Kann man wirklich nicht zum Judentum konvertieren?

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9 Antworten

Man kann, was aber nicht einfach ist, Jahre dauert und auch nicht immer klappt - das wurde ja bereits gesagt. Aber - und jetzt kommt eben doch ein Aber. Laut Halacha (Religionsgesetz) ist ein Mensch, der Gijur gemacht hat, so fern er halachisch korrekt vor einem anerkannten Bet Din stattgefunden hat, ein vollwertiger Jude, der sich in seinem Status nicht von einem geborenen Juden unterscheidetet (es sei denn, der würde einen Cohen heiraten wollen). Faktisch sieht es in der Realität aber oft etwas anders aus, weil eben Menschen auf Menschen treffen.

Es gibt auch unter Juden Menschen, die ausschließend sind und solche, die bei jemandem, der übergetreten ist, jede Gelegenheit nutzen werden, sofort jeden über den Umstand aufzuklären, dass Person XY übergetreten ist (auch wenn dies eigentlich von der Halacha her verboten ist, einen Übergetretenen daran zu erinnern, dass er übergetreten ist). Es wird auch Menschen geben, die jene Personen trotzdem nie als Juden betrachten werden. Wenn es um das Thema "Heirat" geht, wird es Menschen geben, die nie eine Beziehung mit jemandem eingehen würden, der übergetreten ist oder so jemanden heiraten - dass sie damit im krassen Widerspruch zu ihrer eigenen Religion stehen und handeln, sei dahingestellt, dennoch kommt es vor, weil die Leute ihre eigenen Religion nicht immer gut kennen. Wenn jemand Familie in Israel hat und diese eher orthodox sind, wird er auch niemanden daten, der übergetreten ist, da das Rabbanut oft ausländische Giurim nicht anerkennt und der Mensch dann, obwohl er im Ausland Mitglied einer jüdischen Gemeinde und dort quasi "Jude" ist, in Israel als Nichtjude gelten würden, vor dem Oberrabbinat.

Man kann also konvertieren, aber ob man auch "ankommt", also von anderen voll anerkannt wird, steht auf einem anderen Blatt. In der Regel gibt es solche und solche Leute, das heißt, ein Konvertit wird immer auf Menschen treffen, die ihn gut behandeln und auch anerkennen, aber genauso auf Menschen, die das überhaupt nicht tun.

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Jain. Wenn ich jetzt falsch liege, möge man mich korrigieren, aber ich meine, es so im Kopf zu haben: Grundsätzlich kann man nicht konvertieren. Man ist entweder jüdischer Abstammung also ein Nachkomme des Volkes Israel oder eben nicht. Denn ursprünglich ist es ein reines Volk, daß auch unter sich bleibt. Die Missionierungsauftrag gab es erst bei den ersten Christen, wo dann auch andere zum Glauben gebracht werden sollten. Juden missionieren auch nicht. Aber es gibt schon seit mehreren Jahren die Möglichkeit, zum Judentum zu konveretieren, wenn man es wirklich eindeutig aus freien Stücken und aus tiefen Herzen will. Das muß man beweisen, in dem man über längere Zeit alle jüdischen Regeln einhält. Ein Rabinerrat entscheidet dann, ob man in die jüdische Gemeinde aufgenommen wird oder nicht. Meistens wird man auch erst mal zurückgewiesen, quasi als Test, ob man es wirklich will und es weiterhin versucht und somit auch wirklich will. Oftmals ist es auch so, daß man sich über mehrere Stufen dem Judentum erst annähern muß, bevor man übertreten darf. Es wird also nicht leicht gemacht, ist aber nicht völlig ausgeschlossen.

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Kommentar von gromio
05.08.2016, 09:33

Servus ....

ein interessanter link, vielleicht kennst Du den schon:

http://spree-aviv.de/?PID=static,CheckpointDavid,Konversion

kurz, knapp, vollumfänglich zusammengefasst.

Interessant dürfte sein, etwas mehr über Deine Motive zum Beitritt zu erfahren - wenn Du dies überhaupt will, schließlich bist Du hier Der Troll.

Aus meiner Sicht als Christ käme ein Konvertieren zum Judentum nicht in Betracht, da diese bis heute Jesus weder als Sohn Gottes noch als Messias anerkennen und immer noch auf einen solchen warten. Abgesehen davon daß hier eine Anwendung der Grundsätze aus Matthäus 7:18 ff dazu führen dürfte, dass die Juden nicht Jesu/Gottes Anerkennung erhalten würden, aus den dort genannten Gründen.

Aber bitte - dies muß und soll jeder für sich selbst entscheiden, keine Frage.

Gesellschaftlich mag es durch aus Vorteile mit sich bringen, zu einer jüdischen diaspora zu gehören, und sicher kann man da sehr interessante Leute kennenlernen und auch ein erfülltes Leben führen.

cheerio

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Streng genommen kann man nur als jude geboren werden...wie im christentum usw konvertieren geht nicht. Unter ganz besonderen Bedingungen kann man es aber trotzdem wobei es da wirklich auf die gemeinde ankommt. Du wirst viel zeit ins lernen investieren müssen damit dieser weg überhaupt möglich ist. Wenn du dann schlussendlich "konvertiert" bist kann es jedoch immer noch passieren das du für orthodoxe gemeinden/menschen immer noch kein jude bist.

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die jüdische Religion wurde nach der Zerstörung des Tempels und der Vertreibung immer als die Religion des jüdischen Volkes ausgeübt. Sie machten keine Mission, sondern grenzten sich eher ab von ihrer Umgebung.

Zur Zeit des Tempels wurden Proselyten aufgenommen, manchmal ganze Völker. Heute kannst du dir ne Gemeinde aussuchen, streng orthodoxe oder liberale und dich beim Rabbiner erkundigen. Im Prinzip geht es, aber die Juden haben seit dem Mittelalter nicht mehr offensiv missioniert, das hätte die christliche oder sunnitische Umgebung zu Pogromen angestachelt.

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Doch kann man aber das soll wohl nicht so ganz einfach sein und einige Jahre dauern bis man aufgenommen wird

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Also erstmal vergiss alle kommentare die Leute schreiben hier nur müll... Du kannst 100% NIEMALS zum Judentum konvertieren weildas JUDENTUM ein VOLK ist sie berufen sich darauf nachfahren der Kinder Israels /Jacobs zu sein... Du kannst zwar das Judentum annehmen und in der Synagoge mit singen aber sie werden, und das sagen sie selbst ganz offen, dich niemals als Jude akzeptieren... Wenn du ein Mann bist hast du es etwas leichter weil die jüdischen frauen gerne Goijm Männer nehmen um die Gene innerhalb ihres volkes aufzufrischen und das Kind dann da jüdische mutter, jüdisch wird... Eine Frau die zum Judentum will wird es schwer haben weil ihre Kinder, da sie eine Gojim ist (also Vieh in ihren augen) niemals juden sein werden..

Das Judentum  bzw das jüdische volk basiert auf rassismus, und Sucht nach materie, während der Islam genau das gegenteil verkörpert enthaltsamkeit bescheidenheit und vorbereitung auf das Jenseits und bei uns im islam ist jeder Mensch gleichwertig der dem Herrn dienen möchte

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“ Auf jeden Fall aber ist und war der Beitritt zum Judentum möglich, stellt Rabbiner Brandt klar. „Konvertiten sind willkommen“, sagt Rabbiner Ehrenberg, „wenn sie die Ideale des Judentums verstehen, und bereit sind, die Gebote der Tora einzuhalten.“

der link von gromio 

enthält wohl wirklich alle erforderlichen Informationen

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Du kannst selbstverständlich konvertieren. Aber es kann schon passieren das man dich erstmal abweist. Das würde ich nicht so sehr als gegen dich gerichtet verstehen, als ein Ritual das deine Motive auf die Probe stellt. Wenn du das Gefühl hast es ist eine persönliche Dimension im Spiel, würde ich es einfach bei einer anderen Gemeinde noch einmal versuchen.

Die Behauptung das man nicht konvertieren kann ist jedenfalls 100% falsch. Wer das behauptet ist entweder ideologisch motiviert oder weiß einfach nicht bescheid.

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Kommentar von hbhbhb44
06.08.2016, 08:21

lüg nicht!!! soll ich dir ne doku schicken wo LIBERALE juden sogar selbst sagen er kann NIEMALS jude sein wiel er kein blut der kinder israels hat! und was dann die orthdoxen und konservativen sagen können wir uns denken... hör auf hier lügen zu verbreiten du bist ideologisch motiviert eindeutig

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Natürlich kann man zum Judentum konvertieren, nur ist es halt nicht so einfach und dauert auch einige Zeit.

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