Frage von Cookiespace, 253

Kann meine Mutter mich mit 18 einfach rausschmeißen?

Hallo, ich werde in ein paar Wochen 18 (yay ...). Meine Mutter hat mir jetzt gesagt, dass sie mich rausschmeißen wird. Da ich noch zur Schule "gehe" (ich mache Schule von Zuhause aus, weil ich unter Sozialphobie leide und es im Moment nicht anders geht) und nicht arbeiten kann, könnte ich nicht alleine wohnen. Sie sagt, ich muss in eine betreute Wohngruppe. Ich weiß allerdings genau, dass ich das niemals aushalten würde aus oben genannten Gründen, das ist aber alles auch nur nebensächlich für mein Anliegen. Kann sie das machen? Es stimmt, dass ich mich wenig am Haushalt beteilige und kein gutes Verhalten bzw. eine schlechte Einstellung an den Tag lege, aber das ist doch keine Seltenheit bei Jugendlichen; oder? Kann sie das wirklich durchziehen und mich quasi dazu zwingen? Ich habe wirklich Angst, dass ich woanders hin muss. Ich will doch nur Zuhause bleiben und versuchen die Probleme in den Griff zu bekommen, die ich habe. Ich brauche nicht noch mehr ... :( Was kann ich tun? Ich habe ihr schon gesagt, dass ich mein Verhalten ändern kann, aber sie sagt sie will mit mir nicht zusammen wohnen, weil sie mich vom persönlichen Aspekt nicht mehr ertragen kann (Ich bin gegen ihren Freund, der seit Jahren bei uns wohnt usw.). Kann sie mich aus egoistischen/persönlichen Gründen zwingen in eine solche Einrichtung zu gehen? Verwandte habe ich übrigens keine, nur Großeltern in Italien.

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Antwort
von Tasha, 82

Mir ist so etwas Ähnliches passiert. Meine Mutter sagte mir, dass ich ausziehen müsse - allerdings nicht direkt mit 18 und es hatte nichts mit dem Alter zu tun - und ich war völlig verzweifelt, weil ich glaubte, niemals zurecht zu kommen.

 Meine Mutter wollte gar nicht, dass ich ausziehe, sie wollte nur, dass ich aufgrund der Angst vor dem Auszug "gefügiger" werde (kleines Machtspielchen halt). Ich habe das dann einer Freundin erzählt, die in einem Studentenheim lebte und die meinte sofort "bei uns ist gerade ein Zimmer frei!" Keine 2 Wochen später war ich dort eingezogen - meine Mutter hat den Umzug mit dem Auto gemacht, konnte nicht mehr von ihrer Ansage zurücktreten und zugeben, dass sie das nicht so ernst gemeint hatte. Finanziell wurde ich von der Familie problemlos unterstützt.

Das war die beste Entscheidung, die sie für mich treffen konnte, denn ich lernte so, dass ich durchaus in der Lage war, alleine zu wohnen und die WG hat mir sehr geholfen (allein durch die Möglichkeit, eben nicht ganz alleine zu wohnen). Für mich war dann das Wohnen in der WG mit fremden Leuten (außer meiner Freundin) viel entspannter als das Wohnen zu Hause, wo ständig Drohungen im Raum standen (mein Stiefvater hatte irgendwelche Probleme, die ihn dazu brachten, eine ständige Atmosphäre der Angst aufzubauen...).

Vor dem Auszug hatte ich Angst vor allem Möglichen, die von meiner Mutter geschürt worden war - ständig warf sie in den Raum, was ich alles nicht können würde und wie ich das bewältigen würde, statt es mir zu sagen/ zeigen - und stellte dann fest, dass es gar kein Problem war. Vor allem stelle ich fest, dass ich mit den wechselnden WG-Partnern super zurecht kam (davor hatte ich mich eher als Sonderling gesehen, der mit Gleichaltrigen nie zurecht kommt).

Von daher würde ich Dir raten:

Nimm die Sache jetzt selbst  in die Hand!

Google "betreutes Wohnen", rufe dort an, lass Dich beraten!

Vielleicht ist das ein guter Schritt für Dich, wenn jemand Dich Schritt für Schritt in ein eigenständiges Leben/ Wohnen führen kann, der weiß, dass Du Ängste hast und wie man damit umgeht bzw. wie man Dir beibringt, die nach und nach zu bewältigen. Betreutes Wohnen heißt nicht Gefängnis, sondern es wird ein Plan ausgearbeitet, der Dich Schritt für Schritt zur Eigenständigkeit führt, soweit das möglich ist (man hat meines Wissens immer die Option, zurück zu kommen, wenn man es noch nicht alleine schafft). 

Jetzt bist Du in einer fiesen Abhängigkeit, denn Du würdest ALLES tun, um nicht von zu Hause ausziehen zu müssen! Mir ging das anfangs auch so (nur dass meine Mutter überzeugender klang, als sie wollte), ich hatte das Gefühl, bestimmte Dinge NIEMALS alleine bewältigen zu können, weil sie mir immer als unlösbar dargestellt worden waren. Ich fühlte mich mit Anfang 20 noch als abhängiges Kind.

In der WG lernte ich nebenbei, dass viele meiner Ängste völlig unbegründet waren (sowohl Ängste bzgl. des Wohnens als auch der Interaktion mit anderen).Du hast jetzt die Chance, Dich von Deiner Mutter zu lösen und jemanden (Betreuer) zu finden, der Dich wirklich unterstützen will und nicht nur abhängig halten.Was passiert, wenn Deine Mutter mal krank wird, nicht mehr kann etc. und Du alleine wohnen MUSST?Die Angst davor wird immer größer werden und im Notfall würdest Du es gar nicht schaffen vor lauter aufgetürmten Ängsten. Daher nutze jetzt die Chance!

Ich würde Dir raten, Dich an mehrere Stellen zu wenden: Schildere Deinen Fall, frage nach Möglichkeiten, Ansprechpartnern, Unterstützung, frage so oft und so viel, wie Du willst: Wie wird das ablaufen, was passiert, wenn..., wo käme ich hin, welche Alternativen gibt es, an wen kann ich mich noch wenden usw.

Es gibt verschiedene Stellen, z.B. gibt es auch Wohngruppen für "psychisch Kranke". Das klingt erst mal beängstigend, hat man doch das Gefühl, mit Verrückten eingesperrt zu werden ;-), gemeint ist aber eine Gruppe meist junger Erwachsener, von denen jeder noch bestimmte Probleme mit dem Alleinleben hat. Diese werden von den Betreuern angegangen, es ist immer ein Ansprechpartner da und das Ziel ist wie gesagt, wenn möglich, das Alleineleben oder Gründen einer eigenen WG.

Rufe oder maile mal alle Stellen an, die Du in Deiner Umgebung dazu finden kannst - Mädchenhaus, Familienbildungsstätte, "betreutes Wohnen" googlen etc. - und rede, rede, rede. Und höre zu. Sicherlich wird sich für Dich dann eine Lösung finden.Es hilft ungemein, genau zu wissen, was man wie wann tun muss. Dann sieht die Situation schon viel hoffnungsvoller aus als wenn man nur davor steht und denkt "ich muss alles tun, um nicht ausziehen zu müssen, weil ich dann nicht weiter weiß!"Betreutes Wohnen ist KEIN Gefängnis, sondern eine schrittweise Hilfe in ein eigenständiges Leben!

Antwort
von autmsen, 27

Dir ist dringend anzuraten sich von ihr diesen Rauswurf schriftlich geben zu lassen. 

Gehe also zu ihr hin und fordere sie auf Dir schriftlich zu geben dass Du mit Vollendung des 18. Lebensjahres bei ihr Hausverbot hast. 

So. Wenn Du dieses Schriftstück hast machst Du eine Kopie und schickst sie zum Jugendamt mit der Bitte um Unterstützung. Du müsstest da ja eine Akte haben. Wenn nicht sorge auf jeden Fall dafür dass es dazu noch vor Deinem 19. Geburtstag kommt. 

Im Grunde genommen können wir Menschen in diesem Staat machen Was wir wollen. Wir dürfen auch für die Folgen gerade stehen. Und der zweite Satz ist hier entscheidend. 

Angst lähmt. Da beißt keine Maus einen Faden von ab. 

Und sicherlich ist es im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse wenn Du Deine Kräfte auf einen guten Schulabschluss fokussierst als darauf den Haushalt zu bewältigen. - Ich gehöre wirklich nicht zu den Menschen die es als unnötig ansehen zu erlernen das Wirtschaftsunternehmen Haushalt beherrschen zu können. Aber eine Krankheit ist eine Krankheit. 

Viele Mütter in unserem Staat sind unfähig ihre Kinder zu lieben. Es macht keinen Sinn ihnen deswegen Vorwürfe machen zu wollen. Denn es würde ihnen nur Macht einräumen. 

Sinn macht es sich für die eigene möglichst gute Zukunft einzusetzen. Dazu gehört nun mal das Abitur in vielen Fällen. 

Dass das Jugendamt verpflichtet ist Dein Wohl an erste Stelle zu setzen dürfte Dir bekannt sein. 

Neu mag Dir sein dass wir Menschen Nichts so sehr fürchten sollten wie die Angst vor der Angst. 

Betreute Wohngruppen für Erwachsene gibt es nur in Ausnahmefällen. Und dann sind diese nicht mit jenen für Jugendliche vergleichbar. In der Regel. 

Bespreche Dich in Ruhe mit dem Jugendamt. 

Antwort
von Dahika, 35

Du wirst 18. Sie ist für deinen Unterhalt verantwortlich, aber der muss nicht zu Hause stattfinden. Das heißt, wenn sie für deinen Unterhalt zahlen kann, musst du gehen.

Antwort
von turnmami, 63

Doch, deine Mutter kann dich in diesem Alter rausschmeißen. Sie muss zwar weiterhin Unterhalt für dich bezahlen, aber sie muss dein Verhalten zuhause nicht mehr hinnehmen.

Du machst nichts im Haushalt und bist gegen ihren Freund. Was erwartest du denn von deiner Mutter? Soll sie noch jahrelang deine Probleme mittragen?

Wenn du nicht so egoistisch wärest, dann würdest du freiwillig in eine betreute Wohngruppe gehen!

Antwort
von kiniro, 25

Das sog. schlechte Verhalten mancher Jugendlicher ist oft darin bedingt, dass diverse Erwachsene sie nicht wenigstens ein kleines bisschen respektvoll behandeln.

Eltern, die sich nur die schulischen Leistungen interessieren, auf Verbote und Konsequenzen setzen - anstatt sich wirklich für ihre Kinder und deren Belange zu interessieren, brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Kinder wortkarg werden oder patzig reagieren.

Deine Mutter scheint zwischen dir und ihrem Freund zu stehen.
Wahrscheinlich hat er sie unter Druck gesetzt (Spekulation meinerseits). Da sie ihn nicht verlieren möchte, gibt sie lieber die Beziehung zu dir auf.

Betreute Wohngruppe läuft übers Jugendamt. Da hätte sich deine Mutter mit denen auseinander zu setzen.

Was die Mithilfe anbelangt - ich denke, da lässt sich auch mit Sozialphobie etwas machen.

Antwort
von passaufdichauf, 42

Wie sieht denn dein "Schule von zuhause aus" aus? Bist du an einer Fernschule eingeschrieben oder unterrichtest du dich selbst? Deine "Sozialphobie" ist doch sicherlich durch einen ärztlichen Gutachter bestätigt, oder?

Fakt ist nämlich, mit 18 bist du in erster Linie selbst für deinen Unterhalt verantwortlich. Deine Eltern (beide!) müssen dir nur Unterhalt zahlen, wenn du zielstrebig deine Schule und Ausbildung absolvierst.

Davon steht in deinem obigen Text aber erst einmal nichts.

Wenn du übrigens nicht woanders hin möchtest, bleibt dir nur der Weg, dein Verhalten gründlich zu ändern. Du bist 18 Jahre alt, es kann doch wohl nicht dein Ernst sein, dass du dich nicht im Haushalt beteiligst und wie ein kleines Kind gegen den Lebenspartner deiner Mutter rebellierst? Du nennst es "Sozialphobie", ich nenn es Trotz!

Kommentar von Cookiespace ,

Ja, ich bin an einer Fernschule angemeldet und hole dort mein Abitur nach. Meine Sozialphobie ist klinisch diagnostiziert und sowohl stationär, als auch ambulant schon behandelt worden. Es ist übrigens auch schon besser geworden. - also ja, ich absolviere zielstrebig meine Schule; wie jede andere Schülerin auch. Wie ein kleines Kind gegen den Lebenspartner meiner Mutter rebellieren? Der sie grün und blau schlägt und mich mit seinem aggressiven Verhalten in eine Angststörung getrieben hat? Natürlich. Trotzdem danke für deine Antwort; das hilft mir schonmal weiter. Ich befürchte nur, dass der "Unterhalt" nicht reichen wird, um mich zu versorgen. Da müsste ich doch arbeiten gehen, was im Moment unrealistisch ist.

Kommentar von uncutparadise ,

Es gibt eine Menge Kinder mit aggressiven Eltern bzw Partnern. Leider !!! Die enden allerdings nicht alle mit sozialphobie und saufaul bei Mami ;-)

Kommentar von autmsen ,

uncultparadise:

Deine unverschämte Unterstellung hättest Du Dir getrost sparen können. 

Es wäre mir immerhin neu dass eine fachärztlich diagnostiziere Erkrankung darauf verweist saufaul zu sein. Vor allen Dingen in einem Fall wie diesem wo aufgrund dieser Diagnose Hausunterricht erlaubt wird. Der ist nämlich eine sehr große Ausnahme in diesem Staat. 

Zudem wäre mir neu dass es Ausdruck von Faulheit ist das Abitur zu machen. 

Vielleicht solltest Du selbst mal in psychotherapeutische Behandlung gehen anstatt hier wildfremde Menschen auf vollkommen unangemessene Weise aggressiv anzumachen. 

Antwort
von implying, 117

theoretisch kann sie das. sie ist zwar weiterhin verpflichtet für dich zu sorgen, also finanziell, dir deine ausbildung zu bezahlen, aber wenn sie dich nicht mehr in der wohnung haben will kann sie das schon durchsetzen...

mit 18 kommst du aber nicht automatisch in ein betreutes wohnen. du könntest genauso gut alleine wohnen oder dir irgendwo pflegeeltern suchen. und warum solltest du nicht alleine wohnen können, wenn du doch sozialphobie hast wäre das doch ideal. und auch für die kosten deiner unterkunft muss sie aufkommen, wenn sie dich in ihrer wohnung nicht dulden möchte. du bekämst auch dann das kindergeld und eventuell noch andere hilfen vom staat.

ansonsten redet doch einfach mal mit dem jugendamt was die für lösungsvorschläge hätten. da gibt es bestimmt noch alternativen.

Kommentar von Cookiespace ,

Ich hatte sogar schon einen Termin beim Jugendamt! Mir wurde gesagt, das Geld was vom Unterhalt, Kindergeld, evtl. Wohngeld/Bafög usw. zusammenkommen würde, würde nicht reichen für eine eigene Wohnung und dann auch das Leben dort. Also wäre dieses betreute Wohnheim meine einzige Möglichkeit :(

Kommentar von passaufdichauf ,

Bevor du für eine eigene Wohnung infrage kämst, wird sich das Jugendamt erst einmal davon überzeugen, wie selbständig du bist...und wenn du es noch nicht einmal schaffst, im Haushalt deiner Eltern mit anzupacken...seh ich da ziemlich schwarz.

Kommentar von TrudiMeier ,

Aber wenn der FS allein wohnen würde, dann müsste er den Haushalt ganz allein schmeißen......und wenn er es nicht mal auf die Reihe kriegt zu Hause zu helfen......

Antwort
von TrudiMeier, 57

 Ja, sie kann dich mit 18 vor die Tür setzen - wenn sie für dich Unterhalt leistet. Solange du in der Ausbildung bist, ist sie unterhaltspflichtig (dein Vater übrigens auch). Der Unterhalt kann durch das Stellen von Wohnraum oder durch Barunterhalt geleistet werden. Aber deine Mutter ist nicht verpflichtet, dir weiterhin den A..... hinterherzutragen.

Es stimmt, dass ich mich wenig am Haushalt beteilige und kein gutes Verhalten bzw. eine schlechte Einstellung an den Tag lege,

Wie wäre es, wenn du das mal änderst? Nicht nur sagen, sondern tun!

Ich habe ihr schon gesagt, dass ich mein Verhalten ändern kann,

Kann? Und warum tust du es nicht? Scheinbar sind das leere Versprechungen.

(Ich bin gegen ihren Freund, der seit Jahren bei uns wohnt usw.

Was geht dich der Freund deiner Mutter an?

Kann sie mich aus egoistischen/persönlichen Gründen zwingen

Du wirfst deiner Mutter Egoismus vor?

Kommentar von Cookiespace ,

Ohje, du bist aber ziemlich provokant gerade. Wenn man bedenkt, dass du ziemlich wenig über meine Situation weißt. Meine Mutter sieht keine Veränderungen an meinem Verhalten, egal, was ich mache. Es geht ihr auch kaum um das, was ich mache, sondern um das was ich denke (über sie und meinen Stiefvater) - bzw. was sie meint, was ich denke. Was mich der Freund meiner Mutter angeht? Er ist sowohl ihr, als auch mir gegenüber aggressiv-gewalttätig gewesen. Es hat sich gebessert, aber er ist immer noch sehr aufdringlich und wird schnell laut, ich bin fast immer nur in meinem Zimmer aus Angst vor ihm. Ja, ich werfe meiner Mutter Egoismus vor. Was soll das sonst sein? Sie sagt, sie willl, dass ich ausziehe, damit sie endlich in Ruhe leben kann. Sie hätte sowieso nie Kinder gewollt und das würde ihr alles so nicht gefallen mit den Einschränkungen.

Kommentar von TrudiMeier ,

Ich gebe gern zu, dass meine Antwort etwas provokant ist. An der Reaktion darauf kann ich leichter einschätzen, ob ein FS tatsächlich ein Problem hat oder ob sich hier jemand die Situation zu seinen Gunsten schön- bzw. schlechtredet. Natürlich hast du recht, ich weiß nichts über deine Situation, nur das, was du uns hier mitteilst. Insofern ist es für einen Außenstehenden immer schwer, eine Sache richtig einzuschätzen und einen Rat zu geben.

Zum Egoismus deiner Mutter:  Auch Mütter haben ein Recht auf ein eigenes Leben und sind nicht dazu verpflichtet ihren Kindern dauerhaft ein "Hotel Mama" zu bieten.  Das wird leider oft als Egoismus ausgelegt, wenn sich Mamas Welt mal nicht ausschließlich und immer um die Kinder dreht. Und wenn man dann so ein Exemplar zuhause hat (und das ist jetzt nicht bös gemeint), dass mittlerweile volljährig ist, sich den A...... hinterhertragen lässt und zudem noch der Ansicht ist, dass Mama dazu verpflichtet sei und ihre eigenen Interessen hintenanstellen  muss, dann hat man irgendwann die Nase voll. Wenn der Freund deiner Mutter tatsächlich so aggressiv ist, dann wäre doch ein Auszug für  dich eigentlich das Non-plus-ultra. Es bedeutet ja nicht, dass der Kontakt zu deiner Mutter abbricht. Aber du kannst dich auch nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag auf deine Mutter verlassen. Und dass du nicht im Haushalt hilfst, hat nichts mit deiner Krankheit zu tun. Das ist einfach Faulheit.

Kommentar von ischdem ,

Cookiespace

gerne würde ich deine Mutter hören was sie von dir spricht....ich kann mir vorstellen,dass sie es mit dir auch nicht mehr aushält.....

ihre solltet euch trennen - du in betreutes wohnen.....damit du mal endlich "auf die Füße" kommst.Oft wird die Beziehungsebene dann besser....

das muss hier auch einmal gesagt werden.....auch wenn es dir nicht passt.


Antwort
von MonikaDodo, 92

Hallo, ich kann verstehen, daß es nicht einfach für dich ist! Ich gehe davon aus, du bist in Behandlung.
Das du dich nicht entsprechend am Haushalt beteiligst hat allerdings nichts mit einer Krankheit zu tun!
Den Freund deiner Mutter solltest du, wenn er sich normal dir gegenüber verhält, akzeptieren. Es ist die Entscheidung deiner Mutter.
Ich denke, deine Mutter ist der Meinung, du solltest selbstständig werden, womit sie Recht hat, meiner Meinung nach. Nur Zuhause sein, Freund der Mutter nicht mögen, nicht im Haushalt helfen... Ist keine Alternative auf Dauer. Das tut weder dir noch deiner Mutter gut und hilft nicht weiter.
Sie kann darauf hinwirken, mit Hilfe von Arzt und Psychologen, das du in eine dir entsprechende Einrichtung umziehst. Sieh es als Chance... Du kannst nicht ewig bei Mama wohnen.
Es ist hart aber nur durch Veränderung ändern sich Dinge... Zum positiven!

Kommentar von Cookiespace ,

Das mit meinem Stiefvater beruht auf Gegenseitigkeit. Er behandelt mich sogar ziemlich sch**ße und das hat auch alles eine lange Vorgeschichte. Er hat oft Dinge getan die er nicht hätte tun dürfen :) sowohl meiner Mutter, als auch mir gegenüber. Ich kann auch verstehen, dass sie sich Selbstständigkeit für mich wünscht, aber so mit Gewalt werde ich das nicht schaffen... das weiß ich jetzt schon. 

Kommentar von MonikaDodo ,

Ok, verstehe! Umsomehr solltest du von dir aus Abstand gewinnen.
So kannst du nicht gesund werden.
Bleib mal länger bei deiner Oma, einige Wochen, wenn sie das erlaubt. Damit Ruhe einkehrt. Außerdem... Wende dich ans Sozialamt, ich habe einen ähnlichen Fall in der Familie, Sozialpobie.
Die Wohnung wurde dem jungen Mann vom Sozialamt bezahlt. Er war auch 18 Jahre alt.

Kommentar von uncutparadise ,

Mit Gewalt geschieht das nur, weil du es bisher nicht selbst auf die Reihe bekommen hast. Im Gegenteil: du bist sogar der Meinung, dass das für alle jugendlichen normal ist ;-)

Antwort
von YoungLOVE56, 37

Ja, deine Mutter kann entscheiden, ob du weiterhin im Haus wohnst oder nicht, da du volljährig bist. Die komplette Verantwortung für dich mit dieser Entscheidung ebenfalls abgeben, kann sie aber nicht, denn finanziell ist sie verpflichtet, dich zu unterstützen, da du finanziell noch nicht unabhängig bist. Welcher Unmensch würde auch sein eigenes Kind ohne Geld vor die Haustür setzen? Du schreibst, dass du Sozialphobie hast und dir nicht zutraust, alleine zu wohnen. Wahrscheinlich denkt deine Mutter, denn anders ist ihr Verhalten nicht zu erklären, dass es dir (und ihr auch) besser gehen wird, wenn ein Bisschen Abstand zwischen euch entsteht und gerade das mit deinem Stiefvater müsste doch unter anderem der Auslöser sein, für deine Probleme. Der Typ ist halt ihr Freund und dass du das nicht willst, wenn er ein Idiot ist, ist klar - aber deine Mutter will ihn halt im Haus behalten und damit musst du leben. Oder du sagst einfach Tschüss, ziehst aus und ladest deine Batterien wieder auf - in 'ner eigenen Wohnung mit absoluter Privatsphäre und keinem, der irgendwie ständig sagt, was du zu tun hast. Mal ehrlich: Bessert sich deine Phobie durch die Tatsache, dass du weiterhin Zuhause wohnst? Ich glaub nicht, weil nach einer gesunden Familien-Beziehung hört sich das für mich nicht an und klar, hat das das auch Einfluss darauf, wie du dich tagtäglich fühlst. Am besten du sprichst also nochmal mit deiner Mutter und fragst sie mal, wie sie sich das mit dem Ausziehen überhaupt vorgestellt hat, inwiefern sie dir bei dieser großen Umstellung behilflich sein wird. Frag nach, ob einer von deinen Freunden vielleicht eine WG gründen will. Frag ein anderes Familienmitglied, ob es dich eine Zeit lang bei sich aufnimmt. Sieh zu, dass du psychologisch weiterhin gute Hilfe bekommst - du hast geschrieben, dass du schon jahrelang in Behandlung bist. Denk halt dran, regelmäßig rauszugehen, dann wirst du dich unter Leuten auch langsam wieder etwas sicherer fühlen.

Kommentar von Cookiespace ,

Vielen Dank, dass du dir so viel Zeit für eine Antwort genommen hast! Ich befürchte nur, dass jeder der Meinung ist, es wäre für mich das Beste, wenn ich in einer betreuten Gruppe wohnen würde (Mutter, Therapeut etc.) - außerdem wird meine Mutter kaum in der Lage sein, mich mehr finanziell zu unterstützen, als das gesetzlich vorgeschrieben ist, so viel Geld haben wir nicht. Und das alles reicht nicht für eine eigene Wohnung :( Kann ich mich bei diesem ganzen Finanzkram vielleicht mal beraten lassen? Ich war bis jetzt nur beim Jugendamt und da wurde mir nur wieder die Wohngruppe ans Herz gelegt. Wo geht man da am besten hin? Finanzamt? Sozialamt? Bzw. ich würde eine E-Mail schreiben, hingehen traue ich mir nicht zu.

Kommentar von YoungLOVE56 ,

Bitte. Puh, das weiß ich jetzt auch nicht so genau, bei wem man sich da beraten lassen könnte - wär's nicht möglich, wenn du das Thema bei deinem Therapeuten nächstes Mal kurz anschneidest, damit er dir sagt, was eine gute Beratungsstelle wäre? Und erst recht unter diesen Umständen würde ich, wie gesagt, mit der Mutter reden, weil es nicht geht, dass sie selbst nicht sicherstellt, dass du nach deinem Auszug genügend Geld zur Verfügung hast. Sie kann nicht ihre Pflichten abschieben und dich aus ihrem Leben streichen, damit sie sich und ihren Freund besser durchfüttern kann - das geht nicht.

Kommentar von uncutparadise ,

Sozialamt, Jugendamt, Nottelefon Kinder und dann vermitteln lassen... Finanzamt ist für Steuern zuständig.

Antwort
von monttgomery, 91

woah bei sowas denke ich mir immer dass das bestimmt nicht die beziehung ist die sich deine mutter zu dir gewünscht hat als sie dich neun monate unter ihrem herzen trug. zwingen in eine einrichtung zu gehen kann sie dich nicht, du kannst machen was du willst. ich befürchte nur leider, dass sie dich rausschmeißen kann. vielleicht versuchst du nochmal ganz ruhig mit ihr zu reden und ihr deine gefühlslage klarzumachen, dass du dich nicht in der lage fühlst alleine zu wohnen und dass eine betreute wohngruppe mit lauter fremden bestimmt nicht das beste bei sozialphobie ist. und nebenbei hören sich großeltern in italien wundervoll an, hast du denn kontakt/ein gutes verhältnis zu denen?

Kommentar von Cookiespace ,

Ich habe ein super Verhältnis zu meiner Oma in Italien, fliege sogar kommenden Montag für ein paar Tage/Wochen hin, mal Abstand gewinnen. Leider wohnen die irgendwo im Nirgendwo, oben auf einem Berg. Die nächste Kleinstadt ist Kilometer entfernt. Und ich wollte doch eigentlich soziale Situationen üben und das alles endlich in den Griff bekommen... meine Mutter bezeichnet unsere Beziehung als "kaputt", da sind schon seit Jahren keine positiven Gefühle mehr.

Kommentar von monttgomery ,

tut mir leid für euch. ist bei deinen großeltern zu wohnen denn trotzdem etwas, was du, falls sich nichts passenderes ergibt, machen würdest? soziale situationen üben ist so zwar nicht einfacher, aber bestimmt irgendwie machbar

Kommentar von Cookiespace ,

Ja, das würde ich als letzte Möglichkeit dann wohl machen müssen, bevor ich in eine solche Sozialeinrichtung gehe ... ich finde es nur so schwer zu glauben, dass sie das einfach machen darf. Sie hatte 18 Jahre lang das alleinige Sorgerecht, sie ist quasi alles was ich habe. Irgendwo habe ich auch gehört, dass sie das erst machen darf, wenn ich 25 bin. Ist da was dran? 

Kommentar von monttgomery ,

du könntest recht haben, irgendwas in die richtung habe ich auch mal gehört. ich weiß aber nicht was da die bedingungen sind, du kannst ja mal googeln :)

Kommentar von uncutparadise ,

Immer wieder diese 25. bis dahin muss Unterhalt bzw Kindergeld gezahlt werden, wenn das Kind noch in Ausbildung steht.

"Und ich wollte doch eigentlich soziale Situationen üben"

Das machst du ja schon sehr erfolgreich und mit großem Erfolg zu Hause ;-) jetzt zieht seine Mutter eben die Reißleine und gibt dir einen gewissen Zwang.

Antwort
von Volkerfant, 13

Deine Mutter wird ihre Gründe haben, warum sie dich rausschmeissen will.

Sie will wahrscheinlich, dass du selbständig wirst und auf eigenen Füßen stehst.

Warum das bisher nicht klappt, kann ich dir nicht beantworten, aber sie kann dich rausschmeissen, ist allerdings finanziell noch für die verantwortlich, solange du in die Schule gehst.

Antwort
von Wuestenamazone, 54

Da muß sich schon länger was zusammengebraut haben. Sie ist auf jeden Fall unterhaltspflichtig bis du deine Ausbildung abgeschlossen hast. Ich finde du solltest langsam auf eigenen Füßen stehen. Ein Psychologe wäre auch nicht schlecht

Kommentar von Cookiespace ,

Ich bin seit Jahren in therapeutischer Behandlung. Aber danke für deine Antwort. Unterhaltspflichtig bedeutet wohl trotzdem nur finanziell, oder? 

Kommentar von TrudiMeier ,

Unterhaltspflichtig bedeutet wohl trotzdem nur finanziell, oder?

Was erwartest du denn noch? Dass sie deine Wäsche wäscht und dir Essen vorbeibringt?

Kommentar von Cookiespace ,

Ich rede von der Wohnsituation. Unterhaltspflichtig könnte man auch so interpretieren, dass sie verpflichtet ist, für meinen Unterhalt im Sinne von Wohnraum zu sorgen.

Kommentar von TrudiMeier ,

Das ist sie auch. Sie kommt ihrer Unterhaltspflicht diesbezüglich aber nach, wenn sie dir den Wohnraum bezahlt. Sie muss dir den Wohnraum nicht zwangsläufig in ihrer Wohnung bieten.

Kommentar von Fing5 ,

Was geschieht, wenn er keinen (bezahlbaren) Wohnraum findet? (Oder dies behauptet?)

Antwort
von halloschnuggi, 18

Das kann sie leider machen :( diese Einstellung von deutschen... statt das sie als familie für dich da ist will sie lieber ihren freund und dich rausschmeißen... Das was du alles hierhin geschrieben hast solltest du deiner mutter auch sagen, findet eine Lösung, rausschmeißen ist keine Lösung.

Antwort
von uncutparadise, 18

Wenn du 18 wirst, bist du erwachsen und für dich verantwortlich. Deine Mutter ist dann zwar noch Unterhaltspflichtig aber muss dich nicht mehr zuhause haben. Gerade, wenn du dich scheinbar so benimmst, wie du dich benimmst. Du beteiligst dich weder am Haushalt noch an dem Zusammenleben, noch legst du scheinbar ein für ein Zusammenleben richtiges Verhalten an den Tag (schießt gegen Mitbewohner und benimmst dich nicht verträglich). Wer in einer Gemeinschaft leben möchte, hat sich an dieser zu beteiligen und sich einzufügen. Wer das nicht macht, muss mit Ablehnung rechnen. Und lass dir gesagt sein: bei weitem nicht alle Jugendliche sind so. Mit 13/14/15 vielleicht, aber mit 18 haben die meisten soziale Kompetenz erworben.

Antwort
von Winkler123, 59

So einfach ist das nicht. Bei jungen Leuten die auf Hartz IV angewiesen sind ist das nämlich zB so, daß das Amt verlangen kann, daß man bis zum Alter von 25 Jahren zu Hause wohnt ...  

Kommentar von Cookiespace ,

Das würde doch dann bei mir zutreffen, oder? Ohne Hartz IV könnte ich wohl nicht alleine wohnen. Aber es gibt ja diese Alternative mit dem Wohnheim, können die dann nicht einfach sagen, dass das okay ist?

Kommentar von Winkler123 ,

Das ist so nicht üblich. Erst mal würde das Amt sagen, du müßtest zu Hause wohnen. Dann bleibst du erst mal zu Hause und dann müßte sich wiederum deine Mutter an das Amt wenden, daß sie nicht will das du bei ihr wohnst. Das ist also ein gewisses Hin und Her für sie. Letztlich kann sie dich also nicht so einfach rausschmeißen. - Außerdem erinnere sie mal daran, daß es ihren jetzigen Freund in ihrem Leben noch gar nicht gab als sie dich schon im Mutterleib hatte ...

Kommentar von turnmami ,

Also nur wegen einem Kind, darf die Mutter dann nie wieder einen Freund haben oder wie??

Kommentar von Winkler123 ,

Was heißt hier " nur " ??? Was ist wichtiger im Leben, das eigene Fleisch und Blut was man im eigenen Körper trug oder irgendein Mann der später auftauchte ???

Außerdem, wenn der Freund ein Problem mit dem Kind der Mutter hat ist er nicht der Richtige !

Kommentar von Cookiespace ,

Er war ihr von Anfang an wichtiger als ich. Die beiden kennen sich tatsächlich schon 30 Jahre oder so ... Sie hat sich immer auf seine Seite gestellt. Nie hätte sie daran gedacht, ihn raus zu schmeißen, als ich das so sehr gebraucht hätte um gesund zu werden. Vielleicht bin ich auch einfach noch nicht erwachsen genug, um zu verstehen, wieviel so eine Liebesbeziehung bedeutet. Aber das ist so unser grundlegender Konflikt, dass ihr Freund ihr wichtiger ist als ihre Tochter - und dass ich damit nicht klar komme, weil es mich sehr verletzt.

Kommentar von YoungLOVE56 ,

@turnmami: "NUR" wegen "EINEM" Kind ... ehrlich, wenn Menschen mit solchen Ansichten den Mund aufmachen, könnte ich kotz en. Ich wünsche keinem Lebewesen der Welt, dass er so eine Mutter daheim sitzen hat, für die schon das Finden eines liebevollen Umgangs für ihr Kind eine Belastung ist.

Kommentar von turnmami ,

also wenn ich ein Kind habe, dann muss ich mir dessen Launen und Faulheit mein ganzes Leben lang bieten lassen, weil das Kind IMMER in meinem Leben vorgeht?? Kein Wunder, dass nicht mehr viele Frauen Kinder möchten. Hattest du schonmal einen total bockigen, ekeligen Teenager? Und dann das ganze in Erwachsenenform? Nein, das muss ich mir als Mutter ganz bestimmt NICHT bieten lassen. Und das hat überhaupt nichts mit der Liebe zu einem/meinem Kind zu tun!!

Kommentar von YoungLOVE56 ,

@Cookiespace: Wenn er gewalttätig dir und deiner Mutter gegenüber war, wie du geschrieben hast, dann hast du wohl allen Grund, dir zu wünschen, dass sie ihn endlich rausschmeißt.

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