Kann mich mein Chef zwingen die Computertastatur zu benutzen anstatt der Maus wegen angeblicher Zeiteinsparung ?

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9 Antworten

Hier greift ganz klar das Weisungsrecht des AG: er kann neben dem Inhalt, dem Ort und der Zeit der zu verrichtenden Arbeit auch weitere Vorgaben bezüglich der Erledigung der Aufgaben machen, sofern er ein sachlich berechtigtes Interesse hat. Diese Interesse liegt hier aller Wahrscheinlichkeit nach in der Zeitersparnis der Tastenkürzel. Hierbei jetzt nicht einfach sagen: "Sind ja nur zwei, drei Sekunden..."

Einfach Rechnung als Beispiel:

Du erledigst einen bestimmten Arbeitsschritt 30 Mal am Tag mit der Maus in jeweils fünf Sekunden. Mit zwei Tastenkürzeln erledigst Du die gleichen Schritte in zwei Sekunden. Daraus ergibt sich eine Ersparnis pro Arbeitstag von 30 x 3 Sekunden = 90 Sekunden. Du arbeitest fünf Tage die Woche: 90 Sekunden x 5 = 450 Sekunden. Rechnen wir für 2016 mit 250 Arbeitstagen - 25 Tage Urlaub = 225 Arbeitstage. Macht also 450 Sekunden x 225 = 101.250 Sekunden = 28,125 Stunden.

Das heißt, Du verplemperst mit Deiner Maus mehr als drei ganze Arbeitstage im Jahr. Wenn das jetzt noch alle 40 (angenommenen) Mitarbeiter des Unternehmens machen, rechne Dir mal aus was das kostet, denn: Zeit ist nun mal Geld für den AG ;)

LG Mucha

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Ja, das fällt unter eine völlig reguläre Arbeitsanweisung. Die Zeitersparnis vor allem in Formularen und manch speziellen Software ist bekannt und etabliert .

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Würdest du uns diese Foltermethoden ein Mal genauer erklären mit denen er dich zwingt?

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Untersuchungen haben ergeben, dass die Nutzung der Tastatur tatsächlich effektiver ist als die Nutzung der Maus.

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Dein Arbeitgeber darf von dir erwarten (er muss es noch nicht mal verlangen), dass du deine Arbeit nach den dir möglichen effizientesten Methoden ausführst. Das ist deine Sorgfaltspflicht als Arbeitnehmer.

Wenn du das nicht kannst oder du mittels der vom Arbeitgeber vorgeschlagenen Methode sogar langsamer bist, ist das eine andere Sache.

Aber wenn du sogar nach entsprechender Anweisung des Arbeitgebers bei eine ineffizienteren Methode bleibst, wird die Sache schon heikler für dich.

Ist jetzt hier eher ein lächerlicher Unterschied in der einzusparenden Arbeitszeit, deswegen fabuliere ich auch nicht über Abmahnungen o.ä.

Allerdings kann der Arbeitgeber im Rahmen seines Direktionsrechts vorschreiben, wie Aufgaben zu erledigen sind - sofern dies keine bloße Schikane ist. Dem nicht nachzukommen ginge schon in Richtung Arbeitsverweigerung. Und da sind wir der Abmahnung schon erheblich näher.

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das kann ich erst beurteilen wenn ich weis um welchen vorgang es geht.

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Er kann dir das zeigen wie es auch gehen könnte, und das ist doch nicht das schlechteste

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Ok, klingt nach "das habe ich immer so gemacht, dass ich bei der Kundenneuanlage mit der Maus von Eingabefeld zu Eingabefeld gegangen bin und was ist das überhaupt... "Tapp-Taste"?"

Sonst solltest Du vielleicht doch versuchen, Deine Arbeit etwas genauer zu beschreiben, um Deine Klage zumindest ansatzweise nachvollziehbar zu machen.

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Kommentar von N3kr0One
20.10.2016, 11:15

Btw. die Taste nennt sich Tabulator-Taste, kurz Tab. @.@

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Ja er kann dich zwingen, wenn es Zeit spart, denn Zeit ist Geld.

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