Frage von kammerl, 27

Kann man zu Unterhaltszahlungen nachträglich gezwungen werden, wenn man von der Existenz eines Sohnes erst nach 23 Jahren erfährt? Wie ist es mit dem Erbrecht?

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Antwort
von DerHans, 10

Nur so weit die Forderungen noch nicht verjährt sind.

Die Verjährung tritt ein, 3 Jahre nach dem Jahresende, in dem die Forderung erstmalig an dich gestellt wurde.

Das uneheliche Kind ist den ehelichen im Erbrecht gleich gestellt.

Da verjährt die Forderung natürlich auch erst 3 Jahre nach dem Tod des Erblassers.

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 10

Wenn du jetzt erst erfahren hast, evt. Vater zu sein, hast du die Vaterschaft ja noch nicht anerkannt... - es können also keinerlei rückwirkende Ansprüche an dich geltend gemacht werden.

Denn ohne dass du die Vaterschaft anerkannt hast (bzw. ohne dass sie durch einen gerichtlich angeordneten Vaterschaftstest festgestellt wurde), konnte gar kein Unterhaltstitel gegen dich erstellt werden, aus dem sich irgendwelche Ansprüche erheben ließen....

Nachträglich könnte auch kein Titel mehr für zurückliegende  Zeiten gegen dich erstellt werden.

Sollte das "Kind" selbst noch Unterhaltsansprüche gegen dich geltend machen wollen, könnte es dies nur noch für die Zukunft tun - z.B. wenn es sein erstes Studium noch nicht beendet hätte....- , aber auch dazu müsstest du die Vaterschaft erstmal anerkennen oder diese gerichtlich festgestellt werden....

Wie ist es mit dem Erbrecht?

Es ergeben sich auch keine gegenseitigen gesetzlichen Erbansprüche, solange du nicht offiziell der Vater bist.......

Antwort
von imager761, 2

Zunächst müsste die Vaterschaft einmal feststehen, behaupten kann das Kind oder die Kindsmutter manches.

Erst dann wäre das Kind als leiblicher Abkömmling nach der gesetzl. Erbfolge Erbe, § 1924 BGB, es sei denn, man schlösse ihn durch Testament oder Erbverrtrag davon aus und hätte ihn damit auf den dazu hälftigen Pflichtteil in Geld gegen die Erben gesetzt.

Unterhaltsansprüche entstehen erst mit Forderung und Titel, niemals rückwirkend und allermeist schon garnicht ab Volljährigkeit. Niemand haftet  - auch nicht innerhalb der regelm. Verjährung von drei Jahren - für Forderungen, die garnicht bestanden oder streitig sind, weil man davon nichts wußte oder es einem Rechtsgrund mangelt..

G imager761

Antwort
von brido, 1

Ja klar, sogar rückwirkend. Leider . Der klassiche Fall wäre dass es ein Kuckuckskind war, was erst jetzt rausgekommen ist. IN D kann das Kind dann seinen Pflichtteil verlangen, am besten im Testament die anderen einsetzen. 

Antwort
von Wippich, 6

Du müsstes erst einmal als Vater anerkannt sein.Unterhalt ist erst ab Forderung möglich.Rückwirkend nicht.

Antwort
von Weichloeter, 8

wenn man die vaterschaft anerkannt hat und das amt 23 jahre lang vorschuss geleistet hat, sicherlich.

Kommentar von kammerl ,

Ich konnte die Vaterschaft ja nicht anerkennen, wenn ich erst nach 23 Jahren von meinem angeblichen Sohn erfahren habe.

Kommentar von claudialeitert ,

Nein es gibt keine rückwirkende Zahlung.

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