Frage von lagune2008, 75

Kann ein Mietzuschuß abgelehnt werden mit dem Hinweis, man soll Grundsicherung beantragen?

Ich habe heute gehört, daß angeblich der Mietzuschuß abgelehnt werden kann, sofern man nach Abzug der Miete, unterhalb der Grundsicherung ist. Das.heißt. wenn einen vielleicht nur noch 200 Euro zum monatlichen Leben zur Verfügung steht.

Aber sollte es nicht der Geimeinde oder Landkreis egal sein? Man darf doch als Mietzuschußempfänger Ersparnisse oder ein neues Auto fahren.

Bin etwas verwirrt

Antwort
von isomatte, 64

Was meinst du mit Mietzuschuss,dass Wohngeld ?

Beim Wohngeld braucht man in der Regel ein Mindesteinkommen von 80 % des Bedarfes nach dem SGB - ll oder SGB - Xll.

Das würden dann min. 404 € Regelsatz sein + die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und davon dann in der Regel 80 %.

Kommentar von lagune2008 ,

wohngeld heisst es wenn man eigentum besitzt, und mietzuschuß wenn man zur miete wohnt. So hab ich es jedenfalls gelesen. 

tut mir leid komm mit der berechnung nicht klar. 

Kommentar von isomatte ,

Wohngeld steht in der Regel jedem zu der als Mieter eine eigene Wohnung bewohnt oder in einer WG - mit Mietvertrag lebt,dass geforderte Mindesteinkommen erreicht und dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAB - oder - Bafög hat !

Wer ein eigenes Haus oder Eigentumswohnung bewohnt,der hat keinen Anspruch auf Wohngeld,dann ist es der Lastenzuschuss.

Das wird dann vom Amt für Wohngeld gezahlt.

Einen Mietzuschuss kann man es zwar auch nennen,ist aber nicht korrekt.

Du könntest z.B. einen Mietzuschuss zu deiner KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) vom Jobcenter bekommen,wenn dein anrechenbares Einkommen deinen Bedarf nicht deckt und die sonstigen Voraussetzungen gegeben sind.

Denn angenommen du würdest 800 € Brutto und 600 € Netto verdienen,deine KDU - beträgt 350 €,dann würdest du zwar ggf.das Mindesteinkommen für das Wohngeld erreichen,hättest aber beim ALG - 2 mehr Anspruch.

Zu den 350 € würde dann dein Regelsatz von 404 € kommen,dann läge dein Bedarf bei min. 754 € und 80 % davon sind dann ca. 600 € und Wohngeld würdest du evtl.150 € bekommen.

Beim ALG - 2 würden dir auf dein Bruttoeinkommen 240 € Freibetrag zustehen,die dann theoretisch von deinen 600 € Netto abgezogen würden,dann ca. 360 € anrechenbares Einkommen ergeben würden.

Da dein Bedarf in diesem Fall bei min. 754 € liegen würde,stünden dir min. 394 € an Aufstockung zu.

Kommentar von lagune2008 ,

ich beziehe eu-rente somit hab ich nix mit der arge zu tun

Kommentar von isomatte ,

Es gibt keine Arge mehr,dass ist das Jobcenter und wenn du eine Rente bekommst,dann sollte das in deiner Frage schon mal irgendwo auftauchen,wenn du auch eine vernünftige Antwort bekommen möchtest !

Wenn dein Einkommen,in dem Fall deine Rente das Mindesteinkommen nicht abdeckt und du auch kein Vermögen hast mit dem du dieses fehlende Einkommen ausgleichen kannst,dann schickt man dich zu Recht zum Sozialamt,denn das Wohngeld ist nur ein Zuschuss zur Miete und soll deinen Grundbedarf nicht sicherstellen.

Da darfst du aber max. 2600 € an Schonvermögen haben und auch mit einem KFZ - sieht es dann eher schlecht aus,egal ob neu oder älter,dass stünde dir in der Regel dann nur zu,wenn du einen GdB - von über 50 hättest,also einen Schwerbeschädigten Ausweis hättest und darin müsste das Merkzeichen a G - für außergewöhnlich Gehbehindert stehen.

Möglich wäre es ggf.auch dann,wenn du auf dem Land ohne große Verbindung in die Stadt wohnen würdest und deshalb auf ein Fahrzeug angewiesen bist,weil es z.B.bei euch keine Einkaufsmöglichkeit gibt.

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