Frage von Rowena0208, 65

Kann mich ein anderer Hundehalter anzeigen, nur weil eine meiner 2 Border-Collies seinen Boxer angebellt hat, muss ich mir seine Drohungen gefallen lassen?

Hallo, war eben mit meinen Border-Collie-Mädchen unterwegs, dazu muss ich sagen, dass wir am Waldrand wohnen. Da kein Leinenzwang mehr ist, liefen sie also frei. Plötzlich verbellte die jüngere Hündin einen anderen Hundehalter (Anfang/Mitte 40) mit seinem angeleinten Boxer., der aus einem Waldpfad erschien. Er herrschte mich in übelster Weise an, dass ich meine Köter gefälligst an die Leine zu nehmen habe: " Da gehe ich mit meinem Hund und werde von Ihren Kötern angefallen, wenn dieses Vieh nicht sofort verschwindet, trete ich danach. Wenn Sie Ihre Köter nicht erzogen haben, werde ich dafür sorgen, dass Sie einen Hundeführerschein und Ihre Köter einen Wesenstest machen müssen". Weitere verbale Entgleisungen dieses unterbelichteten Bürgers will ich an dieser Stelle nicht zitieren. Er will mich bei Ordnungsamt und Polizei anzeigen. Ich stellte mich vor und fragte auch nach seinem Namen. "Nein, sage ich Ihnen nicht, den hören Sie dann von der Polizei". Ich rief sodann beide Hunde zu mir und leinte sie an, er blieb immer noch stehen und sagte "Gehen Sie weiter!", aber er sabbelte immer noch weiter, Anzeige, Anzeige!! Ich rief ihm dann zu "machen Sie dass, ich freue mich schon darauf". Ich bin jetzt bald 67 und habe seit 1968 Hunde und nie Probleme, ein solches Ereignis hatte ich in meinem Leben noch nicht. Kann dieser vorbildliche Bürger mit hoch fachversiertem Hundesachverstand mich anzeigen? Habe übrigens seinen Namen und seine Adresse herausgefunden, der züchtet Boxer. Wäre nett, wenn ich eine Antwort oder Ratschlag bekommen würde. Dafür schon jetzt vielen Dank.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 19052000, 32

Da brauchen sie sich keine Sorgen machen.

1. Theoretisch könnten Sie den anzeigen. Auch Beleidungungen können angezeigt werden. Praktisch ist das aber weniger empfehlenswert, weil es keine Zeugen gibt und dann Aussage gegen Aussage steht. Das würde also nur unnötig nerven kosten.

2. Wenn es dort keine Leinenpflicht gibt, haben sie nichts falsch gemacht. Und ein Gesetz, dass Hunde nicht bellen dürfen, müsste der erst noch erfinden...

Kommentar von Rowena0208 ,

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Diesen 'Gutmenschen' anzuzeigen hat wirklich keinen Sinn. Wie Sie schon sagen, da steht dann Aussage gegen Aussage. Habe mich dennoch tierisch geärgert und warte jetzt einfach 'mal ab, was der für Lügen auftischt. LG.

Antwort
von ratatoesk, 23

Es besteht zwar offiziell keine Leinenpflicht,dennoch haben vielen Kommunen gesonderte Regelungen.Ich würde mich dort mal erkundigen,ob und wenn,in welcher Zeit diese bestehen.Dies betrifft gerade Waldgebiete,wenn die waldtiere ihren Nachwuchs bekommen.

Nur wegen des anbellens ,braucht man sich keine Sorgen machen.Sollte er jedoch von einem Angriff reden,kann es mitunter zu einer Untersuchung kommen,die auf alle Fälle lästig ist.


Gerade noch gefunden

http://hundepfote.org/leinenpflicht-deutschland/



Kommentar von Rowena0208 ,

Danke für die schnelle Antwort. Stimmt, auch hier bestand bis zum 15.07. Leinenpflicht. Wenn ich IM Wald mit den Hunden bin, leine ich sie zu ihrer Sicherheit an. In diesem Fall war es jedoch direkt am Waldrand und großen Wiesenflächen, wo mich dieser Knispel, bei dem gutes Benehmen wohl ersatzlos gestrichen ist, angepumpt hat. LG.

Antwort
von nillenseer, 24

Ach na ja, ich glaube der will sich wichtig machen. Und von wegen nach dem Hund treten - das soll er mal versuchen, das wäre Tierquälerei. Er züchtet? Okay, dann gib doch mal dem Boxerclub München oder der entsprechenden Ortsgruppe mal ein paar Infos wie er sich aufführt, denn als Züchter ist er ein "Aushängeschild" für die Rasse. Und schlechte Publicity können die nicht brauchen.

Kommentar von Rowena0208 ,

Danke für die schnelle Antwort. Ich werde das Ereignis mit dem feinen Mr. Arroganz dem Boxerclub Kassel mitteilen. LG.

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