Frage von Konrad1900, 121

Kann mein chef die Mindestlohn Regelung ändern?

Hallo Leute hatte heute ein Vorstellungsgespräch bei caro Autovermietung mein Job ist es dort Autos an Kunden auszuliefern (minijob 450 euro) nun ist es so das der chef mir erklärte er zahle 13euro die stunde wenn man fährt und weniger wenn man in der Firma ist Autos poliert oder sonstiges zusammen kommt man dan auf einen lohn von 450euro für65-70 Stunden das heißt ich bekomme im Endeffekt weniger wie den Mindestlohn ist das zulässig

Antwort
von OnkelSchorsch, 59

Wie alt bist du? Warst du langzeitarbeitslos?

Es gibt Ausnahmen beim Mindestlohngesetz.

http://www.dgb.de/ =>




Überblick über die Mindestlohn-Ausnahmen


Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro gilt ab dem 1. Januar 2015 – allerdings gibt es einige Ausnahmen.
Beschäftigte unter 18 Jahren erhalten keinen Mindestlohn
Auch für Auszubildende, junge Leute in Einstiegsqualifizierungen und Pflicht-Praktika gilt kein Mindestlohn.
Für freiwillige Orientierungs-Praktika gibt es den Mindestlohn erst ab dem 4. Monat.
Für Langzeitarbeitslose (seit mindestens einem Jahr
bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet) gibt es den Mindestlohn erst
ab dem 7. Monat auf der neuen Stelle.
Für Zeitungszusteller/innen gelten vor 2017 Ausnahmen.
Wenn Tarifverträge in einer Branche für allgemeinverbindlich erklärt sind, kann dieser Branchenmindestlohn während einer Übergangsfrist vor 2017 noch unter 8,50 Euro liegen.

In jedem Fall gilt aber: Ab dem 1. Januar 2017 müssen nach dem Mindestlohngesetz mindestens 8,50 Euro gezahlt werden.


Kommentar von deedzius ,

Danke dir das du es parat hast

Konrad1900 meinte das ich mist rede

Kommentar von Familiengerd ,

@ deedzius:

Bezüglich Deiner pauschalen, undifferenzierten Aussage:

Wenn du vorher arbeitslos warst, darf er das

hat Konrad1900 allerdings auch Recht!

Kommentar von Familiengerd ,

Beschäftigte unter 18 Jahren erhalten keinen Mindestlohn

So formuliert ist das falsch - und gilt nur dann, wenn es gleichzeitig keine abgeschlossene Berufsausbildung gibt; Minderjährige mit abgeschlossener Berufsausbildung (das dürfte allerdings seltener vorkommen) haben Anspruch auf den Mindestlohn (Mindestlohngesetz MiLoG § 22 "Persönlicher Anwendungsbereich" Abs. 2)!

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Na, dann beschwere dich beim DGB, dass die so frech sind, dich nicht erst um deinen unfehlbaren Rat gefragt zu haben, bevor der DGB Grundinfos zum Thema auf seine Website stellt. So was aber auch, wie konnte der Gewerkschaftsbund es bloß versäumen, sich bei dir erst Rat einzuholen, nee, unfassbar ...

:-)

Kommentar von Familiengerd ,

Und was willst Du mir mit diesem Blödsinn jetzt sagen?? Ich kann nichts dafür, wenn es vom DGB eine solch pauschale Aussage ohne Differenzierung gibt!

Schau einfach nur ins Gesetz, da steht es klipp und klar.

Aber wenn Du meinst, dass die undifferenzierten Aussage des DGB über der präzisen gesetzlichen Bestimmung des MiLoG steht ... ...

Über Deinen DGB-Link konnte ich Dein Zitat übrigens nicht verifizieren, weil es auf dieser konkreten Seite nicht steht, er ist also nichts wert. Ich habe es trotzdem gefunden:  http://www.dgb.de/themen/++co++c4bed4b2-7b3e-11e4-8571-52540023ef1a ; (Dein Link nutzt also nicht viel!).

Hier der Text des MiLoG § 22 "Persönlicher Anwendungsbereich" Abs. 2:

Personen im Sinne von § 2 Absatz 1 und 2 des Jugendarbeitsschutzgesetzes [Anmerk.: gemeint sind damit  Kinder und Jugendliche] ohne abgeschlossene Berufsausbildung gelten nicht als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Sinne dieses Gesetzes.


Kommentar von OnkelSchorsch ,

Danke, dass du meine obigen Ausführungen so trefflich bestätigst.

q.e.d.

Kommentar von Familiengerd ,

???

Du berufst Dich auf etwas Falsches ("Beschäftigte unter 18 Jahren erhalten keinen Mindestlohn"), ich belege mit dem Gesetzestext, dass es falsch ist und soll damit Deine falsche "Ausführung so trefflich bestätigt" haben?!?

Entweder kannst Du nicht richtig lesen oder - wenn Du liest - es nicht verstehen, leidest unter Realitätsverlust oder ignorierst das Richtige einfach, weil es Deinen Behauptungen zuwider läuft und Du einen (durch den Gesetzestext belegten) Irrtum nicht zugeben kannst.

Da hilft auch das falsche "q.e.d." nichts, Onkel Schorsch!

Und das alles trotz Interesse "Allgemeinwissen"!!

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Danke für die weitere Bestätigung meiner Ausführungen. Wie konnte der DGB nur auf dein Fachwissen verzichten, unglaublich!

Doppel-q.e.d.

Kommentar von Familiengerd ,

"Mens sana in corpore sano", sagten die alten Römer - demnach muss es bei Dir körperlich aber sehr schlecht bestellt sein!

Ist außer polemischen Böcksprüngen sachlich nichts mehr drin, Troll?? Denn "Beweise" (für was überhaupt?) bleibst Du aus Unfähigkeit und Unmöglichkeit schuldig!

:-)))

Antwort
von herakles3000, 50

Das kann er nicht einfach selber entscheiden entweder steht im Arbeitsvertrag der Stundenlohn und den kann und darf er nicht Ändern außer der Arbeitsvertarg wäre Außertarifflich und du würdest mehr als den Tariflohn bekommen.Da du mit 13 € die stunde über den __Mindestlohn liegst kann er den nicht einfach runterschrauben außerdem hätte so eine Reglung im Arbeitsvertrag stehen müssen .Abe rauch dan wäre es Fraglich ob das Erlaubt ist..

Antwort
von Akka2323, 51

Nein. Er muß den Mindestlohn einhalten.

Antwort
von Weisefrau, 54

Hallo, es ist nicht zulässig wenn du unter den Mindestlohn kommst.

Antwort
von Rudolfo007, 50

Nein. Anzeigen sage ich dazu nur...

Du bist ja kein Briefzusteller oder Zeitungsbote, die dank Lobbyarbeit immernoch nach Stückzahl bezahlt werden...

Kommentar von Allexandra0809 ,

Wo hast Du denn diesen Unsinn her? Auch Briefzusteller oder Zeitungsboten (Tageszeitung) müssen nach Mindestlohn bezahlt werden.

Kommentar von Rudolfo007 ,

Noppe, müssen sie nicht. Es gibt Ausnahmen darin, die es legal möglich machen, dass sie keinen ML bekommen...

Der Arbeitgeber kann eine bestimmte Stückzahl pro Stunde verlangen (also schesendem einen Stückpreis) und wer das nicht schafft muss halt unbezahlt länger arbeiten. 

Und für Zeitungszusteller hier das Gesetz:

Für Zeitungszusteller/innen gelten vor 2017 Ausnahmen.
Wenn Tarifverträge in einer Branche für allgemeinverbindlich erklärt sind, kann dieser Branchenmindestlohn während einer Übergangsfrist vor 2017 noch unter 8,50 Euro liegen.

Kommentar von Rudolfo007 ,

Vor dem legal sollte ein "mehr oder weniger" stehen. Änderung war nicht mehr rechtzeitig...

Antwort
von Erklaerbaer17, 53

Das wäre lustig wenn jeder nach gut Düng die Gesetze ändern könnte. Heide Fista das wär ein geiles Durcheinander lol

Antwort
von deedzius, 51

Wenn du vorher arbeitslos warst, darf er das

Kommentar von Konrad1900 ,

was redest du da für einen Mist

Kommentar von deedzius ,

Es gibt ausnahmen beim Mindestlohn für Arbeitslose und unter 18 jährige

Kommentar von Konrad1900 ,

ich mache ne Ausbildung das ist nebenbei und bei den anderen ist es auch so

Kommentar von deedzius ,

UND?
Habe ich gesagt das es Ausnahmen gibt.
Oder das alle unter 18 jährigen und ex Arbeitslosen unter 8,50 bekommen?
Die beiden Ausnahmen gibt es nun einmal heißt doch nicht das jeder Arbeitgeber die Ausnahmen nutzt oder?

Kommentar von Familiengerd ,

Oder das alle unter 18 jährigen und ex Arbeitslosen unter 8,50 bekommen?

Das ist in dieser Formulierung falsch!

Für Minderjährige gilt das nur, wenn sie gleichzeitig keine abgeschlossene Berufsausbildung haben; Minderjährige mit abgeschlossener Berufsausbildung (das dürfte allerdings seltener vorkommen) haben Anspruch auf den Mindestlohn (Mindestlohngesetz MiLoG § 22 "Persönlicher Anwendungsbereich" Abs. 2).

Auch Arbeitnehmer, die vorher arbeitslos waren, haben Anspruch auf den Mindestlohn, wenn sie nicht "Langzeitarbeitslose" waren, also mindestens 1 Jahr arbeitslos (Abs. 4 Satz 1); für Langzeitarbeitslose besteht der Anspruch nur in den ersten 6 Monaten nicht!

Antwort
von Matzeee12345, 33

Nein darf er nicht 8,50 Minimum

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