► tommmi ◄ am 08.07.2007 um 22:30 Uhr
Beispiel: Wenn ich mit jemandem rede und mich durch die Worte meines Gesprächspartners verletzt fühle, frage ich mich, ob ich mich selbst verletze oder der Sprecher auch eine "Mitschuld" an meiner "Verletzung" hat....
Schwierig zu beantworten, wenn man die vermeintlichen Verletzungen des Gesprächspartners nicht kennt. Natürlich kannst du daran beteiligt sein, wenn du in deiner subjektiven Einschätzung dir etwas zu sehr zu Herzen nimmst und dich dadruch selbst verletzt. Es gibt allerdings auch echte Beleidigungen und Verletzungen, die dann wirklich vorliegen unabhängig von deinen Empfindungen.

Wie kannst Du eine Mitschuld haben, wenn Dich Dein Gegenüber verletzt? Es sei denn Du hast ihn bewusst provoziert und weißt wie er dann reagiert.

Nun, wenn du dich von Worten in einer Unterhaltung verletzt fühlst, dann ist das erst mal ein Anzeichen dafür, dass du etwas mit dir rumträgst, das (noch) verletzlich ist.
Es kann schnell in einer Unterhaltung passieren, dass jemand etwas sagt, was dich verletzt. Oft ist es so, dass dein Gegenüber nicht wusste, dass da bei dir eine verletzliche Stelle ist und nur per Zufall "getroffen" hat. Ich glaube, in einem solchen Fall kann man keine Schuldzuweisungen treffen.
Manche Zeitgenossen lassen es sich aber im Streit nicht nehmmen, genau zu zielen, wenn sie um eine Schwachstelle wissen. Weil das Absicht ist, was sie da machen, kann man schon sagen, dass sie an der Verletzung Schuld tragen, denn sie wollten verletzen...
Manchmal kann aber auch die Mitteilung einer Wahrheit sehr verletzend sein, weil du sie einfach nicht sehen willst. Das ist dann nicht mit der Absicht pasiert, dich zu verletzen, sondern, um dich auf etwas hinzuweisen, womit du dich vielleicht mal beschäftigen solltest. In solchen Fällen kann man aber meiner Meinung nach auch nicht von "Schuld" sprechen, weder bei dir, noch bei deinem Gegenüber.

Ich verstehe Deine Frage auch nicht. Du müßtest schon etwas deutlicher werden.

Das kann man so pauschal nicht beantworten.
Denn wenn dein Gesprächspartner etwas "Harmloses" von sich gibt und nicht weiß, daß er genau damit in eine offene Wunde bei dir trifft, und dich somit verletzt.. woher soll er das wissen?
Wenn er es weiß, weil er dich so gut kennt, oder eben deine Lebensgeschichte, dann trägt er wohl Mitschuld, obwohl man auch nicht verlangen kann, daß er immer daran denkt, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.
Meiner Meinung nach liegt es schon zum Großteil an einem selbst, sich so abzugrenzen, daß man genau mit solchen Dingen besser umgehen lernt - und das ist das Schwierige!

also ich glaube ich verstehe was du meinst. Das Verletzt sein ist ein Gefühl was in dir entsteht. somit ist es dein ding damit umzugehen. Aber der der gesprochen hat hat dieses Gefühl in dir ausgelöst. Und nun kommen wir denn zu der Frage ob er dich verletzen wollte oder nicht. aber in Beden fällen ist er an dein entstandenes Gefühl beteiligt.
Besonders tut`s weh, wenn es von einem geliebten Menschen kommt, wo man überhaupt nicht damit rechnet. Also da könnt ich schon auf die "Barrikaden" gehen. Wenn man es dann noch anspricht, es einfach schönzureden, das ist das Letzte!! Ich zahle es dann "bare Münze" zurück. Nur so fühle ich mich wieder wohl. ; )) LG

Da einige meine Frage nicht verstanden, habe ich etwas präzisiert unter: http://www.gutefrage.net/frage/kann-mich-jemand-mit-worten-verletzen-oder-verlet...

Ich meinte natürlich http://www.gutefrage.net/frage/kann-mich-jemand-mit-worten-verletzen-oder-verlet...
lynx68 am 12. Juli 2007 19:00 so hatte ich das auch verstanden
Klar hat er/sie das, weil das wahrscheinlich mit Absicht war. Ärgern tut man sich ja nur, wenn man nicht genug schlagfertig war, und sozusagen sofort Retourkutsche gab.Ich halte es immer so: irgendwann kommt der Zeipunkt, da kommt auch die Retourkutsche und dann saftig... wow, das tut unheimlich gut und ist ja soo befreiend. Nur nichts anstehen lassen, sonst kommen die Magengeschwüre, und das wollen wir nicht!! : )) LG