Frage von MarcelHostenr, 86

Kann mich meine Krankenkasse 2 x zum Gutachter schicken?

Ich bin von meinem Arzt wg. einer psychischen Erkrankung seit Mitte Dez. 2015 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. Ich habe bei meiner privaten Versicherung Krankentageld abgesichert. Dieses bekam ich dann auch zunächst nach 6 Wochen Krankheit ausgezahlt. Allerdings nur für 5 Wochen. Dann wurde ich zum psychologischen Gutachter geschickt, den natürlich, wenn wunderts, die Krankenkasse selbst beauftragt hat. Das Ergebnis war vorauszusehen, der Gutachter hat mich gesund getetet. Ich haben dann Widerspruch eingelegt, diesen schriftlich begründet. Der Gutachter hat meine Begründung natürlich abgelehnt und es wurde weiter nix mehr gezahlt. Erst als ich beim Vorstand schriftlich meinen Weg zur Klage beim Gericht angekündigt habe, kam Bewegung in die Sache. Man bietet mir jetzt einen ZWEITEN Untersuchungstermin bei wiederum einen von der gleichen Kasse beauftragten Gutachter an, der ja nun wirklich neutral und unabhängig sei. Und mir wurde natürlich auch wieder damit gedroht, wenn ich diesen Termin nicht wahrnehme, verliere ich alle Ansprüche aus dem Vertrag. Kenn jemand eine solche oder ähnliche Konstellation. Darf die Versicherung das überhaupt, mich zweimal untersuchen zu lassen? Auch wieder von einem selbst beauftragten Arzt? Freue mich auf mögliche Hifestellungen Marcel

Antwort
von Apolon, 33

 Darf die Versicherung das überhaupt, mich zweimal untersuchen zu lassen?

Sicher, Du hast den Vorstand des Versicherungsunternehmens angeschrieben und Widerspruch eingelegt.

Dann bleibt doch dem Versicherer nichts anderes übrig, als eines ärztliches Gutachten anzufordern.

Ansonsten bleibt dir nur noch der Klageweg.

Dann wird vom Gericht ein Gutachter gestellt.

Könnte aber dann auch darauf hinaus laufen, wenn dieser auch der Meinung ist, dass du arbeiten kannst, dass du dann diese Kosten zahlen darfst.

Gruß N.U.

Antwort
von InsuranceDaniel, 49

Sofern Zweifel an der Krankschreibung bestehen bzw. um festzustellen, ob die Leistungspflicht noch bestehet, darf eine Versicherung einen Gutachter beauftragen.

Diese Gutachter sind zwar von der Versicherung beauftragt worden, dennoch aber neutraler Stellung, meist Spezialisten Ihres Fachgebietes. 

Dass Dir ein zweites Gutachten ermöglicht wird, finde ich schon einmal positiv, wenn der neutrale Gutachter bereits eine Ablehnungsbegründung geliefert hat. (Ich distanziere mich hier deutlichst von einer Bewertung deines Gesundheitszustands)

Den Termin darf der Versicherer auch festlegen. Es geht hier schließlich um die Feststellung der Leistungspflicht, die Kosten dieser Gutachten trägt schliesslich ebenfalls der Versicherer. Sogar mehrere turnusmässige Untersuchungen sind erlaubt.

Hier ein paar sehr wertvolle Infos:

http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/krankentagegeld-darf-meine-versicherung-mic...


Antwort
von Konrad Huber, 24

Hallo MarcelHostenr,

Sie schreiben:

Kann mich meine Krankenkasse 2 x zum Gutachter schicken?

Antwort:

Ganz klar, ja!

Wenn Sie Leistungen beantragen, haben Sie eine Mitwirkungspflicht!

Lesen Sie bitte das Kleingedruckte in Ihren Vertragsunterlagen!

Wenn Sie der Meinung sind, daß das nicht Rechtens ist, sollten Sie einen versierten Fachanwalt hinzuziehen!

Zum Beispiel:

http://www.anwaltssuche.de/aws/azb/anwalt_kostenuebernahme_krankenversicherung.h...

Denn:

Recht haben, heißt noch nicht, Recht bekommen!

Oft  muß man um sein Recht kämpfen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von hugoschmelz ,

Ich bin mir meiner Mitwirkungspflicht voll bewusst. Wenn ich aber beim ersten Gutachter mit einem tendenziösen, nur die Interessen der Versicherungsgesellschaft berücksichtigt, abgefertigt werde als Simulant, erwarte ich auch bei einem zweiten Termin, der ebenfalls von der Gesellschaft vorgegeben wird, keine objektivere Bewertung. Wo bleibt bei diesem Spiel mein Recht auf eine faire Beurteilung?. ich glaube, Ihnen ist noch garnicht klar, welches Spiel die Versicherungen hier spielen. Einschüchtern, rauszögern der Zahlungen, tendenziöse Gutachter einsetzen, etc. Da bleibt mir nur die Möglichkeit vor Gericht zu gehen und dort einen neutralen Gutachter zu verlangen. Sonst ist das Spiel verloren. 

Wenn ich hier so die verschiedenen Kommentare lese, kann ich nur den Kopf schütteln. 

Kommentar von Konrad Huber ,
>>>>>>>ich glaube, Ihnen ist noch gar nicht klar, welches Spiel die Versicherungen hier spielen. Einschüchtern, rauszögern der Zahlungen, tendenziöse Gutachter einsetzen, etc. Da bleibt mir nur die Möglichkeit vor Gericht zu gehen und dort einen neutralen Gutachter zu verlangen. Sonst ist das Spiel verloren.<<<<<<< 

Antwort:

Bitte meine Hinweise gründlich lesen, denn die Sache ist ganz klar!

Sie sind mit Ihrem Anliegen leider kein Einzelfall!

Die Versicherer sind Weltmeister im abkassieren!

Kommt es zu einem Leistungsfall, wird der Paragraphen-Schutzwall hochgezogen!

Durch diese Barrikade kommen Sie in der Regel nur durch mit einem versierten, kompetenten Fachanwalt!

Wenn Sie der Meinung sind, 

daß das, was die Versicherung mit Ihnen macht nicht Rechtens ist, sollten Sie einen versierten Fachanwalt hinzuziehen!

Zum Beispiel:

http://www.anwaltssuche.de/aws/azb/anwalt_kostenuebernahme_krankenversicherung.h...

Denn:

Recht haben, heißt noch nicht, Recht bekommen!

Oft  muß man um sein Recht kämpfen!

Glauben Sie mir bitte, ich habe dies Alles schon in meinem eigenen Fall kennengelernt und mußte mein Recht mit Fachanwalt durchboxen!

Natürlich ist das für Jedermann eine sehr große Herausforderung, schließlich geht es um die finanzielle Existenz!

Wär da eine Rechtsschutzversicherung hat, kann sich glücklich schätzen!

Zugegeben, den passenden Fachanwalt zu finden, der voll motiviert an die Sache herangeht, dazu gehört oft eine Portion Glück oder zuverlässige Empfehlungen von Betroffenen!

Auch Fachanwalt ist nicht gleich Fachanwalt!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von eulig, 31

du schreibst Krankentagegeld und Krankenkasse.

was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Krankentagegeld bekommt man von einer privaten Zusatzversicherung.

Krankengeld von der Krankenkasse. die Krankenkasse hat mit dem Krankentagegeld nichts zu tun.

Krankenkassen können immer die Arbeitsunfähigkeit über den Medizinischen Dienst der Krankenkasse prüfen lassen. wenn es sein muss auch zum 2. oder 3. Mal.

Kommentar von MarcelHostenr ,

Ich habe eine Vollvesicherung bei der Krankenkasse und bei der selbigen Krankentagegeld zusatz versichert.

Kommentar von eulig ,

also bist du gesetzlich versichert und hast eine Zusatzversicherung abgeschlossen. mit der Zusatzversicherung hat doch die Krankenkasse nichts am Hut. die Zusatzversicherung läuft über eine privaten Anbieter. die Prüfung deiner Arbeitsunfähigkeit hat nichts mit dem Krankentagegeld zu tun.

die Kasse prüft gerade bei psychischen Erkrankungen gerne mal, ob nicht doch eine Arbeitsfähigkeit bestünde.

wenn du damit nicht einverstanden bist, dann lege doch einen hieb- und stichfesten Widerspruch ein, der medizinisch begründet sein muss.

die Einstellung von Krankengeld ist bei Nichtwahrnehmung des Prüfungstermines rechtens.

was sagt denn dein Arzt dazu? wenn er hinter seinem Attest steht, dass du arbeitsunfähig bist, wieso setzt er sich dann nicht bei der Kasse für dich ein? das kann man von einem Arzt erwarten, der absolut sicher ist, dass seine Diagnose plausibel und nachvollziehbar ist.

Antwort
von oxygenium, 35

die können dich auch 5x zum Gutachter schicken

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