Kann meine Freundin (19), die schwanger ist, eine Mietwohnung bekommen?Sie wurde von zuhause rausgeschmissen, was kann sie tun?

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6 Antworten

Hallo,

deine Freundin kann die verschiedensten finanziellen Unterstützungen beantragen. Gut wäre es, wenn sie möglichst bald zum Sozialamt gehen könnte. Wo ist sie denn im Moment untergekommen? Hat sie  sonst noch jemand, der ihr hilft?

Auf der Seite von Pro Femina.de - also für die Frau, kann sie unter Infos alles was jetzt für sie wichtig ist, nachlesen.

Alles Gute für deine Freundin!

LG Clara

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Falls du ihr Freund sein solltest (von dem sie schwanger ist?) kann sie doch zu dir, oder wenn deine elterns erlauben übergangsweise zu dir. Falls du ihre Freundin bist... Übergangsweise auch? Kriegt sie vielleicht noch für sich selbst kindergeld oder andere sozialhilfe wenn sie von zuhause auszieht? Studiert sie und könnte sie BaföG beziehen? Dann in einem Studentenwohnheim für wenig Geld unterkommen? (Obwohl ich mir das mit Baby schwer vorstelle)

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ARGE

Wenn sie deswegen obdachlos ist und die ARGE nicht auf hat ist die  Polizei vor Ort zuständig. 

Es sei denn sie kommt beim Kindsvater bzw. dessen Familie so lange unter. 

Frauenhäuser sind ehrenamtlich und spendenfinanzierte Einrichtungen die in der Regel vollkommen überfüllt sind. Platz für eine Frau deren reine Existenz nicht bedroht ist ist dort heute kaum noch zu finden. 

Eltern sind so lange ihren Kindern gegenüber unterhaltspflichtig bis die Erstausbildung abgeschlossen ist. Wird sich nicht angemessen um die Erlangung eines solchen Abschlusses bemüht kann die Unterhaltspflicht ruhen. Aber nur so lange bis sich wieder nachweislich bemüht wird. 

Eine Schwangerschaft ist keine Erkrankung und keine Rechtfertigung für die Eltern ihre Unterhaltspflicht dem Kind gegenüber einzustellen. Im Rahmen des Mutterschaftsschutzgesetzes hemmt eine Schwangerschaft sicherlich zeitweise die Arbeit an der Erlangung einer Erstausbildung. Bezogen auf die Unterhaltspflicht der Eltern der werdenden Mutter gegenüber aber heißt es lediglich

Bis zur Geburt des Kindes sind die Eltern der Mutter unterhaltspflichtig. Danach der Vater des Kindes. 

Wird wieder an der Erstausbildung gearbeitet kann durchaus wieder Unterhaltsanspruch gegenüber den Eltern der Kindsmutter aufleben. 

So. Das ganze Thema ist sehr komplex. Sich sorgfältig dazu einzulesen ist dringend zu empfehlen. Hier bitte in die Suchmaske des Browsers eingeben

unterhaltspflicht ab 18 schwanger

Dann bitte unbedingt mindestens die ersten zehn Links öffnen, die Informationen lesen, wichtige Daten mit Stift und Papier festhalten. 

Es werden Urteile zu lesen sein. Hier bitte unbedingt beachten: So lange nicht da steht Grundsatzurteil handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung. 

Bitte beachten: Auch Mitarbeiter von Behörden kennen sich hier nicht unbedingt gut aus. Das schließt auch manchen Rechtsanwalt mit ein. 

Niemals alleine zu Behörden gehen!!!! Immer eine Beistandschaft / einen Zeugen mitnehmen. 

Entweder noch im Zimmer der zuständigen Person ein Gesprächsprotokoll aufsetzen und dann bestenfalls von allen Anwesenden mit Datum und bestenfalls Stempel unterschreiben lassen. 

Oder möglichst direkt nach dem Termin ein Gesprächsprotokoll aufsetzen, mit Datum und Unterschrift versehen. Unbedingt aufheben. 

Im Bedarfsfall gibt es sogenannte "kostenlose" Rechtsberatung beim örtlichen Amtsgericht. Dieses Angebot ist unterschiedlich geregelt. Deshalb da auf der Seite online nach den genauen Bedingungen schauen. 

Ebenfalls sehr wichtig: 

Die Mutter sollte auf ihre Gefühle achten denn diese prägen durchaus das ungeborene Kind wie uns Wissenschaft beweisen kann. http://ec.europa.eu/digital-agenda/en/about-116-helplines Also entsprechend dann eine der hier aufgeführten Nummern nutzen. 

Nein. Ein Kind in dem Alter zu bekommen ist weder eine Schande noch zu früh!!!!!

Jung ein Kind zu bekommen ist eben KEINE Belastung für die Allgemeinheit. Eines ab 35 zu bekommen kann allerdings für die Allgemeinheit sehr teuer werden. Also nicht verrückt machen lassen. 

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Erst einmal ist der Kindsvater deiner Freundin zum Unterhalt verpflichtet.

Mit ihrem Kind bildet sie (unabhängig von ihren eigenen Eltern, die ihr nun auch nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet sind) eine eigene Bedarfsgemeinschaft.

Sie soll sich ans Jobcenter wenden, dort wird ihr eine Wohnung bewilligt, aber die entsprechenden Forderungen an den zukünftigen Vater durchgereicht.

Die Eltern sind nur solange zum Unterhalt verpflichtet, wie sie Ausbildung oder Schule/Studium macht und auch nur bis zum Beginn des Mutterschutzes 6 Wochen vor der Entbindung. Danach fällt auch ihr eventueller Anspruch auf Kindergeld weg.

Eine Sozialberatung der Caritas/Diakonie etc. kann ihr auch helfen.

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Ja, ihr steht ALG 2 zu, das muss allerdingsbeantragt werden. In der Zwischenzeit kann sie in ein Frauenhaus gehen falls sie nicht bei dir bleiben kann.

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Natürlich - nur wird dementsprechend Geld benötigt

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