Frage von skully2012, 48

Kann mich die IG Metall rechtlich vertreten,wenn der Betriebsrat der Kündigungsanfrage des AG zustimmt?

Hallo,ich habe da mal eine Frage.Aber zuerst meine Vorgeschichte. Ich bin seid langer Zeit arbeitsunfähig krank geschrieben und gesundheitliche Besserung ist nicht in Sicht.Mein AG hatte mir seinen Aufhebungsvertrag vorgelegt mit der Aussage diesen zu unterschreiben.Mein RA riet mir davon ab.Jetzt hat mein AG ,hat nun die Kündigung beim Betriebsrat vorgelegt,dieser soll wohl mit entscheiden ob der AG damit durch kommt und die Kündigung rechtens ist. Meine Frage,ich bin in der Gewerkschaft und möchte mich im Kündigungsfall durch diese vertreten lassen. Geht das denn?Betriebsrat und IG Metall sind doch in der selben Interessengemeinschaft,oder sehe ich das falsch? Ich bitte um Antworten und bedanke mich vorab.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von PeterSchu, 31

Der Betriebsrat mag zwar gewerkschaftlich organisiert sein, aber das ändern nichts an deinem Recht, dass du dich als Mitglied an die Gewerkschaft wendest.

Der Betriebsrat entscheidet nicht mit bei der Kündigungsabsicht. Er kann lediglich eine Stellungnahme dazu abgeben, aber selbst wenn er sich gegen die Kündigung ausspricht, kann er damit die Kündigung nicht unmittelbar verhindern.

Somit sollte sich eigentlich ein Betriebsrat nur in Ausnahmefällen für eine Kündigung aussprechen. Sofern er keine Gründe findet, die gegen die Kündigung sprechen, sollte er lieber gar keine Stellungnahme abgeben.

Aber unabhängig davon, wie der Betriebsrat reagiert, hast du immer die Möglichkeit, gegen die Kündigung zu klagen. Wenn du Gewerkschaftsmitglied bist, kannst du auch um Unterstützung beim Prozess bitten. Diese wird in der Regel gewährt, sofern die Lage nicht gleich aussichtslos erscheint.

Wenn du allerdings einen Anwalt hast, der sich bereits mit dem Fall beschäftigt hat, wäre der natürlich auch wichtig.

Ich würde dir raten, beim Betriebsrat nachzufragen, was er zu dem Fall zu sagen hat.

Antwort
von Lucky13, 34

Betriebsrat und Gewerkschaft sind zwei ganz verschiedene Seiten - nicht jeder Betriebsrat ist auch durch eine Gewerkschaft abgesichert. Selbstverständlich wird Dich die Gewerkschaft beraten und im Falle eines Widerspruchs gegen die Kündigung auch Klage vor dem Arbeitsgericht erheben - würde ich auf jeden Fall versuchen - schon wegen der Arbeitsagentur - damit ist eine Sperrzeit schon ausgeschlossen und vielleicht lässt sich ja auch noch eine Abfindung erzielen! Alles Gute!

Kommentar von Familiengerd ,

damit ist eine Sperrzeit schon ausgeschlossen

Die ist sowieso ausgeschlossen, weil es bei einer personenbedingten Kündigung (wegen Erkrankung) keine Sperre gibt.

Der Arbeitnehmer hat seine Arbeitslosigkeit in diesem Fall schließlich nicht schuldhaft selbst verursacht.

Antwort
von Maximilian112, 27

Der Betriebsrat soll nicht mitentscheiden. Der BR muß vor einer Kündigung angehört werden.

Die Antwort des BR ändert nix an der Kündigungsmöglichkeit des Arbeitgebers. Und sie hat auch keinen Einfluss darauf ob Dich die Gewerkschaft bei einem Kündigungsschutzprozess vertritt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community