Frage von Hannelore1111, 57

Kann mein Vermieter mir meine Wohnung kündigen, wenn ich zur Durchsetzung meiner Rechte den Mieterbund in Anspruch nehme?

Hallo habe - wie auch hier schon bekannt - vor 6 Monaten eine Wohnung gemietet. Die Wohnung ist sehr schön, aber es wären noch eine Detailfragen zu klären. Ich habe versucht, eine Klärung mit meinem Vermieter herbeizuführen, aber leider will er keine Klärung. Aus diesem Grunde habe ich den Mieterbund eingeschaltet. Wenn ich meinen Verpflichtungen pünktlich nachkomme, hat dann der Vermieter das Recht mir eine Kündigung anzubieten, nur weil ich mich in verschiedenen Dingen wehre. Wäre für Rückantworten sehr dankbar. Gruss Hannelore

Antwort
von schleudermaxe, 56

Wir machen dies natürlich nicht und freuen uns immer, wenn die Mieter bei angeblichen Problemen zu denen gehen und dann reinfallen. Die Damen und Herren kennen nicht einmal ihr eigenes Lexikon.

Noch nie haben wir ein Verfahren bei so einer Begleitung verloren.

Je nach Mietgegenstand ist natürlich dann auch eine Kündigung möglich. Leider gibt es dazu keine Angaben in der Frage.

Viel Glück.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 35

Im Normalfall kann der Vermieter nur kündigen wenn er einen rechtlich zulässigen Grund dazu hat.

Das Du Hilfe des Mieterbundes in Anspruch nimmst um Deine Rechte durchzusetzen ist keiner.

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 37

Kündigungsangebote kannst du immer ablehnen. Deine Zusammenarbeit mit Mieterbund ist deine Angelegenheit. Da hat der Vermieter nichts zu monieren und kann deshalb auch nicht kündigen weder fristlos noch ordentlich.

Deine Betriebskostenvorauszahlung ist vermutlich immer noch problembehaftet. Die Wohnungsgröße ist wohl ebenso ein Streitpunkt.

Sollte sich tatsächlich die Wfl. auf 67,5m² bemessen, dann sind 150,00 € als monatliche Vorauszahlung inkl. Heizung vermutlich immer noch zu knapp.

Als Mieter darfst du die Zahlung erhöhen. Die Korrektur der Wohnfläche ist in Hinsicht auf eine korrekte Abrechnung der BK durch den Vermieter wichtig, abgesehen von deiner Absicht die Miete daraufhin herabzusetzen.

In deinem Mietvertrag sind die BK vermutlich aufgelistet, die abgerechnet werden. Dahinter sollten die €-Beträge stehen, die summiert die monatl. BK-Vorauszahlung ergeben.  

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 31

Er kann Dich nur aus schwerwiegenden Gründen kündigen. Nur weil Du 

Jemanden einschaltest um Deine rechte durchzusetzen ist definitiv kein Grund.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 37

Die Inanspruchnahme von Rechtsbeistand (RA oder MV) ist kein zulässiger Kündigungsgrund.

Antwort
von koebes48, 23

In einem Zweifamilienhaus in dem auch der Vermieter eine WE bewohnt ist eine Kündigung ohne Benennung eines Kündigungsgrundes möglich.

Das eine Inanspruchnahme eines Anwaltes oder Mieterverein ein Vertragsverhältnis im " Normalfall" verschlechtert liegt auf der Hand. Es ist immer besser zunächst den direkten Gesprächsweg zum Vermieter zu suchen und erst wenn "nichts mehr geht" den schriftlichen Weg über eine Rechtsberatung zu suchen.

Antwort
von AnglerAut, 57

Er kann dich nur mit einem Grund kündigen. Die Tatsache, dass du dich an den Mieterbund gewendet hast, ist natürlich kein Grund.

Wenn er dir gegenüber eine Kündigung ausgesprochen hat, dann war das sicherlich schriftlich und es Stand der Grund in der Kündigung. Wenn du uns diesen nun verrätst, dann können wir dir sagen, ob dieser berechtigt sein könnte oder nicht.

Kommentar von schleudermaxe ,

Wo steht das, immer nur mit Grund?

Kommentar von AnglerAut ,
Kommentar von schleudermaxe ,


Besonderheiten gibt es auch bei Untermietverhältnissen und in Jugend- oder Studentenwohnheimen, bei möblierten Zimmern. Aber auch in Einliegerwohnungen bzw. Zwei-Familienhäusern, in denen der Vermieter mitwohnt. Hier darf der Vermieter auch kündigen, wenn er sich auf keinen der im Gesetz genannten Gründe berufen kann.

So jedenfalls das Merkblatt des Mieterbundes!

Zudem wissen wir Vermieter, daß nicht das gilt was im Gesetz steht, sonder das, was ausgeurteilt wird, oder?

Kommentar von AnglerAut ,

Diese Ausnahmen sind in dem §573 aufgeführt, sehe aber in der Frage nichts, was darauf hindeutet.

Kommentar von schleudermaxe ,

Eben, fehlen aber bei Deiner Behauptung und sollten dort Berücksichtigung finden, denke ich.

Kommentar von AnglerAut ,

Da hast du grundsätzlich Recht. Allerdings bin ich immer der Meinung, die Antwort sollte nur so gut sein wie die Frage. Ich antworte nicht auf jeden Spezialfall, wenn der Fragesteller sich nicht die Mühe macht genaue Details zu nennen. Zudem war meine Antwort ja darauf ausgelegt, weitere Informationen von der Fragestellerin zu erhalten.

Antwort
von Hannelore1111, 11

Danke für Deine Antwort.

Kurz zur Kündigung:

Der Vermieter hat mir mitgeteilt, wenn ich mit der besonderen Situation in der Wohnung - nicht verschließbare Wohnungstür etc. - nicht zurechtkomme, schlägt er vor, mir doch eine neue Wohnung zu suchen. Ein direktes Kündigungsschreiben ist bis jetzt nicht erfolgt.

Gruss

Hannelore

Antwort
von Peter501, 50

Eine ordentliche Kündigung mit entsprechender Begründung(die auch Bestand haben muss) ist immer möglich.

Kommentar von schleudermaxe ,

... aber manchmal auch ohne Grund, so lese ich die Literatur.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten