Kann mein Vermieter mich wegen einem neuen Hund rausschmeißen ?

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5 Antworten

Ich wohne jetzt 2 Jahre hier hatte schon einen Hund in dieser Wohnung außerdem haben wir noch fische und einen Hasen.
Kann meine neue Vermieterin jetzt von mir verlangen auszuziehen?

Wenn ihr Ihrem zulässigen Abschaffungsverlanges des Hundes nicht nachkommt, kann sie das tasächlich :-(

Die Haltung von Hund oder Katze bedarf nach dem Grundsatzurteil des BGH  VIII ZR 168/12 v. 20.03.2013 zwingend der ausdrücklichen Genehmigung des Eigentümers.

Und die darf er eben verweigern, wenn dem "in jedem Einzelfall in umfassender Abwägung der konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner, Nachbarn auch unter Berücksichtigung der Größe des Hundes und der Wohnung berechtigte Interessen entgegenstehen".

Selbst dann, wenn eine unwirksame Tierhaltungsklausel geregelt wäre, eine Duldung des Voreigentümers vorlag oder anderen Mietparteien Haltung dieser genehmigungspflichtigen Tiere gestattet wäre, könnt ihr euch darauf eben bei einem neu angeschafften Hund nicht berufen und es stellt de jure eine ungerechtfertigte Gebrauchsüberlassung dar, die sie beseitigt beanspruchen kann :-(

Im Ergebnis reicht Vortrag einer Tierhaarallergie eines Aushilfs-Paketzustellers, erwartete Bellfreudigkeit (Katzenhaltung im Haus!), Geruchsbelästigung, Reviermarkierung, nagelneues Parkett in den Mieträumen, Kleinstkinder der Mieterparteien u. dgl. aus :-(

Dem könnte man bis auf den ersten gewichtigen, sachlich begründeten Weigerungsgrund entgegenzutreten versuchen und Wesensprüfung, Hundeschule, Hündin bzw. Kastrationszeugnis, erhöhte Mietsicherheitsleistung, Hundehalterhaftpflichtnachweis, Leinen- und Maulkorbverpflichtung usw. anbieten und damit versuchen, jetzt noch die notwenige Zustimmung zu erlangen. Am besten mit Hund, wenn er seinen besten Tag hat :-)

Leider wäre eine Genehmigung dann immer noch widerruflich erteilt - gebt den Hund mal ab, wenn es dazu käme :-O

Viel Erfolg :-)

G imager761


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Haustiere in Mietwohnungen sind ein kompliziertes Feld. 

Ein generelles Haustierverbot im Mietvertrag ist mit Sicherheit unwirksam. Ein Verbot von Hunden kann durchaus wirksam sein. Deswegen wäre schon mal interessant, wie dieses Verbot im Vertrag tatsächlich ausgestaltet ist. 

Weiter habt ihr mit dem Vermieter eine Zusatzvereinbarung abgeschlossen. Auch hier wäre interessant, wie diese im genauen Wortlaut aussieht. Speziell von Interesse wäre, ob euch generell die Haltung eines Hundes erlaubt wird oder ob es nur um diesen speziellen Hund als Einzelfall ging. Die getroffene Vereinbarung geht mit dem Eigentum an die Tochter über. Da ändert sich gar nichts. 

Ob andere Mieter Haustiere halten, hat für euren Fall keinerlei Bedeutung.

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Kommentar von OLDEnglish2016
20.12.2015, 12:10

Hi, in unserem Mietvertrag steht:

Haustiere verboten!

Sonst nichts.

Und die mündliche Vereinbarung lautete:

Sie bekommen mit ihrem Hund ein 6 monatige Probezeit wenn nach diesen 6 Monaten die Wohnung sauber ist, (und das ist sie) können wir den Hund behalten. 

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Wurde die Hundehaltung einmal genehmigt, gilt das nur für diesen Hund. Wird nach dem Tod des Hundes ein neuer angeschafft, muss auch hierfür eine neue Genehmigung erteilt werden.  Der Vermieter muss einen plausiblen Grund für eine Verweigerung nennen. Ob ein anderer Mieter bereits einen Hund hält oder 4 Katzen ist für dich unerheblich. Der Vermieter ist nicht verpflichtet alle Mieter gleich zu behandeln. Schaffst du einen Hund ohne Genehmigung des Vermieters an, wird er dich abmahnen und auffordern den Hund wieder abzuschaffen. Dazu benötigt er dann nicht mal einen plausiblen Grund, denn du bist dann deinen vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen. Schaffst du den Hund dann trotzdem nicht ab, ist das durchaus ein Grund für eine fristlose Kündigung.

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Kann meine neue Vermieterin jetzt von mir verlangen auszuziehen?

Zu erst mal könnte sie, ab dem Tag ab dem sie rechtmäßige Eigentümerin ist, verlangen das Ihr den Hund wieder abschafft. Sofern sie denn eine plausiblen Grund dafür nennt.

Im E-Fall wäre ein Kündigung möglich.

Das der ehemalige Vermieter die Hundehaltung geduldet hat macht daraus keinen Anspruch.

Ebenso nicht das andere Mieter Katzen und Hunde halten.

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Kommentar von Interesierter
20.12.2015, 12:07

Wobei sich die Frage stellt, ob hier ein pauschales Haustierverbot vorliegt, welches in diesem Fall komplett unwirksam wäre. 

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Wenn in deinem Mietvertrag steht, dass Hundehaltung genehmigt werden muss, gilt das natürlich auch für eine Neuanschaffung.

Wenn du dich darüber hinweg setzt, ist das ein Kündigungsgrund.

Es GIBT KEIN GEWOHNHEITSRECHT 

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Kommentar von Interesierter
20.12.2015, 12:06

"obwohl im Mietvertrag steht Haustiere sind generell nicht erlaubt!"

Nun, hier scheint es sich nicht um ein "Hundeverbot" sondern um ein generelles Haustierverbot zu handeln. Dieses wäre aber sicherlich so nicht rechtens. Die Vertragsklausel wäre damit wohl unwirksam. 

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