Frage von smokemirrors, 174

Kann mich mein Ausbilder kündigen aufgrund von Tattoos?

Einfach nur aus Interesse: Könnte mich mein Ausbilder kündigen, weil ich Tattoos an sichtbaren Stellen habe? Folgender hypothetischer Fall: Einstellungsgespräch, Tattoos usw. (Bsp: Handgelenkt) wurden abgedeckt. Der Ausbildungsvertrag unterschrieben. Wenn ich jetzt im Winter mit langen Pullovern rumlaufe, sieht man diese Tattoos ja nicht. Aber im Sommer mit Shirt würde man sie sehen. Könnte mich der Ausbilder theoretisch kündigen, weil ich beim Einstellungsgespräch nicht erwähnt habe, Tattoos zu haben? Hoffe meine hypothetischer Fall ist verständlich. :3

Antwort
von peterobm, 80

Nein, aber dich dazu auffordern die Stellen entsprechend bedeckt zu halten. Kundenkontakt bei der Bank z.B.

Kommentar von smokemirrors ,

Danke für die schnelle Antwort! :)

Kommentar von peterobm ,

kein Ding

Antwort
von Hannibunnyy, 66

Kommt natürlich auf deinen Beruf an.

Bei Polizisten ist das, soweit ich weiß, tabu.

Aber zB in der öffentlichen Verwaltung, also zB Jugendamt, Bezirksamt, Rathaus, etc.. sind Tattoos durchaus erlaubt. Mein Ausbildungsleiter ist auch tattoowiert und einige haben sogar Piercings und meine Tunnel wurden auch akzeptiert :)

Solange du keine satanistischen Symbole o.Ä. auf deinem Körper trägst, dürfte das also kein Problem sein.

Kommentar von smokemirrors ,

Naja, ich würde gern Richtung Beamtin im mittleren Dienst gehen. Hab halt selber Tattoos und Piercings (welche ich aber rausnehmen könnte/würde). Wollte mich mal vorher bewerben, ob man überhaupt Chancen hätte! Danke für die schnelle Antwort! :)

Kommentar von Joergi666 ,

meine Frau ist leitende Beamtin im gehobenen Dienst mit mehreren Tatoos auf den Armen, die sie sogar sichtbar bei der Arbeit tragen kann.

Kommentar von Herb3472 ,

Ich würde einmal so sagen: jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, beruflich einmal vielleicht aufsteigen oder gar Karriere machen zu wollen, ist gut beraten, sich keine sichtbaren Tattoos oder Piercings zuzulegen, denn sie können einen beruflichen Aufstieg sehr erschweren oder gar verhindern.

Auch ich behalte mir vor, bei Einstellungsgesprächen mit potentiellen neuen MitarbeiterInnen meine Abneigung gegenüber Tattoos und Gesichtspiercings in meine Entscheidung einfließen zu lassen.

Kommentar von smokemirrors ,

Wow super danke für die Auskunft! :) Weißt du auch, wie es mit Piercings aussieht?

Kommentar von Joergi666 ,

die Sache ist natürlich, dass man das nicht pauschal beantworten kann- da ich selber viel mit dem öffentlichen Dienst zu tun habe weiss ich, dass die Toleranz da gegenüber Piercings und Tatoos schon relativ groß geworden ist- aber das muss ja eben nicht für alle Stellen gleichermaßen gelten. Seit einigen jahren sehe ich aber auch z.B. immer mehr Kassierer im Supermarkt mit Tatoos auf Armen, Händen oder dem Hals- selbst bei einer Bankangestellten hab ich das mal gesehen (wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen). Da mittlerweile ungefähr jeder 10 deutsche Tattowiert ist, hat die Toleranz da einfach zugenommen.

Antwort
von ShinyShadow, 63

Nein, könnte man man - im Normalfall - nicht, außer es ist irgendwo fest vereinbart und es macht in dem Fall Sinn.

Kommt vielleicht auch bisschen auf das Tattoo und den Job an.

So ein normales 0-8-15 Tattoo dürfte bei nem Büro- oder Produktionsjob keinen stören... Wenn du im Außendienst arbeitest und ein Hakenkreuz sichtbar tattoowiert hast, könnte das schon ein Kündigungsgrund sein.

Antwort
von Allexandra0809, 63

Je nach Beruf wäre das durchaus möglich. Allerdings sollte das bei der Einstellung erwähnt werden. Wenn Du beispielsweise einen handwerklichen Beruf hast, sollte das keine Rolle spielen.

Kommentar von Rocker73 ,

Bei der Polizei wäre das problematisch vorallem wenn man religiöse Tattoos hat.

LG

Kommentar von Allexandra0809 ,

Natürlich gibt es einige Berufe, wo Tatoos generell nicht erlaubt sind, außer man sieht sie nie. In handwerklichen Berufen, wie Bäcker, Metzger, Schreiner wird das kaum jemanden interessieren.

Antwort
von daCypher, 43

Er könnte dich auffordern, Kleidung zu tragen, die die Tattoos überdeckt (z.B. langärmlige Hemden). Wenn du das mehrmals nicht einhältst, kannst du nach einigen Abmahnungen gekündigt werden.

Kommt aber auch auf die Branche und auf den Kundenkontakt an. Wenn du nur in irgendeinem Büro arbeitest, wo kaum Kunden sind, wird keiner was dagegen haben. Wenn du einen kreativen Beruf hast (Fotograf, Friseur, Piercer, Tätowierer, Maler etc.) wird auch keiner was dagegen haben.

Antwort
von Herb3472, 44

Kommt wohl auf den Betrieb und den Bereich an, in dem Du eingesetzt bist. Im Empfangs- oder Servicebereich eines noblen 5-Sterne Wellnesstempels oder als Vertriebsmitarbeiter oder gar als Polizist wärst Du mit Deinen Tattoos wohl etwas deplaziert. Wenn Du im Lager oder in der Produktion arbeitest, spricht nichts dagegen.

Antwort
von Joergi666, 44

wichtig ist, dass man im Vorstellungsgespräch alles Wahrheitsgemäß beantwortet. Also wenn der Arbeitgeber fragt, haben sie Tatoos an für den Arbeitsbereich relevanten Stellen sollte man die Wahrheit sagen. Wenn ein Arbeits- oder Ausbildungsvertrag solche Regelungen enthält, denke ich auch, dass diese eingehalten werden müssen (also nur in Bezug auf nicht zu verdeckende Stellen wie Hände oder Kopf). Wenn nicht gefragt wurde oder nichts vereinbart wurde kann der AG wohl eher nix machen.

Antwort
von kleinerhelfer97, 51

In der Probezeit kann er dich direkt kündigen. Sowie in öffentlichen Berufen, wie bei der Polizei oder bei der Stadtverwaltung sind Tatoos ein Tabu.
Nach der Probezeit kann er dich abmahnen oder dich dazu auffordern, lange Kleidungsstücke zu tragen. Versteck doch sowas nicht, sag es direkt, dann kommt es nicht zu Problemen.
Es ist kein Geheimnis, dass verbotene Symbole nicht nur zu einer Kündigung, sondern auch zu einer Anzeige führen können.

Antwort
von Knopperz, 7

Klar kann er dich aufgrund dessen kündigen.

Allerdings wird ein Arbeitgeber das nie schriftlich als Grund festlegen, und andere Gründe finden um die Kündigung zu rechtfertigen. Sonst hättest du einen schriftlichen Beweis womit du Ihn aufgrund von Diskriminierung verklagen könntest.

Wir leben in ner bekloppten Welt ;)
So viel Stress um ein bischen bunte Haut... lächerlich.

Antwort
von jakobgrossel, 15

Ich denke mal es kommt auf den Ausbilder an. In Banken kann ich mir vorstellen, ist es nicht gern gesehen. Aber als Maler oder ist es kein Problem. Notfalls kann man den Arbeitgeber ja fragen. Oder mal drauf achten, ob er beim Vorstellungsgespräch sowas angesprochen hat.

Antwort
von Schocileo, 9

Du solltest dein Tattoo nicht verstecken. Finde einen Arbeitgeber, der dich mit Tattoo nimmt oder such weiter.

Antwort
von HelpfulMasked, 55
Kommentar von Joergi666 ,

der link passt nicht zur Frage- da wurde der Job wegen Tattoo verweigert- hier geht es um Kündigung im bestehenden Ausbildungsverhältniswegen wegen Tattoo.

Antwort
von Craftingfalke, 34

ich glaube er kann dich kündigen wenn es in einem beruf bist zB. Polizist oder einem beruf wo du viel mit menschen zu tun hast und man die Tattos sieht weil das angreient wirkt und wenn du dir welche stechen lässt dann lieber dahin wo sie bedeckt sind

Antwort
von slaughter996, 7

Warte bis die Probezeit vorbei ist danach wird er dich (nicht) so einfach kündigen wenn überhaupt

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