Frage von olgastrelka1999, 42

Was soll ich tun wenn sie meine Krankheit nicht akzeptieren kann?

hei bin 16 Jahre alt und habe diabetes typ 1. Ich habe ein Gerät was mit das insulin was ich brauche in mein Bein spritzt. So zusagen eine Infusion die ich mit schleppen darf. Ich habe die Krankheit seit 2009 und komme noch immer nicht klar mit dem ... ich hasse diese Krankheit und sie bringt mich jedentag aufs Neue zum weinen oder zum ausrasten. Der artzt sagt auch noch ich soll ein diabetes tagebuch führen dabei habe ich schon genug Probleme als mich 5 mal am Tag hinzusetzen und diese blutzuckerwerte aufzuschreiben -.- und dazu kommt weil ich mich nicht gut genug kümmer weil ich wegen dem kack depri bin das mich meine Mutter deswegen auch noch fertig macht. Die tut so als wäre das das einfachste der welt. Sie motzt mich an wenn mein wert Zu hoch ist, wenn ich aceton habe, wenn die Batterie leer ist und ich keine finde und Batterien kaufen müssen. Bei jeder Kleinigkeit motzt sie mich an, dann gehe ich meist überZucker hoch und weine. denkt sie ich traue mich dann noch einmal wenn ich aceton habe (aceton ist ein giftiger Stoff der im Körper freigesetzt wird wenn man überzuckert ist) zu ihr zu kommen und zu sagen das es mir nicht gut geht weil ich gerade überzucker und die Batterie leer ist ? Was ist das für eine mutter

Antwort
von Eosinophila, 25

Da kommen wohl Diabetes und Pubertät zusammen.

So lange du deinen Diabetes nicht akzeptierst/akzeptieren willst, wird sich an deiner Situation nichts ändern. Dann wird es immer blöd, böse, gemein und viel zu schwer werden, damit umzugehen.
Aber am Diabetes, so leid es mir tut, wird sich nichts ändern. Den hast du nunmal!

Und was, wenn du mal volljährig und über 18 bist? Kümmerst du dich dann auch nicht darum, wenn du hyperglykämisch bist oder die Batterien leer werden? Dass du so oft in die Hyperglykämie abrutschst, zeigt ja deutlich, dass du entweder schlecht eingestellt bist oder mit der Ernährung etwas nicht so recht stimmt. Denn nach 7 Jahren ist der Körper von sich aus meistens in der Lage damit gut zurecht zu kommen.

Mit einer Insulinpumpe hättest du sogar einfach weniger Sorgen. Die arbeitet an sich gut. Nicht zu vergleichen mit Diabetes T2.

Ich habe keine Kinder, aber ganz ehrlich, wenn mein Kind Diabetes T1 hätte und ich ständig hinterher sein müsste, das alles funktioniert, weil sich mein Kind weigert, sich für seine Gesundheit einzusetzen...ich wäre auch entnervt und sauer.


Antwort
von Maliara, 29

Meine Schwester hat Diabetes seit sie im Kindergartenalter war (war drei oder vier, habe es nicht mehr genau im Kopf).

Erstmal vorne weg: Das mit den Batterien solltest du in den Griff bekommen, sowas kann man auf Vorrat kaufen und bescheid sagen, wenn man die letzte in die Pumpe getan hat, dass man dann schon neue kauft und nicht wenn die letzte leer ist.

Zum Diabetes-Tagebuch: Auch meine Schwester hat in der Hinsicht verschiedenste Phasen der Ablehnung durch. Ihre Lösung mit der sie ziemlich zufrieden ist, ist eine App (weiß leider den Namen nicht). Das Handy hat man immer dabei und dann mal eben nach dem Messen den Wert einzutragen ist kein großes Ding. Probier das doch auch mal.

Deine Mutter motzt, weil du auf dich aufpassen musst und sie sich Sorgen macht, wenn deine Werte schlecht sind. Sie will in dem Fall nur das beste für dich. Klar ist das nicht das beste, um dich zu motivieren mehr auf deine Werte zu achten, aber auch für sie ist das sicherlich nicht einfach. Ich wollte meiner Schwester auch immer nur helfen und habe sie nach ihrem Wert gefragt und sie war von mir genervt.

Du bist gerade in der Pubertät, da kann das mit den Werten schwierig sein, weil die Hormone verrückt spielen. Das hat deine Mutter vielleicht auch nicht gerade immer im Kopf. Was dir selber vielleicht helfen kann, wäre eine Kur. Dort kannst du andere Jugendliche treffen und dich mit ihnen austauschen. Meiner Schwester tat es sehr gut und sie hat nochmal mehr über den Umgang mit ihrer Krankheit gelernt.

Zu guter Letzt noch eins, auch wenn das für dich jetzt wahrscheinlich total sch..e klingt. Aber Diabetes ist eine Krankheit, mit der man sehr gut leben kann. Mit der Insulinpumpe hast du so gut wie keine Einschränkungen im Leben. Du kannst bei allen Aktivitäten mitmachen, musst auf keine Schulausflüge verzichten, nichts. Meine Schwester hatte in der Grundschule einen Mitschüler mit Rheuma. Der konnte nicht mit auf Ausflüge und verpasste viel. Es geht dir also eigentlich ziemlich gut. Ich weiß, dass "Anderen gehts noch schlechter" ein blödes Argument ist, aber es ist die Wahrheit.

Antwort
von Thaliasp, 42

Hi, ich würde mich an deiner Stelle mal erkundigen ob es dort wo du wohnst, oder vielleicht in der näheren Umgebung nicht eine Selbsthilfegruppe gibt für junge Menschen mit Problemen. Ich habe schon gehört und auch gelesen dass solche Gruppen hilfreich sein können.

Antwort
von Nightwing99, 20

Deine Mutter sorgt sich um dich manchmal schlägt diese hilflosigkeit eben in irationale wut um. Natürlich wäre es einfacher wenn es anders wäre und sie ruhig und besonnen bleiben würde aber letztendlich ist es menschlich. Setzt dich in einer ruhigen minute mit deiner mutter zusammen und rede mit ihr darüber und wie ihr euch in zukunft in welchen Situationen verhaltet.

Ja du hast ne arschkarte mit diabetes und ich kann es verstehen wie unangenehm und psychisch belastend das sein mag aber du musst da die a****backen zusammen kneifen und da durch. Du bist schlechter dran als andere ja aber immer noch besser als andere du hast keine MS keinen Krebs du kannst ein normales Leben führen und machen was du willst alles was du tun musst ist dich spritzen und deine Ernährung und deine BZ-Werte beachten. Das ist nicht das härteste schicksal daran solltest du denken wenn dich der frust zu überrollen droht

Antwort
von BigBen38, 21

Dein letzten Satz zu erst...

Eine restlos mit der Situation überforderte.

Deine Mum macht sich sorgen und möchte das Du Dein BZ im Griff hast...

Da sie die möglichen folgen sieht...

Sie weiss nur nicht, wie sie Dir das vermitteln soll.

Immer Reservebatterien zu haben ist ja nun keine Hexerei...

Sobald man sie braucht kauft man neue...

So oder ähnlich wird sie Dir das auch sicher mal gesagt haben...

Wichtig ist, Rede mit ihr...und zwar wenn es beiden gerade mal gut geht...ihr entspannt seid...und dann schuldete Uhr Deine Sorgen und Ängste...

Viel Erfolg dabei...und...vlt zusätzlich für Notfälle n Pen? 

Antwort
von padalica, 21

Hey du...

Ich kann dich sooo doll verstehen.

Habe auch mit 12 Jahren Diabetes Typ 1 bekommen und hatte auch bis ich 20 wurde, und noch weiter hinaus, Probleme mich mit dieser Krankheit zu akzeptieren...

War sogar mit 15 kurz vorm Koma, nicht mehr gespritzt....

Seitdem ich nicht mehr bei der "Kinder"diabetologin bin , geht es mir auch besser, denn die können einfach einem besser verstehen (also meine Ärztin ist top) . Die ich damals hatte machte mich auch nur fertig... schreibe deine Werte auf usw. dass soetwas als Teeni nicht einfach ist verstehen die meisten Ärzte eh nicht (die haben ja die Krankheit auch nicht)

Ich kann dir nur sagen , sei froh das die Medizin schon so weit ist das man daran nicht mehr stirbt und man zum Glück ALLES essen kann was man möchte :)

Antwort
von sabbelist, 38

Eine besorgte Mutter, die Angst um Dich hat. Du musst lernen, Dich mit Deiner Krankheit abzufinden und Dich um alles sorgfältig kümmern.

Viele Menschen haben diese Krankheit und kommen damit klar. Such Dir eine Selbsthilfegruppe. Dort findest Du Gleichgesinnte, die Dir sicherlich helfen können, besser mit Deiner Krankheit umzugehen.

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