Frage von bitteHILFEcom, 51

Kann mir bitte jemand diesen Satz im Grundgesetz erklären?

ARTIKEL 38 ABSATZ 1: Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen

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Antwort
von Pudelcolada, 5

Allgemein: Die Bundestagswahlen werden in ganz Deutschland gleichzeitig durchgeführt, ein Wahlbüro befindet sich für jeden Wahlberechtigten in erreichbarer Nähe und ist ihm frei zugänglich.
Jeder Bundesbürger im wahlfähigen Mindestalter, der sich im Besitz der Bürgerrechte befindet, darf seine Stimme abgeben, er muss dafür keine weiteren Bedingungen erfüllen oder Nachweise erbringen als den seiner Staatsbürgerschaft.

Unmittelbar: Die Abgeordneten werden direkt gewählt, es sind keine Instanzen zwischengeschaltet wie z.B. die Wahlmänner in den USA.

Frei: Jeder Wahlberechtigte besitzt das Recht, seine Stimme frei und ohne äußeren Druck oder Beeinflussung zu vergeben. Eine gültig abgegebene Stimme stellt die freie Äußerung seines politischen Willens dar.
Auch die Stimmabgabe selbst erfolgt freiwillig, es existiert ein Wahlrecht, aber keine Wahlpflicht wie z.B. in Belgien.

Gleich: Jeder wahlberechtigte Bürger verfügt über gleichviel Stimmen, die gleichviel Wert besitzen. Kein Bürger besitzt mehr oder einflussreichere Stimmen als ein anderer.
Gegenbeispiel: Im Ständewahlrecht etwa besitzen manche Bürger nur eine, andere Bürger aber mehrere Stimmen.

Geheim: Der Bürger hat das Recht, seine Stimme unbeobachtet abzugeben, niemand darf ihn dabei kontrollieren, und er ist niemandem gegenüber verpflichtet, das eigene Abstimmungsverhalten offenzulegen. Niemand hat das Recht, vom Bürger Auskunft darüber zu verlangen.

Die Bundestagsabgeordneten insgesamt vertreten das gesamte deutsche Volk, nicht nur die Bürger, von denen sie gewählt wurden oder die überhaupt gewählt haben.
Sie müssen bei ihren Entscheidungen also möglichst die Bedürfnisse aller Bürger beachten, also auch die von Nichtwählern und Minderjährigen.
Bei ihren Entscheidungen dürfen sie ebensowenig unter Druck gesetzt oder beeinflusst werden wie die Bürger bei ihrer Stimmabgabe.
Die Abgeordneten sollen also ihre Entscheidungen so unabhängig wie möglich treffen und sich von dabei nur vor ihren eigenen ethisch-moralischen Werten leiten lassen.

Kommentar von bitteHILFEcom ,

Oha krass wie viel du geschrieben hast. Hat mir gut weitergeholfen danke :)

Kommentar von Pudelcolada ,

Gern geschehen.

Antwort
von IchKannsHalt2, 30

Das heisst das die Wahlen allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim sind.
Sie sind Volksvertreter und nicht bestechlich und und folgen keinen Anweisungen.

Antwort
von KaterKarlo2016, 23

Jeder Abgeordneter kann wählen wen er will. Und ist an keine andere Meinung gebunden.

KaterKarlo2016

Antwort
von prim3466, 40

Die Abgeordneten entscheiden selber wofür sie stimmen. Wenn einer sagt ihr macht das so und so dann spielt das keine Rolle. 

Antwort
von ToxicWaste, 15

Welchen Teil davon verstehst du denn nicht?

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