleichem Verhältnis verliert bzw. zuführt oder im ungleichen Verhältnis.

Isotone Dehydratation: Dem Körper gehen Wasser und Salze in gleichem Berhältnis verloren (Nierenversagen, Diuretika, M. Addison, Erbrechen, Durchfall, Peritonitis etc.). Es findet keine Flüssigkeitsberschiebung zwischen dem Extra- und Intrazellulärraum statt.

So, das war der erste Teil, ich muss weg. Später mehr...

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