Frage von Yenniex3, 94

Kann mein Käufer nach Unterzeichnung des Kaufvertrages einfach davon zurücktreten, weil er was besseres gefunden hat?

Mein Freund wollte vor kurzen sein altes Auto verkaufen. Er hat mit dem Käufer einen Kaufvertrag gemacht und hat im voraus 250€ bekommen. Heute hat der Käufer angerufen, er hat ein Schnäppchen gefunden und möchte unser Auto doch nicht. Morgen wäre Übergabe.

Kann der einfach so zurücktreten? Wir haben das Geld natürlich schon eingeplant und ein neues Auto gekauft, weil wir fest damit gerechnet haben. Der Vertrag war ja unterschrieben.

Da er für das Auto fast das doppelte gezahlt hätte, was wir erwartet hätten haben wir natürlich sehr viele Unkosten die wir so nicht decken können...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheHeckler, 52

Ein Vertrag ist ein Vertrag und muss eingehalten werden. Wenn das Fahrzeug also keine Mängel hat, bzw diese Mängel, wenn vorhanden, bekannt sind kann der Käufer nicht einfach vom Vertrag zurücktreten.

Es gibt kein grundsätzliches Rücktritt bzw. Widerrufsrecht.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 39

Wenn er einseitig vom Vertrag zurücktreten will, geht das so einfach nicht. Ihr könn die Einhaltung des Vertrages fordern oder unter der Bedingung der Schadenersatzzahlung dem Rücktritt zustimmen (und das gerichtlich durchsetzen).

Ohne finanziellen Verlust kommt er aus der Sache nicht raus. 

Soll er doch einen Anwalt beauftragen, der kann auch nichts ausrichten. Verträge hält man ein, der Grundsatz gilt, mit oder ohne Anwalt, auch hier.

Antwort
von DerMarius1997, 61

Wenn der Vertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde, haben beide die so genannte Willenserklärung abgegeben. Damit ist der Vertrag rechtskräftig und er muss zahlen.

Antwort
von franneck1989, 57

Nein, er kann nicht einfach zurücktreten.

Wenn ihr einen schriftlichen Kaufvertrag gemacht habt, dann habt ihr allerbeste Karten das ganze erfolgreich durchzuziehen.
Dann solltet ihr die Forderung des Käufers ablehnen und stattdessen Zahlung und Abnahme des Fahrzeugs verlangen.

Wenn er das verweigert, macht er sich schadenersatzpflichtig.

Antwort
von Novos, 45

Nein, wenn der Vertrag rechtens war, ist er daran gebunden.

Antwort
von JanaJana07, 18

Lass ihn drohen, die Anzahlung könnt ihr behalten. Wenn  der Kaufvertrag nur gerichtlich durchsetzbar ist ist das zu viel aufwand. Wenn er zurücktreten will ist er die Anzahlung los. Ein recht hat er nicht darauf, Vertrag ist Vertrag

Antwort
von martinzuhause, 48

der vertrag ist da einzuhalten. allerdings wird das  dann nur über das gericht gehen. ob sich das lohnt ist sicher fraglich.

ihr könnt dem "käufer" anbieten das ihr die 250€ behaltet für den aufwand und den schaden der entstanden ist.

das wäre für alle das einfachste

Kommentar von Yenniex3 ,

Wir haben ihn bereits mitgeteilt, das er die Anzahlung nicht wiederbekommt. Weil das auch so im Vertrag steht, aber dann ist er nur laut geworden und hat mit dem Anwalt gedroht... Wobei ich das irgendwie nicht verstanden habe, inwiefern er da ein Anrecht drauf hätte...

Kommentar von martinzuhause ,

dann kann er doch mit einem anwalt drohen. auch der kann da nichts dran ändern das beide einen gültigen vertrag gemacht haben

Kommentar von peterobm ,

er kann mit dem Anwalt drohen wie er will, er hat einen rechtsgültigen Kaufvertrag; den gilt es zu erfüllen. 

Ihr könnt ebenfalls einen Anwalt beauftragen, Abnahme des KFZ. Würde ich nicht empfehlen; lass ihn tätig werden. Er fällt hinten runter.

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